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Sonntag, 29. Dezember 2013

Der schwedische Künstler Axel Nilsson

Als Axel Nilsson am 29. Dezember 1980 in Stockholm starb, hatte er die höchste Stufe eines modernen Künstlers erreicht, denn er wurde, neben Hilding Linnqvist und Eric Hallström, als einer der bedeutendsten nordischen naiven Maler der Epoche zwischen 1910 und 1920 bezeichnet. Eine besondere Bedeutung gelangte seine Kunst, da Nilsson in seinen Bilder vor allem das Stockholm dieser Zeit darstellte und damit zugleich ein bedeutendes Zeitdokument hinterließ.

Axel Nilsson arbeitete ursprünglich als Schildermaler und Dekorationsmaler, die Malerei in diesen Jahren wird daher noch als Hobby betrachtet, bis er im Jahre 1910 an der Kunstakademie in Stockholm zugelassen wurde. Bereits zwei Jahre später gehörte Nilsson dann jedoch zu jener Gruppe an jungen Malern, die sich gegen die traditionelle und konservative Ausbildung an der Kunstakademie auflehnten und sich die weiteren Kenntnisse daher als Autodidakt und den Kontakt mit anderen Malern aneigneten.

Im Jahre 1917, noch während der künstlerischen Isolation auf Grund des ersten Weltkriegs, schloss sich Axel Nilsson der Stockholmer Künstlerkolonie in Smedsudden an, wo einige seiner interessantesten Stockholmbilder entstanden. Außer einem kurzen Aufenthalt in Frankreich blieb Nilsson Stockholm treu, auch wenn er in unterschiedlichen Ateliers malte und im Laufe der Jahre immer mehr das „versteckte“ Stockholm malte oder sich auf die Aussicht von seinem jeweiligen Atelier beschränkte. Werke von Axel Nilsson, der Mitglied der Gruppe Färg och Form war, findet man in allen größeren Museen Schwedens.


29. Dezember 1905: Der schwedische Erfinder Martin Wiberg 
29. Dezember 1999: Das Museum Tre Kronor in Stockholm

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 30. September 2013

Der schwedische Künstler Hilding Linnqvist

Als Hilding Linnqvist am 30. September 1984 in Stockholm starb, gehörte er mit zu den bedeutendsten und anerkanntesten nordischen modernen Malern. Noch zwei Jahre vor seinem Tod hatte er die Stiftung Stiftelese Hilding Linnqvist gegründet, die zum Ziel hatte seine Bilder in Wanderausstellungen einem möglichst großen Publikum zugänglich zu machen. Diese Stiftung wird heute vom schwedischen Staat kontrolliert, was leider auch dazu führte, dass sie überwiegend im Marabouparken gelagert werden.

Hilding Linnqvist hatte von 1910 bis 1912 die Technische Schule und die Kunstakademie in Stockholm besucht. Beeinflusst von Edvard Munch, Ernst Josephson und Carl Jonas Love Almqvist, entwickelte er vor allem in der ersten Jahren seines Schaffens einen Stil, der sich durch eine nahezu oberflächliche Pinselführung auszeichnet, wobei der Künstler den Pinsel auch sehr schnell über das Tuch gleiten ließ. Diese Technik führte auch dazu, dass man Linnqvist der nordischen naiven Kunst zuordnet. In der Tat hat Linnqvist mit den meisten anderen naiven Künstler gemein, dass er seine Kunstausbildung nie abschloss, da er die offizielle Lehre als zu beschränkt betrachtete.

Auch wenn Hilding Linnqvist sehr viele Auslandsreisen machte, so kreisen seine Hauptthemen um Stockholm, wobei er hier nicht nur versuchte die Stadt von seinen verschiedenen Ateliers aus zu sehen, sondern er zeigt mit seinen Gemälden auch die Entwicklung Stockholms, das sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch die Industrialisierung in eine Großstadt verwandelte. Der Maler versuchte dabei auch die letzte Idylle der schwedischen Hauptstadt festzuhalten. Ab den 40er Jahren zeigte Linnqvist dann eine erstaunliche Vielfalt, denn er malte eine Freske für die Sofia Kirche in Stockholm, arbeitet an Theaterdekors für die Stockholmer Oper und war selbst an der Ausschmückung der Villa Bonnier beteiligt und entwarf Tapetenmuster.


30. September 1972: Die Ölandbrücke zwischen Småland und Öland 
30. September 2002: Der schwedische Abenteurer Göran Kropp stürzt in den Tod

Copyright: Herbert Kårlin