Posts mit dem Label Innenarchitekt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Innenarchitekt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 19. März 2019

Der schwedische Künstler Louis Masreliez

Louis Masreliez kam Anfang 1748 als Sohn des Bildhauers Jean Baptiste Masreliez in Paris zur Welt und kam im Alter von fünf Jahren mit seinem Vater nach Schweden, der damit beauftragt war das Stockholmer Schloss zu dekorieren. Im Alter von zehn Jahren schrieb sich der Junge bereits an der Zeichenschule des Schlosses ein. Da er sich jedoch mehr von der Malerei angezogen fühlte und dies Abteilung in der künftigen Kunstakademie noch nicht existierte, lernte er im Atelier von Lorens Gottman gleichzeitig die Malerei, und bei seinem Vater die Skulptur.

1769 erhielt Louis Masreliez dann ein staatliches Stipendium, das er für einen langen Studienaufenthalt in Frankreich und in Italien nutzte. Erst 1782 kehrte Masreliez dann zurück nach Schweden um dort unmittelbar Professor für Historienmalerei an der Kunstakademie zu werden, was erneut zu einem Umbruch in der schwedischen Kunstrichtung führte, da Masreliez zwar nach zu den späten Vertretern des gustavianischen Stils gehörte, jedoch aus Italien neue Ideen mitbrachte und damit die Groteske nach Schweden brachte, verbunden mit den ersten neoklassischen Elementen.

Auch wenn Louis Masreliez sich gerne als Historienmaler bezeichnete, so verwirklichte er sehr wenige Gemälde, sondern wurde gewissermaßen der Nachfolger von Johan Eric Rehn und zeigte seine Größe als Innenarchitekt. Für den türkischen Pavillon des Schlosses Haga komponierte Masreliez jedes Detail, angefangen von den Gardinen und der Wandbekleidung bis zu den Möbeln. Der Künstler arbeitete anschließend überwiegend an der Dekoration des Stockholmer Schlosses, was zwar vom Königshaus geschätzt wurde, jedoch Masreliez anschließend nahezu vergessen ließ, da er bei seinen Arbeiten freie Hand hatte und dadurch die unterschiedlichsten Stilrichtungen vermischte. Erst als der Neoklassizismus ab 1920 in Schweden Einzug nahm, wurde die tatsächliche Leistung von Louis Masreliez, der am 19. März 1810 in Stockholm starb, wieder erkannt, also über 100 Jahre nach seinem Tod.


19. März 1488: Johannes Magnus zwischen Katholizismus und Protestantismus
19. März 1692: Der Bergwerksarzt Johan Moraeus
19. März 1793: Johan Eric Rehn, Architekt und Künstler des Hofes
19. März 1810: Louis Masreliez, schwedischer Künstler und Innenarchitekt
19. März 1863: Alfred Hellerström, der Baumeister Helsingborgs
19. März 1883: Der Katarinahissen in Stockholm
19. März 1896: Der streitbare Philosoph Fredrik Georg Afzelius
19. März 1910: Der schwedische Sozialmediziner und Sexologe Gunnar Inghe
19. März 1911: Allan Hernelius macht die SvD zum politischen Organ
19. März 1914: Der Verein der freidenkenden Frauen Schwedens
19. März 1922: Der erste Vasalauf zwischen Sälen und Mora wird organisiert
19. März 1936: Die Schriftstellerin und Künstlerin Ottilia Adelborg 

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 19. März 2016

Louis Masreliez, schwedischer Künstler und Innenarchitekt

Auch wenn heute der schwedische Künstler und Innenarchitekt Louis Masreliez nahezu vergessen ist, so galt er bei seinem Tod am 19. März 1810 als einer der bedeutendsten Künstler und Innenarchitekten seiner Zeit, nicht zuletzt deswegen hatte er gegen Ende seines Lebens auch den Auftrag die Räume des jungen Königspaares und die gesamte Wohnung der Witwenkönigin Karin Månsdotter zu gestalten, wobei letztere allerdings auch sehr viele persönliche Vorschläge mit einbrachte, denen Masreliez auch weitgehend folgte.

Louis Masreliez kam zu Beginn des Jahres 1748 als Sohn des Ornamentbildhauers Jacques Adrien Masreliez in Paris zur Welt und kam im Jahre 1753 nach Schweden, als sein Vater den Auftrag erhielt bei der Dekoration des Stockholmer Schlosses mitzuwirken. Mit zehn Jahren begann Masreliez dann seine erste künstlerische Ausbildung an der Ritakademie. Da dort jedoch Malerei nicht auf dem Plan stand, lerne er diese im Atelier von Lorens Gottman. Als Masreliez 1769 ein Studienstipendium erhielt, machte er eine längere Studienreise nach Paris und Bologna. Erst 1782 sollte der Künstler dann nach Schweden zurückkehren, um unmittelbar in der Kunstakademie aufgenommen zu werden. Ein Jahr später wurde Masreliez dort auch zum Professor in Geschichtsmalerei ernannt.

Während Louis Masreliez als Maler unmittelbar nach seiner Rückkehr nach Schweden anerkannt war, kam sein Durchbruch als Innenarchitekt erst mit den Stuckarbeiten im Pavillon Gustav III. im Hagapark und dem sogenannten Silberkabinett im Schloss Ekolsund. Dieser Erfolg von Masreliez ist vor allem darauf zurückzuführen, dass er in Schweden die sogenannten Groteske als Dekorationsstil einführte und seine Räume mit Arabesken und Girlanden versah, was in der adeligen Schicht Schwedens als extrem modern betrachtet wurde. Arbeiten von Masreliez sind noch heute in zahlreichen öffentlichen Bauten Schwedens zu entdecken, aber auch im Nationalmuseum in Stockholm und im Kunstmuseum in Göteborg.


19. März 1488: Johannes Magnus zwischen Katholizismus und Protestantismus
19. März 1692: Der Bergwerksarzt Johan Moraeus
19. März 1863: Alfred Hellerström, der Baumeister Helsingborgs
19. März 1896: Der streitbare Philosoph Fredrik Georg Afzelius
19. März 1910: Der schwedische Sozialmediziner und Sexologe Gunnar Inghe
19. März 1911: Allan Hernelius macht die SvD zum politischen Organ
19. März 1914: Der Verein der freidenkenden Frauen Schwedens
19. März 1922: Der erste Vasalauf zwischen Sälen und Mora wird organisiert
19. März 1936: Die Schriftstellerin und Künstlerin Ottilia Adelborg 

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Sonntag, 19. Mai 2013

Jean Eric Rehn und der gustavianische Stil Schwedens

Als der Architekt und Graveur Jean Eric Rehn am 19. Mai 1793 starb, hatte er zwar einige interessante Gebäude Schwedens gebaut, so das Schloss Österby und das Schloss Väsby im Uppland, sowie das Schloss Ljung in Östergötland. Seine wahre Stärke war jedoch nicht die Architektur, sondern das Design und die Gravur zumal er  hier, durch den Einfluss des Stiles des französischen Königs Ludwig XVI. der Gründer des gustavianischen Stils war, eine der bedeutendsten Kunstrichtungen Schwedens.

Ursprünglich war Jean Eric Rehn als Zeichner von Befestigungen beim Militär beschäftigt, aber als er dann mit 23 Jahren nach Paris geschickt wurde um die Gravur zu studieren, wurde er Schüler des französischen Meisters Jacques-Philippe Le Bas, der ihn Jagdszenen stechen ließ. Nach seiner Rückkehr gehörte Rehn zu den wenigen Schweden, die in der Lage waren künstlerische Arbeiten als Kupferstiche zu liefern. Wie selbstverständlich begann Rehn daher französische Muster der schwedischen Mode anzupassen und wurde zum Modedesigner für Produkte aus Seide, Wolle und Leinen. So nebenbei begann er zusätzlich Tapetenmuster zu entwerfen und Muster für Juweliere und Porzellanfabriken zu zeichnen oder in Kupfer zu stechen. Mit der Zeit richtete er sogar eine Schule für Kupfergravur in der Kunstakademie ein.

Die Fähigkeit von Jean Eric Rehn als Graveur wurde natürlich auch am königlichen Hof bemerkt, was zur Folge hatte, dass der Künstler im Jahr 1755 von Königin Lovisa Ulrika nach Frankreich und Rom geschickt wurde um nach Ideen zu suchen, die man für die Einrichtung von Schlössern nutzen konnte. Als Rehn 16 Monate später nach Schweden zurückkehrte, gestaltete er den Anbau des Schlosses Drottningholm, richtete einige Räume des Stockholmer Schlosses ein und wurde von König Gustav III. gebeten auch Teile des Schlosses Gripsholm neu zu gestalten. Rehn hatte sich damit vom Zeichner von Befestigungen zu einem exklusiven Innenarchitekt entwickelt.


19. Mai 1951: Religionsfreiheit und Svenska Kyrkan in Schweden 
19. Mai 1956: Der schwedische Regisseur Kristian Petri

Copyright: Herbert Kårlin