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Mittwoch, 9. Dezember 2015

Der Erfinder und Nobelpreisträger Gustaf Dalén

Gustaf Dalén starb am 9. Dezember 1937 im Alter von 68 Jahren an Krebs auf Lidingö, nur wenige Monate nach seiner selbst gewählten Pensionierung auf Grund der Krankheit. Dalén war am 30. November 1869 als Sohn eines Landwirts und unter dem Namen Gustaf Johansson in Stenstorp zur Welt gekommen und hatte dabei das Glück dass seine Familie einen hohen Wert darauf legte dass sämtliche Kinder eine gute Bildung erhielten. Dalén war dabei das einzige Kind der Familie, das mehr an praktischen Experimenten und Erfindungen interessiert war als an theoretischem Wissen. Nach seiner Ausbildung gründete Dalén einen Samenhandel, war als Imker aktiv, leitete eine kleinere Molkerei auf dem Gut der Eltern und ging seinem Lieblingsinteresse nach, der Reparation und der Verbesserung von landwirtschaftlichen Maschinen.

Vor  allem seine Nebentätigkeit als Mechaniker weckte bei Gustaf Dalén das Interesse für Maschinentechnik und Naturwissenschaft. Als der Erfinder ein Gerät entwickelt hatte das den Fettgehalt von Milch feststellen messen konnte, reiste er damit zu Gustaf de Laval nach Stockholm, der die Fähigkeiten Daléns sofort richtig einschätzte und ihm zu einer grundlegenden technischen Ausbildung riet und ihm nach der Abschlussprüfung auch eine Anstellung versprach. Nach einigem Privatunterricht und Selbststudien wurde Dalén an der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg aufgenommen, wo er auch die Prüfung als Ingenieur ablegte. Nach dem Studium in Göteborg ging Dalén für ein weiteres Jahr ans Polytechnikum in die Schweiz, der damals leitenden technischen Ausbildungseinrichtung Europas.

Zurück in Schweden zerschlug sich zwar die Anstellung bei Laval, da dessen Unternehmen am Rande des Konkurses lag, aber Dalén gründete mit einem Studienfreund erst ein eigenes Unternehmen um jedoch bereits 1909 zum Geschäftsführer des angeschlagenen Unternehmens AGA (Aktiebolaget Gas-Accumulator) zu werden. Für AGA machte Dalén dann seine bedeutendsten Erfindungen, denn stufenweise verbesserte er die Technik der Leuchtturme und schuf die sogenannten AGA-Leuchttürme, die bis zu einem Jahr ohne Personal und Wartung auskommen konnten und damit einen wichtigen Beitrag zur sicheren Seefahrt leisteten. AGA erhielt daher auch den Auftrag den Panama-Kanal mit Leuchttürmen zu versehen. Im Jahre 1912 explodierte bei einem Versuch Daléns ein Ethin-Behälter und der Erfinder erblindete, ohne deswegen jedoch seinen Beruf aufzugeben. Nur kurze Zeit nach der Explosion wurde Gustaf Dalén für seine überragenden Leistungen mit dem Nobelpreis in Physik ausgezeichnet.

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Copyright: Herbert Kårlin

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Freitag, 9. Mai 2014

Der schwedische Erfinder Gustaf de Laval

Gustaf de Laval kam am 9. Mai 1845 in Orsa in Dalarna zur Welt, legte 1863 seine Hochschulreife an der Universität Uppsala ab und studierte dort anschließend drei Jahre lang Mechanik. Nachdem de Laval dann zwei Jahre lang im Kupferbergbau gearbeitet hatte, kehrte er zurück nach Uppsala und legte dort im Jahre 1872 seinen Doktor in Philosophie ab. Auch wenn Gustaf de Laval um diese Zeit bereits einige Erfindungen gemacht hatte, begann er erst anschließend geradezu unermüdlich an ständig neuen Erfindungen zu arbeiten.

Da sich Gustaf de Laval als angestellter Ingenieur in Falun unbefriedigt fühlte, ging der Erfinder 1877 ganz nach Stockholm und entwickelte sich dort zum eventuell produktivsten Erfinder Schwedens, auch wenn de Laval die Nachteile hatte, dass er auch utopische Visionen hatte, die er nie realisieren konnte und dass er keinerlei Verhältnis zu Geld hatte, was seine Tests mit den Erfindungen manchmal problematisch machte. Dennoch gelangen ihm einige der bedeutendsten Erfindungen seiner Zeit, die noch heute weiterleben. Es handelt sich dabei insbesondere um die Dampfturbine, die Milchzentrifuge und die Lavaldüse, die noch heute in der Raketentechnik angewandt wird.

Die Bedeutung von Gustaf de Laval kann man ermessen, wenn man bedenkt, dass er während seines Lebens 37 verschiedene Firmen gründete und 93 schwedische Patente besaß. Da der Erfinder jedoch unfähig war mit Geld umzugehen und er teilweise sehr teure Entwicklungen realisierte, benötigte er in seinen Unternehmen immer wieder Partner, die seine Erfindungen auch vermarkten konnten. Aber auch das half de Laval nicht bei seinen persönlichen finanziellen Schwierigkeiten, denn bei seinem Tod musste seine Ehefrau noch wegen der Erbschaft den persönlichen Konkurs anmelden.


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Copyright: Herbert Kårlin