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Freitag, 11. Oktober 2013

Der schwedische Künstler Nils Kreuger

Nils Kreuger wurde am 11. Oktober 1858 in Kalmar geboren und hatte sich bereits sehr früh für eine künstlerische Laufbahn entschieden, denn bereits als 16-Jähriger besuchte er die Kunstakademie in Stockholm, wo er auch die Bekanntschaft der beiden Künstler Richard Bergh und Karl Nordström machte, die später ebenfalls eine wichtige Rolle innerhalb der nordischen Kunst spielen sollten. Auf Grund mehrerer Krankheiten verlief jedoch die Ausbildung von Krüger mehr sporadisch, denn er musste die Kunstakademie verlassen, setzte seine Ausbildung dann in der Schule von Edvard Perséus fort und vervollständigte seine Kenntnisse ab 1881 im Zentrum der Kunst jener Zeit, in Paris.

Nils Kreuger hatte dann seine erste Ausstellung während der Pariser Salons im Jahre 1882 und sollte bis 1887 in Frankreich bleiben, wo er sich vor allem mit der Freiluftmalerei auseinandersetzte und ein Neigung zu Gemälden mit Regen und Dunst hatte und für Szenen, die sich sich entweder im Morgengrauen oder zur Dämmerung abspielten, einen Stil, den er mit der Gründung des schwedischen Künstlerverbands im Jahre 1886 auch nach Schweden brachte und eine Erneuerung der nordischen Malerei darstellte.

Bei seiner Rückkehr nach Schweden ließ sich Nils Kreuger in Varberg nieder, wo er einige Jahre später, gemeinsam mit Richard Bergh und Karl Nordström die Varberger Schule gründete und ganz von der Freiluftmalerei abging. Wie sehr viele nordische Künstler jener Zeit ging Kreuger nun zur Nationalromantik über, die in der nordischen Kunstgeschichte eine sehr wichtige Rolle spielt, auch wenn Kreuger dann sehr bald zum nordischen Impressionismus überging, der zwar in vielen Punkten von der französischen Schule beeinflusst ist, jedoch einige sehr eigene Kennzeichen trägt.


11. Oktober 1891: Skansen in Stockholm, Tierpark und Museumsdorf 
11. Oktober 1996: Radiostation in Grimeton unter Denkmalschutz

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 7. Mai 2013

Der deutsch-schwedische Künstler Caspar David Friedrich

Wenn man in Deutschland vom Künstler Caspar David Friedrich spricht, so geht man wie selbstverständlich davon aus, dass es sich um einen deutschen Künstler der Früh-Romantik handelt und vergisst dabei, dass Greifswald, der Geburtsort des Malers, bis 1815 zum schwedischen Reich gehörte und der Künstler daher als schwedischer Bürger geboren wurde. Selbst bei seinem Tod am 7. Mai 1840 hatte Caspar David Friedrich noch einen schwedischen Pass, auch wenn Schweden Pommern um diese Zeit bereits verloren hatte.

Der als Landschaftsmaler bekannte Caspar David Friedrich begann sein Ausbildung im Jahre 1790 an der Universität Greifswald an der zu dieser Zeit sehr viele Schweden ihre Ausbildung machten. Zwischen 1794 und 1798 setzte der Künstler seine Kunststudien in Kopenhagen fort, wo er ebenfalls dem Einfluss der nordischen Kunst folgte und von Jens Juel, Nicolai Abildgaard und Christian August Lorentzen unterrichtet wurde. Um sich auch mit der Romantik vertraut zu machen, schloss Caspar David Friedrichs seine Ausbildung schließlich in Dresden ab. Der Künstler konnte dadurch eine Verbindung zwischen nordischer Malerei und der deutschen romantischen Bewegung schaffen, was seine Kunst auch so einzigartig macht.

Caspar David Friedrich, der sich bei der Wahl seiner Motive immer mehr der deutschen Romantik zuwandte und einer der ersten Maler war, die nicht mehr für Königshäuser und Adelige malte, sondern seine Werke auf dem freien Markt und in Galerien verkaufte, gehört zu jenen Künstlern, die mit ihren Gemälden sowohl die Architekten Deutschlands als auch jene in Schweden beeinflusste, denn der Waldfriedhof in Stockholm (Skogskyrkogården) wurde sehr deutlich von einem Bild von Caspar David Friedrich inspiriert.


7. Mai 1697: Das königliche Schloss in Stockholm brennt nieder
7. Mai 1921: Abschaffung der Todesstrafe in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

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