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Sonntag, 16. April 2017

Hanna Rönnberg, finnlandschwedische Künstlerin und Schriftstellerin

Hanna Rönnberg kam am 16. April 1862 in Tavastehus in Finnland zur Welt und studierte ab 1875 zuerst an der Kunstschule in Helsingfors (Helsinki) und anschließend an der Kunstakademie in Stockholm. Wie zu jener Zeit üblich, ging Rönnberg einige Jahre später auch nach Paris um dort ihre Kunststudien an der Académie Julian und der Académie Corarossi zu vervollständigen. Bereits bevor die Künstlerin nach Paris ging, hatte sie jedoch mehrere Studienreisen unternommen und war, seit Gründung der Künstlerkolonie Önningeby auf Åland, dort im Sommer aktiv, mit Ausnahme eines Sommers, den Rönnberg überwiegend in der Künstlerkolonie in Skagen in Dänemark verbrachte.

Hanna Rönnberg gehört zu jenen Künstlern, die sich vor allem für die Freiluftmalerei interessierte und sich in Frankreich dem Impressionismus zuwandte, wobei die Künstlerin jedoch nicht nur Landschaften malte, sondern sich bei ihren Motiven vor allem Åland näherte, das sie seit ihrem ersten Aufenthalt faszinierte. Bei späteren Werken Rönnbergs bemerkt man, dass sie sich bei ihrem künstlerischen Streben eng an die französischen Bewegungen hielt, denn gegen die Jahrtausendwende ging sie mehr und mehr zur abstrakten Malerei und zum Symbolismus über, die sie jedoch immer mit dem Naturalismus kombinierte und durch helle Farben freundlicher gestaltete.

Während ihrer Aufenthalte auf Åland interessierte sich Hanna Rönnberg nicht nur für die Landschaft und die Malerei, sondern auch für die Schicksale der Menschen, was dazu führte, dass Rönnberg 1899 auch ihr erstes Buch mit dem Titel Från Ålands skär herausbrachte, das das Leben auf der heute finnischen Insel schildert. Diesem Buch sollten noch mehrere weitere Erke, überwiegend über Åland, folgen, um jedoch, gegen Ende ihres Lebens, in autobiographische Werke überzugehen. Von 1910 bis 1917 war Hanna Rönnberg, die am 9. November 1946 in Helsingfors (Helsinki) starb, auch Redakteurin der illustrierten Zeitschrift Hemma och ute in Finnland, einem Gegenpol der in Schweden erscheinenden Zeitschrift Idun. Wie sehr viele Künstlerinnen ihrer Zeit, war Hanna Rönnberg nie verheiratet.


16. April 1851: Ernst Josephson, der Künster des Wahnsinns
16. April 1862: Hanna Rönnberg, Schriftstellerin und Künstlerin
16. April 1910: Gunnel Beckman, vom Kriminalroman zum Kinderbuch
16. April 1937: Henric Westman und die Stadt Linköping
16. April 1938: Die schwedische Künstlerin Margot Öjemark Wiik
16. April 1943: Schwedische U-Boot HMS Ulven spurlos verschwunden
16. April 1964: Der schwedische Jazzmusiker Esbjörn Svensson

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 16. August 2016

Der schwedische Künstler Karl Nordström

Als Karl Nordström am 16. August 1923 in Stockholm starb, ging als einer der Maler Schwedens in die Geschichte ein, die immer auf der Suche nach einer neuen Technik und einer neuen Aussage in der Kunst waren. Seine Landschaftsgemälde, die als seine Meisterwerke gelten, sind nahezu alle unverkennbar, denn Nordström, der stark vom Impressionismus und dessen Farblehre beeinflusst war, präsentierte nie eine ideale Landschaft, sondern irgendwo findet man in ihnen welkende Blumen, einen sterbenden Busch oder ein Gemäuer, das am Einstürzen zu sein scheint. Seine Bilder leben mit diesem Kontrast des Lichts und des Schattens.

Karl Nordström war am 11. Juli 1855 auf Gut Hoga auf Tjörn im Bohuslän geboren worden und ging mit 20 Jahren nach Stockholm um sich dort an der Kunstakademie einzuschreiben, wo er, unter anderem, auch von Edvard Perséus unterrichtet wurde. Im Jahre 1880 ging Nordström nach Frankreich um dort zwei Jahre lang den Impressionismus zu studieren. Anschließend kehrte der Künstler zurück nach Schweden, heiratete die Künstlerin Tekla Lindeström, und gemeinsam landete das Paar dann 1886 wechselweise auf Tjörn im Bohuslän und in der schwedischen Künstlerkolonie in Grez-sur-Loing, wo auch Carl Larsson aktiv war. In dieser Zeit begann Nordström auch zu den leuchtend hellen Farben zu greifen.

Karl Nordström wechselte mehrmals seinen Wohnsitz, auch wenn Tjörn ihn immer wieder wie ein Magnet anzog. Ab 1892 lebte der Künstler überwiegend auf Tjörn, verbrachte jedoch seine Sommer in Appelvik bei Varberg, wo er, gemeinsam mit Nils Kreuger und Richard Bergh, die sogenannte Varberg-Schule gründete. In jener Zeit entstanden auch seine Gemälde von Varberg. Ab 1910 ging Nordström mehr und mehr zum Expressionismus über und der Künstler ging vom Ausdruck der Farben mehr zum Ausdruck der Gesamtheit des Gemäldes über, was sich noch deutlicher in seinen Kohlezeichnungen dieser Zeit zeigt als in den Gemälden. Werke Nordströms findet man heute insbesondere im Nationalmuseum, in Waldemarsudde und im Kunstmuseum Göteborg.


16. August 1537: Anna von Österreich wird Königin in Schweden
16. August 1740: Der Landesverräter Göran Magnus Sprengtporten
16. August 1912: Fingerabdrücke als Beweismittel in Schweden
16. August 1921: Hans Asplund, der Architekt des Brutalismus
16. August 1958: Steve Sem-Sandberg, der Autor der offenen Fragen
16. August 1967: Die schwedische Sängerin Cajsa-Stina Åkerström
16. August 1989: Anton Nilson, ein Held als Verbrecher

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 16. April 2015

Hanna Rönnberg, Schriftstellerin und Künstlerin

Hanna Rönnberg, eigentlich Johanna Rönnberg, kam am 16. April 1862 im heute finnischen Tavastehus (Hämeenlinna) als Finnlandschwedin zur Welt und hatte sich sehr früh für die Kunst entschieden, denn ab 1875, im Alter von 13 Jahren, studierte sie an der finnischen Schule für Malerei in Helsingfors (Helsinki) um jedoch dieses Studium ab 1881 an der Kunstakademie in Stockholm fortzuführen. Aber auch nach zehn Jahren Kunststudium suchte Rönnberg noch eine gewisse Perfektionierung, die sie erst an die Académie Julian in Paris führte und später auch an die Académie Colarossi in der gleichen Stadt.

Nach ihrer Rückkehr aus Paris zeigte sich das ruhelose Wesen Hanna Rönnbergs, die zwar ihren Hauptsitz in Finnland hatte, sich jedoch unmittelbar der Künstlerkolonie Önningebykolonin auf Åland anschloss, die um den Maler Victor Westerholm enstanden war, verbrachte einige Monate in der Künstlerkolonie im dänischen Skagen und reiste sehr viel. In diesen Jahren entwickelte sich Rönnberg zu einer der bedeutendsten impressionistischen Künstlerinnen des Nordens, wobei sie ihre bedeutendsten Landschaftsmotive auf Åland fand, der Insel, die sie mit ihrer Vergangenheit und ihrem damals volkstümlichen Leben faszinierte.

Allerdings gehörte Hanna Rönnberg zu jenen Künstlern, die nicht nur ihre Pinsel beherrschten, sondern Rönnström wandte sich gegen die Jahrtausendwechsel auch der Schriftstellerei zu. Auch bei ihren Novellensammlungen und zwei autobiographischen Romanen spürt man ihre Liebe zu Åland, das sie unermüdlich durchstreifte um nach alten Legenden, Traditionen und der Geschichte der Insel zu suchen, auch wenn die Künstlerin und Schriftstellerin anschließend mehr mit Worten und Geschichten malte als das Leben und die Geschichte der Insel zu schildern. Zwischen 1910 und 1917 war Hanna Rönnberg, die am 9. Oktober 1946 in Helsingfors (Helsinki) starb, zudem Herausgeberin der Zeitschrift Hemma och ute. Auch hier kreisten die Themen sehr häufig um Åland, wo sich bis heute ihre Spuren im Heimatverein Önningeby deutlich zeigen.


16. April 1851: Ernst Josephson, der Künster des Wahnsinns
16. April 1910: Gunnel Beckman, vom Kriminalroman zum Kinderbuch
16. April 1937: Henric Westman und die Stadt Linköping
16. April 1943: Schwedische U-Boot HMS Ulven spurlos verschwunden
16. April 1964: Der schwedische Jazzmusiker Esbjörn Svensson

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Sonntag, 1. März 2015

Der schwedische Künstler Johan Albin Johansson

Johan Albin Johansson kam am 1. März 1879 als Sohn eines Bäckers in Lund auf die Welt, war jedoch bereits in frühen Jahr mehr von der Kunst als vom Backen angezogen. Nach der Grundschule machte Johansson daher eine Ausbildung als Dekorationsmaler und legte seine Gesellenprüfung mit so großem Erfolg ab, dass er dafür ein dreijähriges Reisestipendium verliehen begann, das letztendlich über die gesamte Zukunft des Malers entscheiden sollte, denn auf diese Weise konnte er Kunst in Berlin, München, Straßburg, Paris und anderen Städten studieren und sich vom Dekorationsmaler in einen freien Künstler verwandeln.

Während sich Johan Albin Johansson in den ersten Jahren an Details in seinen Malereien festhielt, entwickelte sich seine Kunst im Laufe seiner Reisen, einer Kunst, der man in seinen Gemälden nahezu folgen kann. Bei seinen Aufenthalten in Deutschland näherte Johansson sich dem deutschen Impressionismus um später in Frankreich über Paul Cézanne und Edvard Munch zu einem sehr persönlichen Expressionismus zu finden. Nach einem Aufenthalt in Italien wich Johansson dann von den kräftigen Farben ab und fand mit einer reichen, jedoch weichen, Farbskala seine wahre Stärke als Künstler, die er während seines späteren Schaffens beibehält.

Ab den 20er Jahren und mit der Gruppe „de 12“, entwickelte sich Johan Albin Johansson zu einem der bedeutendsten modernen Maler Skånes, auch wenn seine Werke, neben Paris, Venedig oder Brüssel, vor allem in Deutschland ausgestellt wurden, wo seine Landschaftsbilder aus Skåne sehr gefragt waren, da es dem Künstler auch im Expressionismus noch gelang die Landschaft hervortreten zu lassen und dem Betrachter eine Stimmung näher bringen konnte. Die Gemälde Johanssons, der am 6. Mai 1951 in seiner Heimatstadt Lund starb, findet man heute in allen größeren Kunstmuseen des Landes, unter anderem im Nationalmuseum in Stockholm und im Kunstmuseum in Göteborg, auch wenn die letzte komplettere Ausstellung seiner Werke mittlerweile in die 80er Jahre zurückreicht.


1. März 1593: Die Kirchen-Versammlung von Uppsala 
1. März 1638: Die erste schwedische Kolonie in Amerika 
1. März 1884: Der schwedische Schauspieler Harry Bergvall 
1. März 1914: Tor Aulin, der Lehrer von August Strindberg 
1. März 1929: Eine Straßenbahn, die mit Benzin fährt

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 11. Oktober 2013

Der schwedische Künstler Nils Kreuger

Nils Kreuger wurde am 11. Oktober 1858 in Kalmar geboren und hatte sich bereits sehr früh für eine künstlerische Laufbahn entschieden, denn bereits als 16-Jähriger besuchte er die Kunstakademie in Stockholm, wo er auch die Bekanntschaft der beiden Künstler Richard Bergh und Karl Nordström machte, die später ebenfalls eine wichtige Rolle innerhalb der nordischen Kunst spielen sollten. Auf Grund mehrerer Krankheiten verlief jedoch die Ausbildung von Krüger mehr sporadisch, denn er musste die Kunstakademie verlassen, setzte seine Ausbildung dann in der Schule von Edvard Perséus fort und vervollständigte seine Kenntnisse ab 1881 im Zentrum der Kunst jener Zeit, in Paris.

Nils Kreuger hatte dann seine erste Ausstellung während der Pariser Salons im Jahre 1882 und sollte bis 1887 in Frankreich bleiben, wo er sich vor allem mit der Freiluftmalerei auseinandersetzte und ein Neigung zu Gemälden mit Regen und Dunst hatte und für Szenen, die sich sich entweder im Morgengrauen oder zur Dämmerung abspielten, einen Stil, den er mit der Gründung des schwedischen Künstlerverbands im Jahre 1886 auch nach Schweden brachte und eine Erneuerung der nordischen Malerei darstellte.

Bei seiner Rückkehr nach Schweden ließ sich Nils Kreuger in Varberg nieder, wo er einige Jahre später, gemeinsam mit Richard Bergh und Karl Nordström die Varberger Schule gründete und ganz von der Freiluftmalerei abging. Wie sehr viele nordische Künstler jener Zeit ging Kreuger nun zur Nationalromantik über, die in der nordischen Kunstgeschichte eine sehr wichtige Rolle spielt, auch wenn Kreuger dann sehr bald zum nordischen Impressionismus überging, der zwar in vielen Punkten von der französischen Schule beeinflusst ist, jedoch einige sehr eigene Kennzeichen trägt.


11. Oktober 1891: Skansen in Stockholm, Tierpark und Museumsdorf 
11. Oktober 1996: Radiostation in Grimeton unter Denkmalschutz

Copyright: Herbert Kårlin