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Donnerstag, 11. Oktober 2012

Skansen in Stockholm, Tierpark und Museumsdorf

Als am 11. Oktober 1891 das Museumsdorf Skansen von Artur Hazelius in Stockholm eröffnet wurde, war das Gelände nichts anderes als ein Spielplatz für Oscar I., dem Sohn des damaligen Königs Karl XIV. Johan, entwickelte sich aber sehr schnell zu einer bedeutenden Attraktion der schwedischen Hauptstadt. Als wichtige Meilensteine gelten vor allem die Eröffnung des Freilufttheaters am 17. Juni 1911 und die Gründung eines Tierparks im Jahre 1924. Seit dem 1. Juli 1963 wird die Anlage Skansen nun in Form einer Stiftung von der Stadt Stockholm verwaltet und entsprechend subventioniert.


Der Tierpark im Skansen verdankt sein Entstehen der Familie Grill, deren Stiftung die gesamte Grundeinrichtung und den Kauf der ersten Tiere ermöglichte. Im Laufe der Jahre hat sich der Skansen-Tierpark dann auf die nordischen Tiere spezialisiert, die man nahezu alle in den Anlagen finden kann, wobei natürlich auch die wichtigsten Tiere aus den anderen Teilen der Welt eingekauft wurden damit sich die Besucher mit der Tierwelt dieser Erde vertraut machen können.


Als größte Attraktion gilt heute das Museumsland Skansen mit über 140 Gebäuden aus ganz Schweden, die im Park gemäß der schwedischen Geografie angeordnet sind und, im Gegensatz zu den Museumsdörfern in den anderen Städten Schwedens, mehr die unterschiedlichen historischen Baustile Skandinaviens zeigen will und dadurch relativ wenig Information zu einzelnen Gegenden des Landes bietet und auch nicht die historische Entwicklung der Baustile Schwedens zeigt, was auch nicht das Ziel dieses Museumslandes ist. Skansen ist ein Miniaturschweden an der das 17. Jahrhundert neben dem 20. Jahrhundert existiert.

11. Oktober 1858: Der schwedische Künstler Nils Kreuger
11. Oktober 1948: Göran Rosenberg und die Freiheit der Juden
11. Oktober 1996: Radiostation in Grimeton unter Denkmalschutz

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 4. Juni 2011

Wadköping, vom Traum zur Wirklichkeit

Am 4. Juni 1965 wurde in Örebro vom schwedischen König Gustav VI. Adolf gleichzeitig die Jubiläumsausstellung als auch das Kulturreservat Wadköping eingeweiht. Während Örebro an diesem Tag 700 Jahre alt wurde, entstand mit Wadköping eine völlig neue Altstadt am Rande der Stadt Örebro, die vorher nur in der Literatur existierte.


Wadköping als solches entstand bereits 1919 im Roman Markurells i Wadköping, ein Ort, den sich der Schriftsteller Hjalmar Bergman, der 1883 in Örebro geboren wurde und 1931 in Berlin starb, selbst ausgedacht hatte. Bereits in seinem vorhergehenden Roman hatte der Autor von einem Ort W. gesprochen, der die gleichen Charakteristiken hatte, und später handelten weitere drei Werke in seiner imaginären Stadt Wadköping. In so mancher Hinsicht ist das Wadköping von Hjalmar Bergman eine Mischung aus Örebro und Västerås.

Am 4. Juni 1965 entstand dann jedoch tatsächlich eine Stadt Wadköping, wenn auch als Freiluftmuseum, das zu Beginn als Kulturreservat bezeichnet wurde. Schon seit 1940 überlegte sich Örebro wie es die historischen Gebäude der Stadt retten konnte, was dann jedoch erst mit der Gründung von Wadköping Wirklichkeit wurde. Im Anschluss an den Stadsparken (Stadtpark) findet man heute rund 20 historische Gebäude Örebros, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen und von grossem kulturhistorischen Interesse sind. Jeden Sommer findet dort ein Theaterfestspiel statt und an den Adventssonntagen ein traditioneller Weihnachtsmarkt.

4. Juni 1870: Maria Elisabeth Hesselblad erweckt den Birgittaorden
4. Juni 1882: John Bauer und die Sagenwelt Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin