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Montag, 8. August 2016

Die schwedische Künstlerin Anna Ankarcrona

Anna Ankarcrona kam am 8. August 1886 als Tochter eines Disponenten der Waffenfabrik in Huskvarna in Tenhult im Småland zur Welt. Nach dem Tod des Vaters zog die Familie 1894 nach Stockholm, wo Ankarström auch aufwuchs. Ab dem Jahrtausendwechsel verbrachte die junge Frau ihre Sommer überwiegend bei ihrem um 17 Jahre älteren Bruder in Dalarna, was ihre künstlerische Neigung anregte und auch dazu führte, dass man in ihren späteren Werken, insbesondere bei ihren Aquarellen, sehr häufig Motive aus der Umgebung Leksands findet.

Ab 1903 besuchte Anna Ankarcrona die Tekniska skolan in Stockholm, das heutige Konstfack, setzte jedoch anschließend ihre Studien noch an der Högre Konstindustriella Skolan fort, die sie 1908, mit einem Abschluss als Musterzeichnerin, verließ. Ab dieser Zeit machte sich Ankarcrona einen Ruf als Zeichnerin von sogenannten Hyllningsadresser zu, eine Artwork, die die Kunst des Zeichnens und der Kalligraphie verbindet und die als Vorläufer der künstlerischen Glückwunschkarten gelten kann. Die Motive Ankarcronas waren deutlich mit dem Jugendstil und der schwedischen Nationalromantik verbunden.

Aber auch wenn Anna Ankarcrona eine sehr persönliche Kunst lieferte und auch Aquarelle malte und zahlreiche Muster für Kleidungsstücke ausarbeitete, gelang ihr der Durchbruch als Künstlerin nur in einem sehr eingeschränkten Kreis, denn sie bekam ein Kind von einem verheirateten Mann, den sie später heiratete, als weibliche Künstlerin war sie in jenen Jahren zudem gerade einmal geduldet und letztendlich litt sie auch noch an Rheumatismus, der ihr es bereits im Alter von Mitte 40 unmöglich machte noch künstlerisch aktiv zu sein. Auf Grund dieses Handikaps nahm sich Ankarcrona am 22. September 1935 auch das Leben. Ihre einzige große Ausstellung fand bisher im Sommer 2013 im Kunstmuseum in Leksand statt, das 2006, nach dem Tode des Sohnes der Künstlerin, den gesamten Nachlass der Künstlerin erhalten hatte.


8. August: Krebspremiere und Krebsfeste in Schweden
8. August 1646: Johannes Rudbeckius und die erste Mädchenschule Schwedens
8. August 1807: Emilie Flygare-Carlén und der Regionalroman der Westküste
8. August 1828: Carl Peter Thunberg, ein Leben für die Botanik und die Medizin
8. August 1937: Cornelis Vreeswijk, eine musikalische schwedische Legende 
8. August 1973: Vilhelm Moberg und die schwedischen Auswanderer
8. August 1993: Eine JAS 39 Gripen stürzt in Stockholm ab
8. August 2008: Das letzte Konzert der Gruppe Broder Daniel

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 7. Juni 2015

Das Naturreservat Fjällberget bei Leksand

Der Fjällberget bei Leksand erreicht an seiner höchsten Stelle eine Höhe von 525 Meter über dem Meeresspiegel und bietet eine Aussicht bis weit über den See Siljan. Mit seinen bis zu 300 Jahre alten Bäumen und einer weitaus intakten Natur, die zum nordischen Wildmark gehört, ist das Gebiet ein Ruhepol für Wanderer, die eine ursprüngliche Natur lieben. Die anschließenden Sumpfgebiete sind zusätzlich ein Paradies für alle, die die Tierwelt des hohen Nordens erleben, oder auch fotografieren wollen.

Ein 58 Hektar großer Teil des Berges, von der Spitze bis zum Vådsjön wurde am 7. Juni 2015 nun als Naturreservat Fjällberget eingeweiht, das 13., jedoch vermutlich ökologisch wichtigste kommunale Naturreservat Leksands. Die Vorbereitungen für diesen Naturreservat gehen bis zum Jahr 2012 zurück, da das private Interesse gegen das allgemeine Interesse abgewogen werden musste und die Gemeinde zusätzlich die betroffenen Waldstücke erwerben musste um jede zukünftige Forstwirtschaft auszuschließen. Die endgültige Entscheidung für das Naturreservat Fjällberget fällte die Gemeinde Leksand dann im Jahre 2014, rund ein Jahr bevor dieses Waldstück auch endgültig als Schutzgebiet ausgezeichnet werden konnte.

Warum gerade dieses Gebiet zum Naturreservat erklärt wurde, liegt daran dass sich der Wald nahezu frei entwickeln konnte und während der vergangenen 70 Jahre dort kaum Forstwirtschaft betrieben wurde. Selbst gestürzte Bäume konnten liegen bleiben und Tierarten anziehen, die in anderen Teilen des Landes längst verschwunden sind. Das gesamte, nun geschützte, Gebiet bietet jedoch nicht nur einen ökologischen Reichtum, sondern auch die Spuren von ausgestorbenen Berufen wie Köhlern sind nach wie vor zu finden wenn man den gekennzeichneten Wanderweg zur Bergspitze benutzt. Das Eindringen in die „wilden“ Teile des Fjällberget ist zwar nicht verboten, aber Naturfreunde halten sich lieber an den Weg um die bedrohte Natur nicht zu zerstören.


7. Juni 1876: Josefina von Leuchtenberg wird Königin in Schweden
7. Juni 1905: Schweden und Norwegen gehen getrennte Wege
7. Juni 1907: Sigvard Bernadotte verzichtet auf Titel und Thron
6. Juni 1973: Die schwedische Regierungsreform des Jahres 1974
7. Juni 1988: Die Ebbe Carlsson Affäre und der Tod von Olof Palme
7. Juni 1988: Die schwedische Politikerin Anna-Greta Leijon

Copyright: Herbert Kårlin

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