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Freitag, 23. Februar 2018

Hjalmar Molin, Architekt und Künstler

Hjalmar Molin kam am 23. Februar 1868 als Sohn des Skulpteurs Johan Peter Molin zur Welt und besuchte von 1888 bis 1892 die Technische Hochschule in Stockholm um anschließend weitere drei Jahre Architektur an der Kunstakademie zu studieren, begleitet von einer Ausbildung als Kupferstecher bei Axel Talberg. Nach Abschluss des Studiums im Jahr 1895 begab sich Molin auf mehrere, insgesamt fünf Jahre dauernde, Studienreisen nach Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, Griechenland und die Türkei um dort so viel wie möglich über die klassische Bauweise dieser Länder zu lernen und seine Eindrücke auch durch Aquarellmalereien festzuhalten.

Nach seiner Rückkehr begann Hjalmar Molin erst für die Architekten Agi Lindegren und Fredrik Lilljekvist mit Restaurationen von älteren Gebäuden zu arbeiten, um dann zu Ragnar Östberg zu wechseln. Molin war daher Mitten in die Diskussion zur Restauration von historischen Bauten geraten und gehörte zu jeder Gruppe, die möglichst viel der alten Baustile und Bausubstanzen erhalten wollte, was man auch sehr deutlich seinen zahlreichen Stichen und architektonischen Gemälden entnehmen kann, die uns heute nicht nur sehr viel über die Entwicklung der Architektur jener Epoche sagen, sondern auch damals eine wichtige Rolle spielten, denn Molin gelang es dadurch Kraft in seine Forderungen zur historischen Restauration zu bringen.

Auch wenn Hjalmar Molin in erster Linie ein Architekt war, so liegt seine tatsächliche Leistung in der Kunst, denn während sich andere Architekten vor allem um das Zeichnen und Bauen von Gebäuden kümmerten, hielt er Gebäude, sowohl historische des Mittelmeerraums, als auch geplante und aktuelle Projekte in Form von Stichen, Zeichnungen und Aquarellen fest, die er auch in zahlreichen Kunstausstellungen präsentierte und die man heute in den größten Museen Schwedens findet. Als Architekt konnte Molin sehen auf welche Details es bei der Darstellung von Gebäuden ankam, auch wenn Molin bis etwa 1930 vor allem ein Anhänger der Nationalromantik war und daher bei schwedischen Gebäuden die Neigung hatte immer einen nationalen Eindruck hinzuzufügen, ein Zug, der auch bei seinen Restaurationen von Bedeutung war.


23. Februar 1717: Magnus Stenbock stirbt in dänischer Haft
23. Februar 1868: Anna Maria Viktoria Uddgren und die erste Strindberg-Verfilmung
23. Februar 1901: Ivar Lo-Johansson, ein Pfeiler der Arbeiterliteratur Schwedens
23. Februar 1917: Helga Henschen, Schriftstellerin, Künstlerin und Illustratorin
23. Februar 1967: Das Schloss Skokloster wird Museum
23. Februar 2002: Die schwedische Version von Chess kommt nach Schweden
23. Februar 2012: Prinzessin Estelle kommt zur Welt 

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 15. Februar 2017

Der schwedische Künstler Alfred Nyström

Als Alfred Nyström an 15. Februar 1897 im Alter von 52 Jahren in Djursholm starb, galt er als einer der bedeutendsten Skulpteure seiner Zeit, der bereits mit seinem ersten Werk den Durchbruch hatte, seiner Bellman-Statue für die August Strindberg Modell saß und bis heute in Stockholm betrachtet werden kann. Im Gegenzug findet man in Strindbergs Roman Tjänstekvinnans son (Der Sohn einer Magd) auch den Künstler, auch wenn dabei der Vorname Alfred zu Albert wurde. Neben seinen großen Skulpturen schuf Nyström auch zahlreiche Porträtbüsten von denen man einige auch im Kunstmuseum Göteborg entdecken kann.

Alfred Nyström kam am 11. März 1844 als Sohn eines Schmiedes in Medevi im Östergötland zur Welt, wobei allerdings bei der Geburt kurz nach der Hochzeit der Eltern das Gerücht kursierte, dass der wahre Vater ein Kurgast war. Auch wenn Nyström bereits als Kind deutlich seine Neigung zur Kunst zeigte, so war er, aus finanziellen Gründen, gezwungen, ohne längere Schulbildung sehr früh als Schmied zu arbeiten. Dass Nyström 1866 bei Johan Peter Molin an der Kunstakademie in Stockholm Skulptur studieren konnte, verdankte er Axel Dickson, dem Besitzer des edlen Gutes des Ortes, denn dieser hatte die Fähigkeiten Nyströms früh erkannt und sollte ab der frühen Jugend des späteren Künstlers sein Mäzen sein.

Nach dem Erfolg mit seiner ersten Statue studierte Alfred Nyström drei Jahre lang in München, wo er für eines seiner Werke den ersten Preis erhielt, und arbeitete dann von 1875 bis 1884 in Rom, wobei er diese Aufenthalte ebenfalls seinem Mäzen Dickson verdankte. 1885 kehrte Nyström dann endgültig nach Stockholm zurück und stellte dort mehrmals seine Werke aus. 1889 wurde Nyström auch in die Kunstakademie gewählt und hatte damit die höchste Stufe eines Künstlers erreicht. Allerdings sind nicht alle seine Skulpturen wirklich künstlerische Werke, denn für seine Versorgung stellte Nyström auch zahlreiche Gebrauchsskulpturen und Porträtbüsten her.


15. Februar 1362: Håkan Magnusson, der König auf verlorenem Posten
15. Februar 1700: Casten Rönnow und das älteste Herbarium Schwedens
15. Februar 1794: Olof Celsius der Jüngere, Philosoph und Politiker
15. Februar 1819: Jacob Axelsson Lindblom, ein besonderer Bischof Schwedens
15. Februar 1820: Der schwedische Ministerpräsident Arvid Posse
15. Februar 1893: Hans von Euler-Chelpin erhält den Nobelpreis in Chemie
15. Februar 2004: Hasse Ekman, Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor 

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 17. März 2015

Der schwedische Künstler Johan Peter Molin

Johan Peter Molin kam am 17. März 1814 als Sohn eines Bäckers in Göteborg zur Welt und begann seine schulische Ausbildung im Alter von nur dreieinhalb Jahren. Auch wenn sich der Junge sehr begabt zeigte, verließ er auf Grund seiner Schmächtigkeit die Schule bereits im Jahre 1920 und musste ab dieser Zeit bei einem Verwandten in der Landwirtschaft arbeiten, bekam dort aber auch eine weitergehende Bildung geboten. Bei seiner Rückkehr ins Elternhaus begann Molin bei seinem Vater eine Ausbildung als Bäcker und mit zwölf begann er dann bei einem Händler zu arbeiten, der sein Geschäft im Wohnhaus der Familie hatte.

Als Johan Peter Molin dann 16 Jahre alt war, begann er sich Gedanken über seine Zukunft zu machen und kam zur Entscheidung, dass weder Bäcker noch Händler oder Landwirt etwas für ihn war, konnte sich jedoch nicht entscheiden, ob er Musiker, Schriftsteller oder Maler werden sollte, drei Berufe mit denen sein Vater nicht einverstanden war. Molin arbeitete daher weiter wie bisher, besuchte jedoch in seiner Freizeit bei Carl Palmstedt an der damaligen Schule für Kunsthandwerk Chalmers Kurse im Modellieren und Zeichnen. Die berufliche Wende kam jedoch erst im Jahre 1843, als seine Büste von Karl XIV. Johan in der Göteborger Börse zu sehen war und Aufmerksamkeit erweckte.

Die gehobene Schicht Göteborgs ermunterte nun Johan Peter Molin in seinem Kunstbestreben. Molin verkaufte die Bäckerei, die ihm mittlerweile gehörte und begann an der Kunstakademie in Kopenhagen Kunst zu studieren. Molin, der sich seinen Lebensunterhalt immer noch als Bäcker verdienen musste, setzte seine Studien in Paris und anschließend in Rom fort. Das Backen konnte Molin jedoch erst im Jahre 1847 endgültig an den Nagel hängen, denn in diesem Jahr kaufte Karl XV. eines seiner Werke, was für Molin der Beginn einer Künstlerkarriere war, denn anschließend bestellte die reiche Schicht Göteborgs ebenfalls Werke des Künstlers und bald darauf wurden auch Museen in London und Paris auf Molin aufmerksam.


17. März 1650: Die Karriere von Carl Carlsson Gyllenhielm 
17. März 1735: Axel Wrede Sparre und die schwedischen Freimaurer
17. März 1796: Der schwedische Architekt Carl Fredrik Adelcrantz 
17. März 1858: Harald Molander, ein Leben für das Theater
17. März 1908: Weibliche Polizei in Schweden 
17. März 2005: Czesław Słania, ein schwedischer Künstler der Miniatur

Copyright: Herbert Kårlin