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Montag, 8. Mai 2017

Der schwedische Künstler Alf Munthe

Alf Munthe wurde am 8. Mai 1892 als Sohn eines Schuldirektors in Stockholm geboren und wurde nach seiner Hochschulreife ein Jahr lang Schüler des norwegischen Malers Gerhard Munthe, dem Bruder der Mutter, bevor er sich  1911 an der Kunsthochschule in Stockholm einschrieb. Allerdings blieb Munthe auch dort nur ein Jahr lang und war dann, gemeinsam mit Hilding Linnqvist, Fritjof Schüldt und Axel Nilsson die Schule zu verlassen, da sich diese Gruppe gegen die konservativen Lehrmethoden der Kunsthochschule auflehnte.

Ab 1912 entschied sich Alf Munthe daher Kunst als Autodidakt und später auch mit Hilfe von ausgedehnten Studienreisen zu erlernen. Mit Hilfe von Karl Nordström und Richard Bergh fand die junge Künstlergruppe ein Atelier in Stockholm und 1914 mietete die Gruppe ein kleines Ausstellungslokal und präsentierte dort ihre erste Ausstellung, die ein bedeutender Erfolg wurde, da die Kritik in den Werken eine Erneuerung der schwedischen Landschaftsmalerei entdeckte, die auf die Stimmung baute, nicht die französische Farbenfreude oder die düstere, klassische, großformatigen, schwedischen Landschaftsbilder.

Während Alf Munthe 1916 noch das Deckengemälde der Kunsthalle Liljevalch schuf, wandte er sich nach einem Aufenthalt in Paris im Jahr 1920 mehr und mehr der Textilkunst zu, mit der er sich bereits bei Gerhard Munthe in Oslo vertraut gemacht hatte. 1923 wurde er von Gunnar Asplund für die textile Ausschmückung des Kinos Skandia beauftragt, 1926 von Ivar Tengbom für die textile Dekoration des Stockholmer Konzerthauses und im gleichen Jahr verwirklichte er die Textilarbeiten des schwedischen Pavillons  während der Kunstausstellung in Paris. Von 1951 bis 1971 führte Alf Munthe, der am 20. Dezember 1971 starb, gemeinsam mit der Textilkünstlerin Greta Gahn, mit der er seit 1930 zusammenarbeitete, ein erfolgreiches Textilatelier in Leksand.


8. Mai 1726: Die ersten Veterinäre Schwedens
8. Mai 1862: Emilie Rathou, die Gründerin des Vita bandes
8. Mai 1918: Der schwedische Künstler Tage E. Nilsson
8. Mai 1943: Der schwedische Schauspieler Tomas von Brömssen
8. Mai 1968: Geschwindigkeitsbegrenzungen in Schweden
8. Mai 1992: Der schwedische Staat rettet die Nordbanken (heute Nordea)
8. Mai 1998: Der Slottsträdgården (Schlossgarten) in Malmö

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 29. Dezember 2013

Der schwedische Künstler Axel Nilsson

Als Axel Nilsson am 29. Dezember 1980 in Stockholm starb, hatte er die höchste Stufe eines modernen Künstlers erreicht, denn er wurde, neben Hilding Linnqvist und Eric Hallström, als einer der bedeutendsten nordischen naiven Maler der Epoche zwischen 1910 und 1920 bezeichnet. Eine besondere Bedeutung gelangte seine Kunst, da Nilsson in seinen Bilder vor allem das Stockholm dieser Zeit darstellte und damit zugleich ein bedeutendes Zeitdokument hinterließ.

Axel Nilsson arbeitete ursprünglich als Schildermaler und Dekorationsmaler, die Malerei in diesen Jahren wird daher noch als Hobby betrachtet, bis er im Jahre 1910 an der Kunstakademie in Stockholm zugelassen wurde. Bereits zwei Jahre später gehörte Nilsson dann jedoch zu jener Gruppe an jungen Malern, die sich gegen die traditionelle und konservative Ausbildung an der Kunstakademie auflehnten und sich die weiteren Kenntnisse daher als Autodidakt und den Kontakt mit anderen Malern aneigneten.

Im Jahre 1917, noch während der künstlerischen Isolation auf Grund des ersten Weltkriegs, schloss sich Axel Nilsson der Stockholmer Künstlerkolonie in Smedsudden an, wo einige seiner interessantesten Stockholmbilder entstanden. Außer einem kurzen Aufenthalt in Frankreich blieb Nilsson Stockholm treu, auch wenn er in unterschiedlichen Ateliers malte und im Laufe der Jahre immer mehr das „versteckte“ Stockholm malte oder sich auf die Aussicht von seinem jeweiligen Atelier beschränkte. Werke von Axel Nilsson, der Mitglied der Gruppe Färg och Form war, findet man in allen größeren Museen Schwedens.


29. Dezember 1905: Der schwedische Erfinder Martin Wiberg 
29. Dezember 1999: Das Museum Tre Kronor in Stockholm

Copyright: Herbert Kårlin