Posts mit dem Label Nationalpark werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Nationalpark werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 25. Juni 2016

Der Pilgerpfad Munkastigen in Tiveden

Am 25. Juni 2012 wurde der Pilgerpfad Munkastigen in Tiveden offiziell eingeweiht, der auf 96 Kilometern zwischen Riseberga und Olshammar verläuft, vorbei an 13 bedeutenderen Sehenswürdigkeiten und durch einen Wald, der früher wegen seinen zahlreichen Räubern bekannt war. Nach einer Legende nahm im Jahre 1028 auch Olav der Heilige diesen Weg als er aus Norwegen floh, auch wenn dies niemand bestätigte und der damalige Weg auch nicht den gleichen Streckenverlauf hatte als der heutige Pilgerpfad.

Der Munkastigen beginnt offiziell bei der Klosterruine Riseberga und führt zur Birgittakirche in Oshammar am Vättern, von wo aus die Mönche früher mit dem Boot weiter nach Vadstena oder Alvastra fuhren. Die Strecke führt, entlang mehrerer kleiner Seen, durch Tiveden, einen früher sehr dichten Wald, der wegen seiner Unzugänglichkeit auch schon früh die Grenze zwischen dem Götaland und dem Svealand ausmachte, heute allerdings mit mehreren Wanderwegen durchzogen ist und zum Großteil als Nationalpark deklariert ist.

Auch wenn die Legende mit Olav dem Heiligen nicht sicher ist, so war der Munkastigen im 15. Jahrhundert ein wichtiger Verbindungsweg zwischen mehreren Klöstern, was in mehreren geschichtlichen Quellen nachzulesen ist. In Olshammar, der Endstelle des Munkastigen wohnten im 14. Jahrhundert auch zeitweise der Rechtsgelehrte Ulf Gudmarsson und seine Ehefrau, die spätere Heilige Birgitta, die Olshammar auch dem Kloster Vadstena schenkten. Allerdings wurde das Gut Olshammar im Jahre 1527 im Rahmen der Reformation von Gustav Vasa konfiziert und das Kloster Ramundeboda wurde zwei Jahre später von ihm geschlossen.


25. Juni 1568: Gunilla Johansdotter wird Königin gegen ihren Willen
25. Juni 1630: Gustav II. Adolf tritt in den 30-jährigen Krieg ein
25. Juni 1676: Der schwedische Feldherr Carl Gustaf Wrangel
25. Juni 1722: Erik Brahe will die schwedische Königsmacht stärken
25. Juni 1878: Der schwedische Künstler Erik Tryggelin
25. Juni 1888: Vier Städte Schwedens brennen am gleichen Tag
25. Juni 1963: Der schwedische Spion Stig Wennerström

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Dienstag, 21. Juni 2016

Das Naturum Höga Kusten (Hohe Küste)

Bereits im Jahre 2000 wurde die Höga Kusten (Hohe Kuste) zwischen Härnösand und Örnsköldsvik zum Weltkulturerbe der Unesco und am 21. Juni 2007 entstand dann am Fuße des Skuleberget das Informationszentrum Naturum Höga Kusten, das in erster Linie die Aufgabe hat die Landhebung Schwedens in verständlicher Sprache zu erklären und den Besucher des Naturums auf die geologische und kulturelle Eigenheiten dieses Landstriches aufmerksam zu machen, denn in keinem anderem Teil der Welt kann man das Land, als Folge der Eiszeit, weiterhin aus dem Meer steigen sehen.

Das Naturum Höga Kusten hat von Ende März bis Anfang Oktober täglich geöffnet und bietet jedes Jahr eine neue Jahresausstellung, zusätzlich zur permanenten Ausstellung und den Bildspielen, die dem Besucher nicht nur die Landhebung erklären, sondern auch die Naturschönheiten der Hohen Küste zeigen und Wanderer mit den besten Tipps versorgen, die sich allerdings auch auf das anschließende Naturschutzgebiet Skuleberget und den Nationalpark Skuleskogen erstrecken, dem Interessenten also gleich drei bedeutende Gebiete Nordschwedens näher bringen.

Die Bedeutung des Naturum Höga Kusten kann man verstehen, wenn man bedenkt, dass man hier im Jahre 2015 rund 50.000 Besucher zählte und hunderttausende an Touristen in irgendeiner Weise an der Hohen Küste Halt machten, die Aussicht bewunderte, von einer der zahlreichen Aktivitäten profitierten oder auch nur einfach in einem der Restaurants die lokalen Spezialitäten genießen. Und dennoch ist vielen Schweden das Naturum als solches kein Begriff, im Gegensatz zum Skuleberget, da dieser 295 Meter hohe Berg mit keinem anderen Schwedens zu verwechseln ist und sehr deutlich von der Europastraße 4 aus zu sehen ist.


21. Juni: Der schwedische Vorname Alf und die nordische Mythologie
21. Juni 1863: Theaterdirektor Axel Engdahl
21. Juni 1865: Bernhard Elis Malmström, von der klassischen Lyrik zum Realismus
21. Juni 1874: Das Nordlicht und Anders Jonas Ångström
21. Juni 1903: Alf Sjöberg, der Revolutionär des schwedischen Theaters
21. Juni 1945: Bert Karlsson, vom Musikproduzent zum Millionär
21. Juni 1985: Tage Erlander und der schwedische Sozialismus


Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Donnerstag, 24. Mai 2012

Schweden gründet die ersten Nationalparks Europas

Am 24. Mai 1909 entschied sich das schwedische Parlament neun Gebiete zu Nationalparks zu erklären und war damit das erste Land in ganz Europa, das sich für den tatsächlichen Naturschutz von großflächigen Gebieten einsetzte. Auch wenn diese neun Nationalparks, verglichen mit den heutigen 29, gering scheint, so handelt es sich dabei jedoch um über die Hälfte der Gesamtfläche, die mittlerweile als Nationalpark ausgezeichnet ist. Seit über 100 Jahren wurde nicht mehr so viel Naturraum geschützt wie im Gründungsjahr.

Um als Nationalpark erklärt zu werden und damit der Natur den höchstmöglichen Schutz zu gewähren, muss das gesamte Gebiet in staatlichem Besitz sein, was in Schweden natürlich weitaus weniger Probleme verursachte als in anderen europäischen Ländern, da der Staat der größte Waldbesitzer Schwedens ist und der Begriff Naturpark natürlich nicht bedeutet, dass dort jede Waldwirtschaft verboten ist, denn Krankheiten, Stürme und andere Ereignisse können auch in den geschütztesten Gebieten Schwedens zur industriellen Nutzung führen.

Das Ziel der gegenwärtig 29 Nationalparks Schwedens ist natürlich die Natur und den Artenreichtum an Tieren und Pflanzen aufrecht zu halten, was allerdings bereits bei den ersten neun Nationalparks des Landes (Abisko, Garphyttan, Hamra, Pieljekaise, Sarek, Stora Sjöfallet, Sånfjället, Ängsö und teilweise Gotska Sandön) gewisse Schwierigkeiten mit sich brachte, nicht zuletzt auch wegen den Überschreitungen des Jedermannsrechts, den Ansprüchen der Sami oder Tieren wie Wölfe, die die Grenze eines Nationalparks kaum beeindruckt.


24. Mai 1919: Frauen bekommen in Schweden das allgemeines Wahlrecht
24. Mai 1973: Die schwedische Countrysängerin Jill Johnson 

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 27. April 2011

Die Geburt Kirunas und die Flucht der Stadt

Am 27. April 1900 wurde die Stadt Kiruna gegründet, die nördlichste Stadt Schwedens, die mit seinen knapp 20.000 Einwohnern oft als die Hauptstadt Lapplands bezeichnet wird. Für Touristen ist Kiruna wegen seiner Nähe zum Abisko Nationalpark, der Nähe des Eishotels in Jukkasjärvi und dem legendären Wanderweg Kungsleden (Königspfad) bekannt.

Kiruna entstand auf Initiative von Hjalmar Lundbohm, dem technischen Leiter des Grubenbetriebs LKAB, und war bis 1948 nur eine kleine Gemeinde, die zu Jukkasjärvi gehörte. Als Kiruna 1948 Stadt wurde, wurde sie als die flächenmäßig größte Stadt Schwedens bezeichnet, was sich jedoch 1971 änderte, als man Stadt Kiruna und Land Kiruna trennte.

Kiruna, das vor dem 27. April 1900 Luossavaara hieß und nach dem Namen eines nahen Berges benannt war, ist nicht nur wegen seiner Erzgruben bekannt, sondern auch für sein Raumfahrtprogramm, das dort bereits in den 50er Jahren begann. Da das Zentrum Kirunas wegen der Grubenarbeiten einzustürzen droht, muss, nach einem Beschluss vom 8. Januar 2007, die gesamte Innenstadt verlagert werden. Während einige Gebäude dem Erdboden gleichgemacht werden, hoffen die Bewohner Kirunas, dass zumindest einige historische Gebäude erhalten werden können.

27. April 1900: Die Gründung der Stadt Kiruna
27. April 1971: Inge Schiöler, der schwedische Maler der kräftigen Farben 

Copyright: Herbert Kårlin