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Mittwoch, 28. August 2013

Die Botniabanan wird in Nordschweden eingeweiht

Als man 1996 die Botniabanan plante, so hatte man damit mehrere Ziele im Sinne, denn zum einen war wegen des stark ansteigenden Bedarfs eine neue Eisenbahnlinie in Nordschweden nötig, zum anderen wollte man entlang der Küste eine moderne Eisenbahn bauen und zum dritten wollte man damit den Einzugsbereich von Umeå vergrößern, denn in der Tat konnte man mit der Botniabanan die Reisezeit zwischen Örnsköldsvik und Umeå auf die Hälfte verkürzen, was heute ein Pendeln zwischen den beiden Städten ermöglicht.


Die erste Eisenbahnstrecke nach Nordschweden, die sogenannte Stambanan, wurde bereits zwischen 1863 und 1894 gebaut. Da die Planung jedoch nach militärisch strategischen Gesichtspunkten erfolgte, wurde die Linie nicht an der Küste verlegt. Da man diesen Nachteil sehr schnell erkannte, entstand 1927 dann nur eine Linie an der Küste, die zwischen Gävle und Härnösand verkehrte, aber die geplante Verlängerung nach Umeå blieb bis zu den 90er Jahren in einer ewigen Planungsphase, da die Finanzierung nicht gesichert war und auch die Notwendigkeit dieser Strecke nicht von allen politischen Gruppen eingesehen wurde.

Als die Botniabanan dann am 28. August 2010 eingeweiht wurde, hatte sie insgesamt, ohne die Zinsen zu rechnen, 15 Milliarden Kronen verschlungen, was nicht verwunderlich ist, da man für die 190 Kilometer lange einspurige Eisenbahnstrecke insgesamt 140 Brücken, 25 Kilometer Tunnel und 22 Ausweichstellen für die dort verkehrenden Eisenbahnen benötigte. Hinzu kommt, dass die Strecke bereits ausgebaut wurde, dass hier auch Züge mit 250 Kilometer die Stunde verkehren können und damit Stockholm und Umeå verkehrsmäßig sehr eng zusammenrückten.


28. August 1649: Die Kattan sinkt auf der Fahrt nach Nya Sverige
28. August 2010: Jan Guillou hilft dem Kriminellen Keith Cederholm

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 1. Dezember 2012

Die erste staatliche Eisenbahn in Schweden

Nach einem Reichstagsbeschluss von 1854 sollten die staatlichen Eisenbahnlinien, im Gegensatz zu den privaten Linien, die bereits überall im Lande entstanden waren, jeweils als Stambanan bezeichnet werden, also als Stammbahnen, die alle zentralen Stellen Schwedens miteinander verbinden. Der Bau dieser Hauptlinien begann bereits im Jahre 1856 und galt 1892 mit der Linie im höchsten Norden Schwedens als beendet.

Natürlich war der Eisenbahnbau im Jahre 1892 nicht tatsächlich abgeschlossen, aber die Hauptlinien waren vorhanden. Später gingen durch Abtretungen und Konkurse auch zahlreiche private Eisenbahnen in Staatsbesitz über und es entstanden in staatlicher Regie, vor allem im Inland, zwei größere Nebenstrecken, die dann jeweils als Inlandsbanan bezeichnet wurden. Die Kosten für die Hauptstrecken waren so enorm, dass Mitte des 19. Jahrhunderts etwa 70 Prozent der der gesamten Staatsausgaben in die Eisenbahnlinien flossen, Geld, das vor allem aus Deutschland geliehen wurde und über Jahrzehnte hinweg abbezahlt wurde.

Am 1. Dezember 1856 wurden dann die ersten beiden Stambanorna gleichzeitig eingeweiht, nämlich die Strecke von Malmö nach Lund und jene von Göteborg nach Jonsered, wobei insbesondere die Strecke von Malmö nach Lund vom ersten Tag an ein Erfolg war und bis heute die Strecke Schwedens ist, die die meisten Passagiere zählt. Dass man den 1. Dezember für die Einweihung beider Strecken benutzte, war natürlich kein Zufall, sondern man wählte sehr bewusst den Namenstag des Königs Oscar I., einen Tag, den sich jeder Schweden problemlos merken konnte.


1. Dezember 1751: Johan Henric Kellgren, erster Vorsitzender der Svenska Akademien
1. Dezember 1934: Der schwedische Adventskalender

Copyright: Herbert Kårlin