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Freitag, 6. Januar 2017

Sven Lovén und die Marine Zoologie in Schweden

Sven Lovén kam am 6. Januar 1809 als Sohn eines Handelsbürgermeisters in Stockholm zur Welt und begann nach seiner Hochschulreife im Jahre 1823 Zoologie an der Universität Uppsala zu studieren. Sechs Jahre später schloss er das Studium mit einem Magister ab und ein weiteres Jahr später wurde der Wissenschaftler zum Dozenten in Zoologie an der Universität Lund ernannt. Der Schwerpunkt seiner Forschungen lag um diese Zeit bei den Wirbeltieren, mit dem Schwerpunkt Vögel.

Die Änderung der wissenschaftlichen Richtung kam für Sven Lovén mit seinem Studienaufenthalt in den Jahren 1830 und 1831 in Berlin, wo er vor allem das Organisationsverhalten von Tieren studieren wollte, denn seine Lehrer waren Spezialisten für wirbellose Tiere, die anschließend Lovén für immer faszinieren sollten. Bereits 1930 machte er in diesem Bereich seine erste Forschungsreise an die Westküste Schwedens und Ende der 30er Jahre war der Wissenschaftler der erste Schwede der eine Forschungsreise nach Spitzbergen unternahm, wo er einen Zusammenhang zwischen der arktischen Fauna und jener während der Eiszeit in Schweden nachweisen konnte.

Ab den 40er Jahren spezialisierte sich Sven Lovén vor allem auf Mollusken, die er insbesondere an der Küste des Bohuslän erforschte. Die Leistungen Lovéns und seine zahlreichen Veröffentlichungen führten dazu, dass der Naturwissenschaftler 1840 zum Intendanten für wirbellose Tiere des Reichsmuseums ernannt wurde, im gleichen Jahr in die Wissenschaftsakademie gewählt wurde und ein Jahr später der erste Professor Schwedens für wirbellose Tiere wurde. 1877 gründete Sven Lovén dann eine marine Forschungsstation in Fiskebäckskil, die seit 2008 als Sven Lovén Zentrum der Universität Göteborg bekannt ist. Der Forscher selbst gilt heute als der erste Meeresbiologe Schwedens.


6. Januar 1430: Filippa von England wird in Schweden Königin 
6. Januar 1493: Olaus Petri und die schwedische Reformation 
6. Januar 1493: Olaus Petri, der schwedische Reformator
6. Januar 1809: Der schwedische Naturwissenschaftler Sven Lovén
6. Januar 1912: Johnny Bode, der schwedische Skandalschriftsteller
6. Januar 1912: Johnny Bode, der erste Punkstar Schwedens
6. Januar 1852: Der schwedische Künstler Carl Kylberg
6. Januar 1963: Gunnar Bohman, mit der Laute zum Weltruhm

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 8. November 2016

Der schwedische Naturwissenschaftler Carl Bovallius

Als Carl Bovallius am 8. November 1907 im Alter von 58 Jahren in Georgetown im britischen Guyana starb, ging er weniger als Wissenschaftler in die Geschichte Schwedens ein, sondern als Abenteurer mit sehr verschiedenen Interessen. Dank seiner Reiseberichte und seiner wissenschaftlichen Schriften, die er der Universitätsbibliothek in Uppsala überließ und seiner ethnographischen Sammlung, die man heute im Ethnographischen Museum in Stockholm findet, kann man sich jedoch einen Eindruck über das Leben des Naturwissenschaftlers Bovallius machen, der seine letzten Lebensjahre vor allem in Südamerika verbrachte.

Carl Bovallius war am 31. Juli 1849 als Sohn eines Geschichtswissenschaftlers in Stockholm zur Welt gekommen und legte 1868 dort auch seine Hochschulreife ab um anschließend Naturwissenschaften an der Universität Uppsala zu studieren. Sieben Jahre später erhielt Bovallius mit einer Arbeit über die Embryologie die Doktorwürde in Philosophie und wurde noch im gleichen Jahr Dozent in Zoologie und Hilfskraft im Zoologischen Museum. Seiner Karriere an der Universität stand allerdings seine Reiselust und seine zahlreichen Interessen im Weg, denn Bovallius war wenig für die Lehre geeignet, dafür jedoch für die Forschung vor Ort.

Carl Bovallius, der zahlreiche Publikationen hinterließ, besuchte nach seinem Studienabschluss die gesamte schwedische und norwegische Küste für seine zoologischen Studien, reiste durch ganz Europa und landete schließlich in Westindien, Zentralamerika und Südamerika, wo er sich insbesondere von den Wäldern und bis dahin unerforschten Gegenden angezogen fühlte. Da der Wissenschaftler seine Erkenntnisse nicht nur schriftlich festhielt, sondern möglichst viele Fundstücke und Sammlungen nach Schweden schickte, verdankt man viele der Entdeckungen Ende des 19. Jahrhunderts Bovallius. Der Wissenschaftler erkannt auch sehr früh die Bedeutung von Gummi, denn 1901 gründete er auf Trinidad sogar einer eigene Kautschukplantage.


8. November 1622: Karl X. Gustav, der deutsch-freundlichste König Schwedens
8. November 1777: Königin Desideria, die unschwedische Königin
8. November 1789: Anders Lindeberg kämpft für ein freies Theater
8. November 1890: Ester Lindin und der vergessene Bestseller
8. November 1903: Die Teilnehmer der Antarktisexpedition werden gerettet
8. November 1922: Carl Magnus von Seth, ein Schriftsteller, der nach Worten sucht
8. November 1923: Alfhild Agrell und die Frau zu Beginn des 20. Jahrhunderts
8. November 1942: Åke Göransson erkennt seine eigenen Gemälde nicht
8. November 1966: Die Älvsborg-Brücke (Älvsborgsbron) in Göteborg
8. November 2011: Die religiöse Künstlerin Eva Spångberg 

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 6. Januar 2015

Der schwedische Naturwissenschaftler Sven Lovén

Sven Lovén kam am 6. Januar 1809 in Stockholm zur Welt und wurde dort in einer Privatschule auf ein Studium vorbereitet. Als sich Lovén dann als Vierzehnjähriger an der Universität Uppsala einschrieb und dort die Hochschulreife ablegte, zeigte sich bald dass er mit dem dortigen konservativen System nicht zurecht kam. Lovén entschied sich daher sein naturwissenschaftliches Stidium mit der Spezialisierung Zoologie an der Universität Lund fortzusetzen, einer Stadt, in der der zukünftige Wissenschaftler mehrere Verwandte, unter anderem auch eine Schwester, hatte.

Nur ein Jahr nach seinem Magister im Jahre 1829 wurde Sven Lovén Dozent in Zoologie an der Universität in Lund, wobei er sich um diese Zeit vor allem mit Wirbeltieren, insbesondere aber mit dem Studium der Vögel beschäftigte. Nach seiner ersten wissenschaftlichen Reise im Jahre 1830 an die schwedische Westküste und einem Studienaufenthalt von mehreren Monaten in Berlin, wo er sich für das Organisationsverhalten von Tieren interessierte, änderte sich jedoch plötzlich die Interessen des Zoologen und Lovén wandte sich mehr und mehr der Forschung der wirbellosen Meerestiere zu.

In den Jahren 1836 und 1837 unternahm Sven Lovén Forschungsreisen ins nördliche Norwegen und nach Spitzbergen, die er selbst finanzierte. Seine Reise nach Spitzbergen gilt als die erste schwedische Forschungsreise in dieses Gebiet und legte, unter anderem, die Basis für die spätere Reise von Adolf Erik Nordenskiöld. In Spitzbergen machte Lovén auch eine seine wichtigsten Entdeckungen, denn er konnte damit beweisen dass die arktische Fauna Spitzbergens jeder Skandinaviens während der Eiszeit entsprach. Diese und mehrere andere Entdeckungen Lovéns führten dazu, dass der Wissenschaftler 1841 zum ersten Professor des Reiches ernannt wurde und Intendant am Naturhistorischen Museum in Stockholm wurde.


6. Januar 1430: Filippa von England wird in Schweden Königin 
6. Januar 1493: Olaus Petri und die schwedische Reformation 
6. Januar 1493: Olaus Petri, der schwedische Reformator 
6. Januar 1912: Johnny Bode, der schwedische Skandalschriftsteller
6. Januar 1912: Johnny Bode, der erste Punkstar Schwedens 
6. Januar 1963: Gunnar Bohman, mit der Laute zum Weltruhm

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Montag, 3. März 2014

Johan Wilhelm Palmstruch, vom Soldaten zum Künstler

Johan Wilhelm Palmstruch wurde am 3. März 1770 geboren und solle nach dem Willen seines Vaters, einem Major, die militärische Karriere einschlagen. Bereits mit elf Jahren wurde Palmstruch daher Fähnrich im Regiment. Da der Junge jedoch die Marine bevorzugte, wurde er 1786 versetzt, nahm dadurch an den Seeschlachten bei Svensksund teil, kam nach Marokko und wurde auf Grund seines Mutes und seiner Leistungen schließlich Kapitän und Rittmeister. 1798 nahm Palmstruch jedoch plötzlich Abschied von der Marine.

Nachdem Johan Wilhelm Palmstruch ein Jahr lang als Lehrer gearbeitet hatte, entschied sich der ehemalige Militär der Landwirtschaft zu widmen. Durch diese Tätigkeit fand Palmstruch dann seine wahre Neigung, die ihn auch in die Geschichte Schwedens eingehen ließ, denn aus dem Kriegsherr wurde ein Liebhaber der Natur, der versuchte die Pflanzenwelt seiner Umgebung mit den kleinsten Details festzuhalten und zeichnete sämtliche Pflanzen, die man heute in seinem noch heute bekannten Werk Svensk Botanik finden kann.

Anfangs begnügte sich Johan Wilhelm Palmstruch mit dem Zeichnen und Major Carl Wilhelm Venus sorgte für die Stiche, aber bald hatte Palmstruch selbst den Kupferstich erlernt und übernahm auch diese Arbeit. Sehr bald erhielt der Künstler dann auch den Auftrag die Tiere für das Werk Svensk zoologi zu zeichnen. Aber auch wenn sich der Künstler extrem produktiv zeigte, so konnte er die beiden Werke nicht bis zu seinem Tod am 30. August 1811 beenden, denn von der botanischen Serie waren nur sieben Bände fertig gestellt und von der Zoologie neun Bände. Beide Werke wurden erst später von Gustaf Johan Billberg im Auftrag der Vetenskapsakademin beendet.


3. März 1538: Svante Sture heiratet Märta Eriksdotter Lejonhufvud
3. März 1813: Die schwedische Kolonie ohne schwedische Führung 
3. März 1906: Artur Lundkvist auf der Suche nach einer neuen Sprache
3. März 1940: Terroristisches Attentat in Schweden 
3. März 2003: Kenneth Gustafsson, bekannt unter dem Namen Kenta

Copyright: Herbert Kårlin