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Mittwoch, 1. Juni 2016

Der Ikea-Windpark auf dem Korpfjället wird eingeweiht

Am 1. Juni 1012 wurde Ikeas Windpark auf dem Korpfjället in Dalarna eingeweiht, ein Windpark, der aus insgesamt neun Windkraftwerken besteht und in der Lage ist, sämtliche damals existierenden Warenhäuser der Ikea-Kette mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Gleichzeitig erhalten damit die Gemeinden Malung, Sälen und Vansbro jährlich eine Summe von rund 200.000 Kronen, die ausschließlich für lokale Entwicklungsprojekte angewendet werden dürfen.

Der Ikea-Windpark auf dem Korpfjället war bereits seit Dezember 2011 aktiv und sollte nicht nur die Warenhäuser Ikeas vom Energiemarkt unabhängig machen, sondern, nach Aussagen der Geschäftsführung, auch den Kunden zu Gute kommen, da dadurch die Preise nach unten angepasst werden können. Die umgebenden Gemeinden wollen mit den zusätzlichen Geldern vor allem den Tourismus entwickeln, der ebenfalls eine wichtige Rolle für die Gemeinden spielt, da in Dalarna kaum noch Industrie zu finden ist. Letztendlich will Ikea mit diesem Schritt natürlich auch sein Warenzeichen verbessern und sich dem ökologischen Trend anschließen.

Das Besondere der Windkraftwerke auf dem Korpfjället ist auch, dass die Kraftwerke nicht die Namen irgendwelcher mythologischer Götter oder jen von Wissenschaftlern tragen, sondern die Namen von sogenannten Alltagshelden der Gemeinden auf denen sich der Windpark befindet. Es handelt sich dabei um Personen, die sich im Vereinsleben hervorhoben, sich durch eine starke Nachbarhilfe auszeichneten oder auch einfach die Jugendlichen der Orte auf den Sportplatz brachten und sie zu einer körperlichen Aktivität ermunterten. Oder auch nach dem „BP-Nisse“, der dafür bekannt war der schnellste Tankwärter zwischen Stockholm und Sälen zu sein.


1. Juni 1675: Massenhinrichtung von schwedischen Hexen
1. Juni 1676: Der Untergang der Stora Kronan vor Öland
1. Juni 1713: Johan Runius, der erste Mundartdichter Schwedens
1. Juni 1888: Die schwedische Künstlerin Vera Nilsson
1. Juni 2002: Schweden schafft den handyfreien Tag
1. Juni 2005: Schweden führt ein Rauchverbot in Restaurants ein

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Freitag, 30. März 2012

Ingvar Kamprad und das schwedische Imperium Ikea

Ingvar Kamprad, der Gründer der schwedischen Möbelkette Ikea, wurde am 30. März 1926 in Pjätteryd geboren und hatte bis kurz vor seinem Tod am 27. Januar 2018, aus Steuergründen, seinen Hauptwohnsitz in der Schweiz. Nach der Zeitschrift Forbes gehörte Kamprad jahrelang zu den reichsten Personen weltweit und zählte, trotz seines ausländischen Wohnsitzes und dank des schwedischen Passes, mit einem Vermögen von über 23 Milliarden Dollar als der reichste Schwede. Die zentrale Macht Ikeas liegt nach wie vor bei der Stiftung Interogo in Liechtenstein, die vollständig von der Familie Kamprad kontrolliert wird.

Um Ingvar Kamprad entwickelte sich die Geschichte, dass er bereits mit sechs Jahren Streichhölzer mit Gewinn verkaufte und mit zehn Jahren als „Unternehmer“ aktiv wurde, wobei dabei weniger genannt wird, dass bereits die Eltern den größten Hof der Gemeinde Ljungby besaßen und der Ikea-Gründer aus sehr reichem Haus stammte. Im Alter von 17 Jahren gründete Ingvar Kamprad dann das Postorder-Unternehmen Ikea, in dem er vier Jahre später auch die ersten Möbel anbot. 1951 verschickte er dann die ersten Ikea-Kataloge und 1958 eröffnete er das erste Möbelhaus in Älmhult im Småland. Als er dann 1965 ein Warenhaus bei Stockholm eröffnete, war Ikea zu einem Begriff in ganz Schweden geworden und begann die Welt zu erobern.

Im Jahre 1994 verlor die schwedische Vorzeigefigur Ingvar Kamprad dann etwas an Glanz, als bekannt wurde, dass er von 1942 bis etwa zur Zeit als er seinen ersten Laden eröffnete im faschistischen Nysvenska Rörelsen aktiv war und für die extrem rechte Vereinigung Mitglieder warb und ihr mit Geldspenden unter die Arme gegriffen hatte. Diese rechtsextremen Aktivitäten erklärte Ingvar Kamprad später als jugendliche Verirrungen, die auf seine deutschstämmige nazitreue und antibolschewistische Familie zurückzuführen sei. Inwieweit sich Ingvar Kamprad mittlerweile vom rechten Geist tatsächlich entfernt hat, ist unbekannt, zumal die schwedische Bevölkerung mehr vom Erfolg des Unternehmers wissen will als von seiner politischen Einstellung und seinen Steuererspanismodellen.

30. März 1933: Filip Månsson und die öffentliche Kunst Schwedens
30. März 1976: Dampferfahrt auf dem schwedischen See Mjörn

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 22. April 2011

Funktionalismus im Stockholmer Kaufhaus NK

Am 22. April 1929 öffnete im Kaufhaus NK (Nordiska Kompaniet) in Stockholm eine Möbelausstellung die schwedischem Funktionalismus in Architektur und Einrichtung den Weg öffnete und das schwedisches Möbeldesign bis heute prägt.

Diese erste Ausstellung brachte der Bevölkerung Schwedens einen neuen Einrichtungsstil nahe in dem Glas, Stahl und Bequemlichkeit bedeutend wurden, was auch der erste Schritt zu einer industriellen Möbelproduktion war. Schweden war bei dieser Bewegung kein Vorreiter, da sich die Idee des Funktionalismus bereits seit Mitte der 20er Jahre in Europa verbreitete, neu war jedoch die Anpassung des Funktionalismus an schwedische Bedürfnisse und Gewohnheiten.

Die Ausstellung im Kaufhaus NK war der erste Schritt Schwedens zu modernem und praktischem Design, das bereits ein Jahr später bei der Stockholmsutsställningen (Stockholmausstellung) seinen wahren Durchbruch in Schweden hatte. Die gesamte Idee des schwedischen Möbelriesen IKEA baut ausschließlich auf den Gedanken des Funktionalismus auf, der seine Wurzeln in der Ausstellung von 1929 im NK hat.

22. April 1672: Georg Stiernhielm, der Vater der schwedischen Skalden
22. April 1796: Bernhard von Beskow die die konservative Literatur Schwedens
22. April 1935: Der eigenwillige schwedische Architekt Carl Bergsten

Copyright: Herbert Kårlin