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Dienstag, 15. Dezember 2015

Die schwedische Afrika-Kompanie (Guineakompanie)

Bereits mit dem Plan Schwedens innerhalb der Kolonialpolitik des Landes Cabo Corso zu erwerben, beantragte Louis De Geer einen Privilegienbrief um Handel mit der neuen Kolonie betreiben zu können. Königin Kristina war leicht davon zu überzeugen und am 15. Dezember 1649 konnte der holländische Kaufmann die Schwedische Afrika-Kompanie, auch Guineakompanie genannt, gründen und das erste Fahrzeug für die Reise vorbereiten. Die Hauptinvestoren des Unternehmens waren vor allem holländische und deutsche Kaufleute denen es nicht gelungen war sich an anderen Gesellschaften jener Zeit zu beteiligen.

Die Idee der Schwedischen Afrika-Kompanie war indes nicht nur einen Handel zwischen Schweden und Cabo Corso zu entwickeln, sondern gleichzeitig auch einen sehr lukrativen Sklavenhandel mit den Plantagenbesitzern auf São Tomé zu unterhalten. In der Tat  bedeutete dies, dass zum einen Textilien, Haushaltsgeräte und Schmuck aus Schweden in Cabo Corso gegen Zuckerrohr, Elfenbein, Gold und Sklaven getauscht wurde. Die Sklaven wurden anschließend auf São Tomé verkauft, die restlichen Waren gingen nach Schweden, ein Geschäft, das allerdings auch zu starken Spannungen mit holländischen und englischen Kompanien führte.

Bis 1654 das schwedische Kammerkollegium die Schwedische Afrika-Kompanie übernahm, gingen die Gewinne nahezu ausschließlich nach Holland und Deutschland, die über eine bedeutende Mehrheit der Aktien verfügte. Göteborg wurde als der Zentralhafen benutzt und in Stockholm befand sich die Firmenleitung. Die Struktur des Unternehmens war daher bis 1654 den heutigen Risikokapitalunternehmen sehr ähnlich, denn Schweden war nur wegen der Privilegien von Bedeutung, die De Geer in Holland verweigert worden waren. Auf Grund der Schwierigkeiten mit Holland und England war die Schwedische Afrika-Kompanie allerdings bereits 1667 ruiniert und musste den Holländern zusätzlich garantieren nie wieder Handel mit Westafrika zu betreiben.


15. Dezember 1716: Olof Celsius der Jüngere, Philosoph und Politiker
15. Dezember 1877: Der schwedische Filmregisseur Georg af Klercker
15. Dezember 1952: Ernest Florman, der erste Filmer Schwedens
15. Dezember 1992: Sven Delblanc und die Nachkriegsliteratur Schwedens
15. Dezember 1994: Das schwedische Parlament unterschreibt den Europavertrag
15. Dezember 1999: Rune Andréasson und der berühmteste Bär Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Schweden schafft offiziell die Sklaverei ab

Offiziell wurde die Sklaverei in Schweden bereits im Jahre 1813 verboten, als mehrere Länder Druck auf das Land ausübten, aber erst 1823 entschied sich dann der Reichstag den Schutz von schwedischen Sklavenschiffen zu verbieten und 1830 wurde jeder schwedische Sklavenhändler sogar, laut Gesetz, mit dem Tode bestraft. Aber all diese Maßnahmen waren nur dazu bestimmt, die Bevölkerung des Landes, die sich mehrheitlich gegen die Sklaverei aussprach, zu beruhigen, denn in der Kolonie Saint-Barthélemy setzte die schwedische Sklaverei fort und die Femöarna  galten um diese Zeit als der wichtigste Umschlagplatz des Sklavenhandels. Aber auch auf Saint-Barthélemy selbst wurden noch Sklavenfahrzeuge repariert.

Die internationale Kritik an Schweden wurde dadurch immer lauter und ab 1840 konnte die Regierung nicht mehr verhindern, dass die Bevölkerung Schwedens über diese Situation unterrichtet wurde und sich darüber empörte, dass im damals schwedischen Saint-Barthélemy für den Hausgebrauch sogar weiterhin Sklaven erworben werden konnten. Die Regierung ging in die Defensive und erklärte, dass kein Geld dafür vorhanden sei die rund 500 Sklaven dort freizukaufen. Auf diese Weise konnte das lukrative Geschäft noch bis 1847 fortsetzen und macht Schweden zu einem der letzten Länder, die die Sklaverei tatsächlich abschafften.

Erst am 9. Oktober 1847 wurde dann die Sklaverei in sämtlichen Gebieten Schwedens verboten und sämtliche schwedische Sklaven auf Saint-Barthélemy wurden gegen einen Preis von 80 Talern pro Sklave freigekauft. Aber auch wenn nun alle schwedischen Sklaven frei waren, so musste sich die Mehrheit unter ihnen anschließend in eine freiwillige Sklaverei begeben, da sie von der weißen Schicht abhängig waren und auch nach der Freilassung, zum Teil wegen ihrer Hautfarbe, als ungebildet und „minderwertig“ galten und daher auch nahezu rechtlos waren.


9. Oktober 1894: Agnes von Krusenstjerna als Kämpferin gegen den Adel
9. Oktober 1916: Der schwedische Künstler Karl Otto Hultén
9. Oktober 1970: Annika Sörenstam, ein Vorbild im schwedische Golfsport
9. Oktober 1991: Dagmar Lange wird zu Krimiautorin Maria Lang
9. Oktober 1992: Per Olof Sundman und die Sehnsucht nach dem Norden
9. Oktober 2006: Die Abendzeitung Aftonbladet gründet TV7

Copyright: Herbert Kårlin