Posts mit dem Label Stasi werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Stasi werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 29. Mai 2013

Der mysteriöse Tod der Journalistin Cats Falck

Als man am 29. Mai 1985 die Journalistin Cats Falck (Maureen Cathryn Harriet Falck) und ihre Freundin Lena Gräns aus dem Hammarbykanalen in Stockholm fischte, waren die Frauen seit dem 19. November des Vorjahres vermisst worden. Der erste Gedanke im Mai war dann, dass die beiden Frauen mit ihrem Auto in den Kanal gefahren waren und dabei ertranken, es sich also um einen Unfall handelte, auch wenn es keine logische Erklärung dafür gab.

Diese Theorie der Polizei wurde jedoch im September 2003 in Frage gestellt, als die Berliner Zeitung berichtete, dass Cats Falck, die als Journalisten beim schwedischen Fernsehen arbeitete, einem Waffenschmuggel zwischen Schweden und der damaligen DDR auf die Spur gekommen war und darüber berichten wollte. Da dies dem Sicherheitsdienst Stasi sehr ungelegen kam, schrieb die Zeitung, habe man die Journalistin ermordet und die Freundin war nur im falschen Moment an der falschen Stelle.

Als die schwedische Polizei nach diesem Artikel den Fall neu aufrollte, konnte man zwar nie die Wahrheit erfahren, aber man stellte so viele Ungereimtheiten fest, dass der Mord zumindest eine Möglichkeit wurde, denn obwohl das Auto der Freundin gehörte und Cats Falck eine sehr ungeübte Fahrerin war, die zudem vorher Wein getrunken hatte und sehr hohe Schuhe trug, saß die Journalistin am Steuer. Und man fragte sich, warum sie nachts im Hafengebiet unterwegs gewesen sein sollte, denn die Strecke war nicht auf dem Heimweg. Alle ihre Freunde meinten, dass dieses Verhalten nicht dem Charakter von Cats entsprach, aber nach der langen Zeit waren viele Spuren bereits für immer verschwunden.


29. Mai 1938: Körperstrafe und Dunkelhaft werden in Schweden abgeschafft
29. Mai 1940: Hemvärnet, eine paramilitärische Einheit in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 15. Januar 2012

Der mysteriöse Tode von Carl Algernon

Am 15. Januar 1987 fiel der Kriegsmaterialinspektor Carl Algernon an der Haltestelle T-Centralen in Stockholm vor die einfahrende U-Bahn und starb noch am Unfallort. Bis heute kreisen um diesen Tod Gerüchte, da der offizielle Selbstmord eine ungemeine Menge an Fragen offen ließ und Carl Algernon, bevor er von der Bahn überrollt wurde, ein Gespräch mit dem Konzernchef der Nobel Industiers, Anders Carlgren, geführt hätte, die eine wichtige Rolle bei der Boforsaffäre spielte und ihm Probleme bereiten konnte.

Der Tod von Carl Algernon kam für mehrere Länder im richtigen Moment und vielleicht auch für ihn selbst, denn Algernon sollte die Boforsaffäre aufklären bei der der Kriegswaffenhersteller Bofors im Verdacht stand Waffen zu schmuggeln und, gegen Bestechung, diese an Krisenländer zu liefern in die der Waffenexport verboten war. Carl Algerdon hatte die Lieferung durch lasche Kontrollen genehmigt und war zudem persönlicher Freund eines Direktors des Konzern Bofors, eine Situation, die sich sehr schnell auch gegen ihn wenden konnte.

Carl Algerdon war im Laufe seiner Untersuchung zu einer Schlüsselfigur in der Affäre Bofors geworden und mit seinem Tod blieben viele Rätsel der Affäre im Dunkeln. Da der Zugführer aussagte, dass Algerdon rückwärts auf die Gleise gefallen sei, hieß es unmittelbar, dass er gestoßen wurde und keinen Selbstmord beging, aber die Staatsanwaltschaft konnte nichts beweisen. Um die Angelegenheit schnell abschließen zu können, erklärte man den Tod Algerdons daher als Selbstmord. Noch heute glauben jedoch viele, dass sein Tod etwas mit dem Mord an Olof Palme zu tun hat und dass ihn Mitarbeiter der Stasi vor die U-Bahn stießen.

15. Januar: Der Tag der Tulpen in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin