Samstag, 4. Juni 2011

Wadköping, vom Traum zur Wirklichkeit

Am 4. Juni 1965 wurde in Örebro vom schwedischen König Gustav VI. Adolf gleichzeitig die Jubiläumsausstellung als auch das Kulturreservat Wadköping eingeweiht. Während Örebro an diesem Tag 700 Jahre alt wurde, entstand mit Wadköping eine völlig neue Altstadt am Rande der Stadt Örebro, die vorher nur in der Literatur existierte.


Wadköping als solches entstand bereits 1919 im Roman Markurells i Wadköping, ein Ort, den sich der Schriftsteller Hjalmar Bergman, der 1883 in Örebro geboren wurde und 1931 in Berlin starb, selbst ausgedacht hatte. Bereits in seinem vorhergehenden Roman hatte der Autor von einem Ort W. gesprochen, der die gleichen Charakteristiken hatte, und später handelten weitere drei Werke in seiner imaginären Stadt Wadköping. In so mancher Hinsicht ist das Wadköping von Hjalmar Bergman eine Mischung aus Örebro und Västerås.

Am 4. Juni 1965 entstand dann jedoch tatsächlich eine Stadt Wadköping, wenn auch als Freiluftmuseum, das zu Beginn als Kulturreservat bezeichnet wurde. Schon seit 1940 überlegte sich Örebro wie es die historischen Gebäude der Stadt retten konnte, was dann jedoch erst mit der Gründung von Wadköping Wirklichkeit wurde. Im Anschluss an den Stadsparken (Stadtpark) findet man heute rund 20 historische Gebäude Örebros, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen und von grossem kulturhistorischen Interesse sind. Jeden Sommer findet dort ein Theaterfestspiel statt und an den Adventssonntagen ein traditioneller Weihnachtsmarkt.

4. Juni 1870: Maria Elisabeth Hesselblad erweckt den Birgittaorden
4. Juni 1882: John Bauer und die Sagenwelt Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

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