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Mittwoch, 15. Februar 2017

Der schwedische Künstler Alfred Nyström

Als Alfred Nyström an 15. Februar 1897 im Alter von 52 Jahren in Djursholm starb, galt er als einer der bedeutendsten Skulpteure seiner Zeit, der bereits mit seinem ersten Werk den Durchbruch hatte, seiner Bellman-Statue für die August Strindberg Modell saß und bis heute in Stockholm betrachtet werden kann. Im Gegenzug findet man in Strindbergs Roman Tjänstekvinnans son (Der Sohn einer Magd) auch den Künstler, auch wenn dabei der Vorname Alfred zu Albert wurde. Neben seinen großen Skulpturen schuf Nyström auch zahlreiche Porträtbüsten von denen man einige auch im Kunstmuseum Göteborg entdecken kann.

Alfred Nyström kam am 11. März 1844 als Sohn eines Schmiedes in Medevi im Östergötland zur Welt, wobei allerdings bei der Geburt kurz nach der Hochzeit der Eltern das Gerücht kursierte, dass der wahre Vater ein Kurgast war. Auch wenn Nyström bereits als Kind deutlich seine Neigung zur Kunst zeigte, so war er, aus finanziellen Gründen, gezwungen, ohne längere Schulbildung sehr früh als Schmied zu arbeiten. Dass Nyström 1866 bei Johan Peter Molin an der Kunstakademie in Stockholm Skulptur studieren konnte, verdankte er Axel Dickson, dem Besitzer des edlen Gutes des Ortes, denn dieser hatte die Fähigkeiten Nyströms früh erkannt und sollte ab der frühen Jugend des späteren Künstlers sein Mäzen sein.

Nach dem Erfolg mit seiner ersten Statue studierte Alfred Nyström drei Jahre lang in München, wo er für eines seiner Werke den ersten Preis erhielt, und arbeitete dann von 1875 bis 1884 in Rom, wobei er diese Aufenthalte ebenfalls seinem Mäzen Dickson verdankte. 1885 kehrte Nyström dann endgültig nach Stockholm zurück und stellte dort mehrmals seine Werke aus. 1889 wurde Nyström auch in die Kunstakademie gewählt und hatte damit die höchste Stufe eines Künstlers erreicht. Allerdings sind nicht alle seine Skulpturen wirklich künstlerische Werke, denn für seine Versorgung stellte Nyström auch zahlreiche Gebrauchsskulpturen und Porträtbüsten her.


15. Februar 1362: Håkan Magnusson, der König auf verlorenem Posten
15. Februar 1700: Casten Rönnow und das älteste Herbarium Schwedens
15. Februar 1794: Olof Celsius der Jüngere, Philosoph und Politiker
15. Februar 1819: Jacob Axelsson Lindblom, ein besonderer Bischof Schwedens
15. Februar 1820: Der schwedische Ministerpräsident Arvid Posse
15. Februar 1893: Hans von Euler-Chelpin erhält den Nobelpreis in Chemie
15. Februar 2004: Hasse Ekman, Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor 

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 20. Oktober 2015

Der schwedische Künstler Ingel Fallstedt

Ingel Fallstedt kam am 20. Oktober 1848 als Sohn eines an der Reichsbank beschäftigten höheren Beamten auf die Welt und machte nach seiner Grundschule erst einmal eine Ausbildung als Agronom, die er 1869 mit erfolgreichem Examen beendete. Bevor Fallstedt dann 1872 seiner Berufung folgte und ein Kunststudium an der Stockholmer Kunstakademie begann, arbeitete er noch einige Jahre als Buchhalter. Nach zwei Jahren Kunstakademie setzte Fallstedt seine Studien erst in München und anschließend in Paris und Rom fort um erst 1881 wieder nach Schweden zurückzukehren und dort am Künstlertreffen in Göteborg teilzunehmen und sich der Bewegung der Opponenten anzuschließen. 1886 wurde der Künstler auch in den Künstlerverband gewählt.

Bereits 1883, zwei Jahre nachdem der Skulpteur nach Schweden zurückgekehrt war, gingen bereits die ersten großen Bestellungen des dänischen Königshauses beim Künstler ein und er erstellte einige der bedeutendsten Büsten verschiedener Mitglieder der königlichen Familie. Da es Ingel Fallström gelang die wichtigsten Eigenart seiner Modelle in den Skulpturen zu fangen, folgten anschließend auch zahlreiche Aufträge aus Schweden und Fallstedt entwickelte sich in nur wenigen Jahren zu einem der gesuchtesten Skulpteure des Nordens. Leider hatte der Künstler keinerlei Geschäftssinn und hatte keinerlei Beziehung zu Geld, so dass es ihm dennoch nie gelang mit seiner Kunst reich zu werden.

Als man im Jahre 1896 eine Künstler suchte, der eine Statue von John Ericsson schaffen sollte, beteiligte sich Ingel Fallström und erhielt den Auftrag. Da der Künstler jedoch immer nur an Büsten gearbeitet hatte und Göteborg eine gesamte Skulptur wünschte, kämpfte Fallström nicht nur mit der Ausarbeitung des Werkes, sondern auch mit der permanenten Kritik an seinem Können. Als die Skulptur dann fertiggestellt war und an die Gießerei geschickt wurde, nahm sich der Künstler am folgenden Tag, dem 13. Mai 1899, in seinem Zimmer in Kopenhagen das Leben und wurde am folgenden Morgen tot von der Ehefrau gefunden. Ob sich der Künstler gedemütigt sah, sich das Leben aus Angst vor einer Krankheit nahm oder ein anderen Grund dazu führte, wurde nie geklärt. Sehr viele Werke Fallströms findet man heute im Nationalmuseum in Stockholm und im Kunstmuseum in Göteborg.


20. Oktober 1650: Kristina wird zur Königin von Schweden gekrönt
20. Oktober 1852: Der schwedische Künstler Axel Otto Mörner
20. Oktober 1914: Der schwedische Künstler Arne Jones
20. Oktober 1940: Der schwedische Architekt Gunnar Asplund
20. Oktober 1978: Der Tod des schwedischen Rennfahrers Gunnar Nilsson

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Montag, 17. Februar 2014

Arvid Källström, der unermüdliche Skulpteur Schwedens

Arvid Källström wurde am 17. Februar 1893 als Sohn der beiden Bildhauer Edward Källström und Ida Pettersson geboren und erlebte daher bereits als Kind die Welt der Kunst. Bereits als Sechszehnjähriger schuf er dann die ersten eigenen Werke ohne jedoch eine Kunstschule besucht zu haben, ein Wunsch, den er erst im Jahre 1916 verwirklichen konnte, als er auf Empfehlung von Carl Eldh vier Jahre lang an der Kunstakademie in Kopenhagen studieren konnte. Nach dem Studium und seiner Ehe ging Källström dann 1920 nach Paris um dort seine Kenntnisse zu perfektionieren. Sein Pariser Atelier hatte der Künstler im gleichen Gebäude wie Isaac Grünewald und Fernand Léger.

Im Jahre 1934 kehrte Arvid Källström zurück nach Stockholm und drei Jahre später zog er nach Påskallavik bei Oskarshamn um dort 30 Jahre lang im sogenannten Källströmsgården als Skulpteur aktiv zu bleiben, auch wenn ihn seine Arbeit sehr häufig nach Öland, Gotland und auch nach Västergötland führte, wo man einige seiner bedeutendsten Werke im öffentlichen Raum finden kann. Sehr eindrucksvoll sind jedoch vor allem die Werke Källströms im Källströmsgården in Påskallavik, wo man während der Sommermonate auch einige späte abstrakte Skulpturen des Künstlers finden kann. Leider sind der Garten und die Ausstellungsräume nur von Mittsommer bis Ende August für die Allgemeinheit geöffnet.

Arvid Källström gehört mit zu den außergewöhnlichsten Skulpteuren Schwedens, da er nicht nur mit nahezu jedem Material arbeitete und sowohl auf traditionelle Weise als auch abstrakt arbeitete, sondern auch, weil er während seines Lebens etwa 3000 Kunstwerke schuf, darunter knapp 100 für den öffentlichen Raum. Um die Schaffenskraft Källströms wirklich erfassen zu können, muss man nur einen Streifzug durch die Kirchen Smålands machen, da er dort die deutlichsten Spuren hinterlassen hat und Skulpturen einiger Heiligen schuf, Taufbecken formte, Altarausätze schuf, an Orgelfassaden arbeitete und auch einig Kruzifixe schuf.


17. Februar 1347: Die Geschichte der Kupfergruben in Falun 
17. Februar 1753: Schweden greift zum Gregorianischen Kalender 
17. Februar 1859: Johan Lindström Saxon, der Heimatautor Närkes
17. Februar 1931: Hitler und Goebbels erhalten in Stockholm Redeverbot
17. Februar 1992: Der einzige unaufgeklärte Polizistenmord in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin