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Montag, 28. Januar 2013

Das Rauchverbot in schwedischen Restaurants

Das Rauchverbot in Restaurants hat sich im Laufe der Jahre immer weiter verschärft. So war es zum Beispiel bis 1993 noch grundsätzlich erlaubt in Restaurants zu rauchen und nur Einrichtungen mit mehr als 50 Sitzplätzen mussten eine Abteilung für Nichtraucher schaffen damit diese ohne von Rauch belästigt zu werden etwas essen oder trinken konnten. In der Tat betraf dies natürlich nur die größten Restaurants des Landes und beeinträchtige die Raucher in keiner Weise.

Ab 1993 mussten dann bereits alle Restaurants, Cafés und Kneipen Schwedens über eine Abteilung für Nichtraucher verfügen, was bedeutete, dass, vor allem kleinere Einrichtungen mit wenigen Sitzplätzen, nur noch Nichtraucher akzeptieren konnten und die Raucher auf die Tische und Stühle im Freien verwiesen wurden. Um es den Rauchern jedoch so bequem wie möglich zu machen, bot man ihnen bei kühlerem Wetter im Freien Decken an, damit sie nicht zu sehr frieren mussten.

Gleichzeitig hatte die Regierung 1993 jedoch auch das Institut für Volksgesundheit beauftragt bei einer Studie zu untersuchen wie man ein absolutes Rauchverbot bis zum Jahre 2004 erreichen könne. Man ging dabei davon aus, dass dies auf freiwilliger Basis geschehen konnte. Nach allen Auswertungen des Instituts und Erfahrungen in anderen Ländern kam man dann jedoch zum Ergebnis, dass ein Rauchverbot nur möglich sei, wenn entsprechende Gesetze geschaffen würden. Am 28. Januar 2003 wurde diese Studie dann veröffentlicht und die Öffentlichkeit über das zukünftige generelle Rauchverbot in Restaurants, Cafés und Kneipen informiert.


28. Januar 1966: Die bedeutendste Schulreform Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 1. Juni 2011

Rauchverbot in Schweden

Am 1. Juni 2005 führte Schweden ein Rauchverbot in Restaurants, Cafés und Bars ein, ausgenommen den Teilen, wo auf Terrassen Essen und Getränke serviert werden. Allerdings gehörte Schweden damit nicht zu den Vorreitern des Rauchverbots, da bereits der Papst Urban VII. Im Jahre 1590 ein Rauchverbot in den Kirchen durchsetzte und jenen, die sich dagenen widersetzten mit der Entkommunizierung drohte.

Auch in Deutschland gab es weitaus früher Rauchverbote, denn während des Zweiten Weltkriegs war es verboten in Schützengräben zu rauchen und zwischen 1941 und 1945 galt auch im öffentlichen Dienst in ganz Deutschland das Rauchverbot. Schweden wollte mit seinem Rauchverbot ein schwedisches System einführen und im Grunde nur das „Mitrauchen“ von Nichtrauchern unterbinden, also das Passivrauchen, nicht den Genuss von Tabak als solches.

Schweden macht zudem einen Unterschied zwischen Zigarette und Snus. Statistisch gesehen ist das Land daher ein Modellstaat, so lange man nur das Rauchen von Zigaretten, beziehungsweise rauchbarem Tabak, in eine Statistik aufnimmt, denn mittlerweile rauchen nur noch etwa 14 Prozent der Bevölkerung. Rechnet man jedoch Tabakgenuss als Gesamtheit, bezieht man also Snus ein, so landet Schweden nahezu am Ende der Liste, denn 26 Prozent der Schweden sind noch immer abhängig von Nikotin.

1. Juni 1676: Der Untergang der Stora Kronan vor Öland
1. Juni 2002: Schweden schafft den handyfreien Tag

Copyright: Herbert Kårlin