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Sonntag, 15. Januar 2017

Die schwedische Künstlerin Eva Bonnier

Bereits als Eva Bonnier am 15. Januar 1909 in Kopenhagen starb, galt sie als eine der bedeutendsten Porträtmalerinnen ihrer Zeit und sie konnte auf Ausstellungen im Salon de Paris, während der Weltausstellung in Chicago und in den bedeutendsten Galerien Schwedens zurückblicken. Heute findet man einige ihrer bedeutendsten Gemälde im Nationalmuseum, und natürlich auch in der Porträtsammlung Bonnier. In ihrem Testament hinterließ Eva Bonnier der Stadt Stockholm zudem 385.000 Kronen um die künstlerische Aktivität zu fördern, eine Summe, die heute rund 20 Millionen Kronen entspräche.

Eva Bonnier war am 17. November 1857 als Tochter des Verlegers Albert Bonnier in Stockholm zur Welt gekommen und entschied sich sehr früh für eine künstlerische Laufbahn. Nachdem sie ihre Grundkenntnisse in Malerei beim Künstler Arvid Gottfrid Virgin erworben hatte, setzte sie als 18-jährige ihre Ausbildung in der August Malmströms målarskola fort und wurde 1878 an der Kunsthochschule in Stockholm als Studentin aufgenommen. Nach Beendigung ihrer Ausbildung ging Eva Bonnier 1883, gemeinsam mit Hanna Hirsch, nach Paris um ihre Kenntnisse an der Académie Colarossi zu vollenden.

Die sechs Jahre, die Eva Bonnier in Paris verbrachte, zählen zu den aktivsten in ihrem Leben in denen sie mehrere ihrer beeindruckendsten koloristischen Werke schuf. Als Bonnier 1889 nach Schweden zurückkehrte, widmete sie sich ganz der Porträtmalerei und verewigte, unter anderen, Lisen Bonnier, Moritz Rubenson und Oscar Levertin in Öl. Ab der Jahrtausendwende gibt es kein Gemälde mehr das die Künstlerin signierte, auch wenn ihr noch mehrere Werke zugeschrieben werden, ohne dass man weiß


15. Januar 1860: Der schwedische Künstler Oscar Björk

15. Januar 1866: Nathan Söderblom,Träger des Friedensnobelpreises
15. Januar 1886: Henning Hamilton und die Hamiltonaffäre
15. Januar 1912: Sven Hedin, Abenteurer und Schriftsteller in fernen Ländern
15. Januar 1986: Josef Högstedt, der beliebte Lyriker Pälle Näver
15. Januar 1987: Der mysteriöse Tode von Carl Algernon
15. Januar 1989: Der Tag der Tulpen in Schweden
15. Januar 2005: Sven Christer Swahn, von der Lyrik bis Science Fiction

15. Januar 2006: Die schwedische Piratenpartei (Piratpartiet)

Copyright: Herbert Kårlin

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Freitag, 30. Mai 2014

Der schwedische Flugpionier Kurt Björkvall

Kurt Björkvall starb am 30. Mai 1940 in einem Hangar in Karlsborg mit seinem Flugzeug, das eben von einem militärischen Einsatz zurückgekommen war, allerdings nicht an einem Absturz oder auf Grund eines Problemes mit seinem Flugzeug, sondern weil direkt neben dem Hangar ein Waffenlager explodierte, vermutlich ausgelöst durch den Fehler eines Rekruten der sich zu diesem Zeitpunkt allein im Waffenlager befand. In der Fluggeschichte Schwedens lebt Björkvall jedoch noch heute, da er einer der bedeutendsten Flugpioniere Schwedens war.

Wann Kurt Björkvall, der am 22. Juli 1903 geboren wurde, begann sich für Flugzeuge zu interessieren und wann er sich erstmals in die Lüfte erhob, ist heute nicht mehr bekannt, aber am 28. August 1931 war er der erste Flugkapitän, der mit einer Havilland Puss Moth Non-Stop von Stockholm nach London flog und am 6. Oktober 1936 eine legendäre Notlandung vor Irland hinlegte als er eine neue einmotorigen Maschine, eine Bellanca CH 400W Pacemaker, über den Atlantik steuern wollte, jedoch vor Irland bei einem schweren Unwetter Schwierigkeiten mit dem Propeller bekam.

Auch wenn Kurt Björkvall im Grunde mehr ein Flugingenieur war und seine Flüge bereits ab 1931 mehr der Flugfotografie, dem Flugtaxidienst, Rundflügen und dem Krankentransport dienten, verpflichtete ihn die Verteidigung ab 1939 zu militärischen Aufgaben, wobei Björklund während des finnsichen Winterkrieges sogar vorübergehend als Freiwilliger zur Luftwaffe ging und Angriffe auf russische Truppen flog, die sich über das Eis des Finnischen Meerbusens Helsinki näherten. Nach Ende des Winterkrieges kehrte Björkvall nach Schweden zurück und verband erneut Privatflug mit militärischen Aufträgen Schwedens.


30. Mai 1815: Carl Edward Norström, Pionier des schwedischen Eisenbahn
30. Mai 1898: Hjalmar Gullberg und das klassische Hörspiel in Schweden
30. Mai 1900: Nils Fredrik Sander und populärwissenschaftliche Mythologie
30. Mai 1907: Carl Rupert Nyblom, von der Romantik zum Realismus
30. Mai 1934: Die Arbeitslosenversicherung in Schweden
30. Mai 1940: Jan Lööf schafft eine Welt für Kinder
30. Mai 1958: Marie Fredriksson, die Sängerin von Roxette
30. Mai 1995: Der merkwürdige Tod von Osmo Vallo 

Copyright: Herbert Kårlin

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Dienstag, 11. Juni 2013

Joakim Bonnier, der erste Autorennfahrer Schwedens

Joakim Bonnier, allgemein nur Jocke genannt, starb am 11. Juni 1972 in seinem Lola T 280 beim legendären 24-Stunden-Rennen im französischen Le Mans als bei bei einem Überholmanöver die Leitplanke und den Ferrari des Schweizers Florian Vetsch streifte, ohne dass man je feststellen konnte in welcher Reihenfolge die Berührung erfolgte, und sein Fahrzeug durch die Luft flog um in den Wald zu fliegen, wobei das Fahrzeug mehrere Bäume traf, was zum unmittelbaren Tod Jockes führte.

Joakim Bonnier, der von der bekannten Verlegerfamilie Schwedens abstammte, hatte ursprünglich ebenfalls vor ins Verlagsgeschäft einzusteigen, nur dass nach seinem Studium die Liebe zum Autorennen dazwischen kam. Bonnier war der erste professionelle Rennfahrer Schwedens, der 13 Jahre lang als einziger Schwede Formel 1 fuhr und daher lange vor Ronnie Peterson und Reine Wisel auf den Rennbahnen seine Rekorde brach. Sein erstes Formel 1 Rennen fuhr Jocke im Jahre 1956 in einem Maserati. Bonnier gehört bis heute zu den einzigen drei Schweden, die je ein Formel 1 Rennen gewonnen haben.

Joakim Bonnier war, nach Stirling Moss, ab 1963 Vorsitzender der Grand Prix Drivers' Association und interessierte sich insbesondere für die Sicherheit der Fahrer auf den verschiedensten Rennstrecken. Noch kurz vor seinem Tod hatte der Rennfahrer auch die Sicherheit in Le Mans kritisiert, insbesondere in einigen Kurven bei denen zwischen den langsamsten und schnellsten Fahrzeuge ein Geschwindigkeitsunterschied von bis zu 100 Kilometer die Stunde gemessen werden konnte.


11. Juni: Barnabas, der verschwundene Namenstag Schwedens 
11. Juni 1743: Der Stora Daldansen, der Ruf nach Gerechtigkeit

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 29. Mai 2013

Der mysteriöse Tod der Journalistin Cats Falck

Als man am 29. Mai 1985 die Journalistin Cats Falck (Maureen Cathryn Harriet Falck) und ihre Freundin Lena Gräns aus dem Hammarbykanalen in Stockholm fischte, waren die Frauen seit dem 19. November des Vorjahres vermisst worden. Der erste Gedanke im Mai war dann, dass die beiden Frauen mit ihrem Auto in den Kanal gefahren waren und dabei ertranken, es sich also um einen Unfall handelte, auch wenn es keine logische Erklärung dafür gab.

Diese Theorie der Polizei wurde jedoch im September 2003 in Frage gestellt, als die Berliner Zeitung berichtete, dass Cats Falck, die als Journalisten beim schwedischen Fernsehen arbeitete, einem Waffenschmuggel zwischen Schweden und der damaligen DDR auf die Spur gekommen war und darüber berichten wollte. Da dies dem Sicherheitsdienst Stasi sehr ungelegen kam, schrieb die Zeitung, habe man die Journalistin ermordet und die Freundin war nur im falschen Moment an der falschen Stelle.

Als die schwedische Polizei nach diesem Artikel den Fall neu aufrollte, konnte man zwar nie die Wahrheit erfahren, aber man stellte so viele Ungereimtheiten fest, dass der Mord zumindest eine Möglichkeit wurde, denn obwohl das Auto der Freundin gehörte und Cats Falck eine sehr ungeübte Fahrerin war, die zudem vorher Wein getrunken hatte und sehr hohe Schuhe trug, saß die Journalistin am Steuer. Und man fragte sich, warum sie nachts im Hafengebiet unterwegs gewesen sein sollte, denn die Strecke war nicht auf dem Heimweg. Alle ihre Freunde meinten, dass dieses Verhalten nicht dem Charakter von Cats entsprach, aber nach der langen Zeit waren viele Spuren bereits für immer verschwunden.


29. Mai 1938: Körperstrafe und Dunkelhaft werden in Schweden abgeschafft
29. Mai 1940: Hemvärnet, eine paramilitärische Einheit in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 12. Mai 2013

Das Unglück auf dem Ormsjö in Lappland

Am 12. Mai 1936 war die Trift in Lappland gerade abgeschlossen und das gesamte Holz schwamm Richtung Sägewerke. Dieser Tag war immer ein großes Fest bei dem Flößer mit Dynamitsprengungen gefeiert wurden und am Ufer die Angehörigen bereits auf die Männer warteten, die teilweise unter dem Einsatz ihres Lebens die Stämme auf den Weg gebracht hatten. Die Flößer mussten nur noch mit einem Boot die Eisfläche des Ormsjö (Schlangensee) erreichen um an Land zu kommen.

Was jedoch ein Fest sein sollte, entwickelte sich zu einer der größten Katastrophen auf dem Ormsjö, an dem das gleichnamige Dorf (heute in Dorotea eingemeindet) liegt aus dem die meisten der Flößer kamen. Während einige der Arbeiter mit Hilfe von Ruderbooten das Land erreichten, versuchten 23 Personen in einem bereits stark beladenen Motorboot Platz zu finden, das gerade einmal für 15 Passagiere gedacht war. Das Boot lag nur noch knapp über der Wasserfläche und als der Fahrer das Steuer etwas heftig bewegte, kenterte das Boot nahezu unmittelbar.

Da das Wasser eisig war, die Flößer noch ihre schwere Kleidung trugen und ein Teil nicht einmal schwimmen konnte, ertranken in nur wenigen Minuten 14 Personen im See, vor den Augen ihrer Frauen und Kinder, wobei einige Familien wegen den Arbeitsmöglichkeiten sogar erst kürzlich an den Ormsjön gezogen waren. Nach dem Unglück wurden sämtliche Bewohner in Västerbotten gebeten den betroffenen Familien finanziell zu helfen, damit diese überleben konnten. Im Friedhof von Dorotea findet man einen Erinnerungsstein, der noch heute an dieses große Unglück erinnert.


12. Mai 1940: Lill Lindfors, 52 Jahre im Rampenlicht 
12. Mai 1967: Der Kaknästornet in Stockholm

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 30. September 2012

Der schwedische Abenteurer Göran Kropp stürzt in den Tod

Am 30. September 2002 stürzte der schwedische Abenteurer Göran Kropp an der Sunshine Wall bei Seattle, USA, im Alter von 35 Jahren in den Tod. Nach einer Untersuchung waren mehrere Ursachen am Unfall verknüpft, unter anderem versagten vier von fünf Sicherungen, was letztendlich verursachte, dass der Bergsteiger nur etwas einem Meter vor der Spitze 21 Meter in die Tiefe stürzte und sich dabei so schwer verletzte, dass er am 2. September starb.

Göran Kropp, der bereits mit sechs Jahren den 2469 Meter hohen Galdhøpiggen in Norwegen bestiegen hatte, wurde vor allem wegen seiner Everest-Besteigung im Jahre 1996 bekannt, als er mit seiner Partnerin Renata Chlumska mit dem Fahrrad von Schweden nach Nepal fuhr, den Berg bestieg und die beiden dann mit dem Fahrrad wieder nach Schweden zurückkehrten. Allerdings mussten sie dabei einen kleinen Teil per Zug zurücklegen, da es Renata verboten war mit dem Fahrrad den Iran zu durchqueren.

Auch wenn Göran Kropp überwiegend von den höchsten Bergen der Welt angezogen wurde und auch einige der 7000er bezwungen hat, so war er jedem Abenteuer offen und hatte eine enorm gute Kondition, die er, unter anderem, dadurch gewann, das er täglich 100 Kilometer im Spurt nahm. Göran Kropp gilt noch heute als derjenige, der in Schweden das Bergsteigen populär machte und Abenteuer für Jedermann öffnete, da er nicht die Leistung in den Vordergrund setzte, sondern das Erlebnis.


Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 23. September 2012

Katharina von Sachsen-Lauenburg, Königin von Schweden

Am 23. September 1535 starb Katarina von Sachsen-Lauenburg, die am 24. September  1513 im deutschen Ratzeburg geboren wurde und an ihrem Geburtstag, nur 18 Jahre später, in Stockholm den legendären König Gustav Vasa geheiratet hatte und damit die erste von drei Frauen des Monarchen geworden war. Allerdings handelte es sich bei dieser Ehe um keine Liebesehe, sondern eher eine politische Spekulation, die die Macht und den Einfluss von Gustav Vasa stärken sollte.

Durch die Ehe mit Katarina von Sachsen-Lauenburg hoffte Gustav Vasa wieder mit dem Bjälbo-Geschlecht in Verbindung gebracht zu werden, wenn auch über den Umweg über die Großmutter Katarinas, zum anderen bot ihm die Verbindung zum norddeutschen Fürstengeschlecht wichtige Verbindungen und zum dritten war die Schwester Katarinas mit dem dänischen König Kristian III. verheiratet, wodurch Dänemark zu einem befreundeten Land werden sollte. Auch wenn die Ehe nur wenige Jahre dauerte, so ging aus ihr der Thronfolger Erich XIV. hervor.

Katarina von Sachsen Lauenburg wird als Frau beschrieben, die sich in Schweden unglücklich fühlte und über alles klagte was Schwedisch war. Noch bevor es jedoch zu einer eventuellen Trennung oder zumindest bedeutenden Spannungen kommen konnte, fiel die Königin bei einer Tanzveranstaltung im Jahre 1535 so unglücklich, dass sie erst bettlägerig wurde und am 23. September des gleichen Jahres starb. Unmittelbar nach dem Tode Katarinas verbreitete sich das Gerücht Gustav Vasa habe sie erschlagen, was viele für glaubwürdig hielten, da auch Gustav Vasa mit der Ehe nicht sehr zufrieden war. Untersuchungen des Schädels von Katarina konnten allerdings dieses Gerücht nicht bestätigen.


23. September 1885: Kristina Nillsons Gesang verursacht 20 Tote in Stockholm
23. September 1934: Per Olov Enquist und die interpretierte Wirklichkeit im Roman
23. September 1963: Tystnaden, das Schweigen, von Ingmar Bergman 

Copyright: Herbert Kårlin