Sonntag, 7. September 2014

Die Schlacht bei Breitenfeld und der schwedische Sieg

Kaum eine Schlacht hat die Geschichte mehr verändert als die Schlacht bei Breitenberg während des Dreißigjährigen Krieges, da der 7. September 1631 die bis dahin übliche Kriegsführung in Frage stellte und der klassischen römischen Kampfform ein Ende bereitete. Der schwedische König Gustav II. Adolf machte sich an diesem Tag als Stratege unsterblich und leitete mit seinem Sieg die Großmachtzeit Schwedens ein. Er beeinflusste dabei zudem die nord-südliche Trennung von Protestantismus und Katholizismus in Deutschland.

Gustav II. Adolf war im Jahre 1630 mit seinen Soldaten in Deutschland ans Land gegangen, da er Kaiser Ferdinand II. davon abhalten wollte den Katholizismus in Norddeutschland durchzusetzen, er wollte jede Gefahr auf einen Krieg auf schwedischem Boden verhindern und er hoffte durch Zölle an den deutschen Flussmündungen die schwedischen Staatskassen zu füllen. Auch wenn der König bei seinem Kampf gegen den Kaiser die sächsische Armee an seiner Seite hatte, so war das Unternehmen ein gewisses Risiko, denn das deutsche Militär galt bis zum 7. September 1631 als unbesiegbar.

Dass Gustav II. Adolf die Schlacht bei Breitenfeld gewann, lag im Grunde nur daran, dass er seine Armee mobil gestaltete, die sich schnell deplatzieren konnte und sich daher in der Lage war sich jeder Situation anpassen, während die kaiserliche Armee Schwadronen einsetze, die sich nur schwer einer Änderung anpassen konnten. Aus diesem Grund war am Abend des gleichen Tages die deutsche Armee besiegt und Gustav II. Adolf wurde damit in ganz Europa als der ideale Feldherr betrachtet. Bei der Fortsetzung des Dreißigjährigen Krieges griff nun auch Ferdinand II. zur „schwedischen Kriegsführung“, die bis heute das militärische Denken beeinflusst, da man heute davon ausgeht, dass sich jede Kriegsführung so schnell wie möglich an veränderte Situationen anpassen können muss.


7. September 1450: Katarina Karlsdotter wird die Königin Schwedens
7. September 1520: Die Eroberung Stockholms durch Kristian II.
7. September 1620: Söderhamn wird zur Stadt erhoben
7. September 1661: Gunno Dahlstierna, Mundart in der schwedischen Literatur
7. September 1888: Märta Lindqvist, Journalistin, Schriftstellerin und Übersetzerin
7. September 1909: John Wigforss, vom Bohème-Revolutionär zum Konservatismus

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Samstag, 6. September 2014

Die schwedische Sängerin Louise Hoffsten

Louise Hoffsten wurde am 6. September 1965 als Tochter des Komponisten und Musikers Gunnar Hoffsten in Linköping geboren und kam daher bereits als Kind mit der Musik in näheren Kontakt. Auch wenn sich die Sängerin heute als Autodidakt bezeichnet, so vermittelte ihr der Vater auch grundlegende Kenntnisse in der Musik. Erfahrung auf der Bühne sammelte Hoffsten, die ursprünglich Schauspielerin werden wollte, ausreichend in ihrer Heimatstadt, denn im Laufe ihrer Jugend trat sie mit nahezu sämtlichen Bands Linköpings auf und der Weg zu einer musikaliscen Karriere war damit vorbestimmt.

Ab 1987 arbeitete Louise Hoffsten dann an einer Solokrarriere und es erschien ihr erstes Album Genom eld och vatten, das jedoch kaum Aufmerksamkeit erweckte. Bekannt wurde Hoffsten jedoch nach einer Nebenrolle als Sängerin im Film 1939, da es ihr mit dem Titelsong des Filmes gelang in die Svensktoppen zu gelangen. Der wahre Erfolg kam jedoch erst 1993 mit dem Album Rhythm & Blonde und Lieder wie Hit Me With Your Lovething. Einige der Titel dieses Albums wurden auch in amerikanischen Serien verwendet, was Hoffsten die Hoffnung gab auch in den USA anzukommen.

Louise Hoffsten hatte jedoch wenig Glück mit einer ausländischen Karriere, denn in Deutschland wollte man ihre Lieder dem Radiopublikum anpassen, was das Ende der Verbindung war und in den USA war jede Anstrengung erfolglos, da BMG die Herausgabe jedes Albums verhinderte. Ihre Rückkehr nach Schweden war dann zusätzlich noch von der Nachricht begleitet, dass Hoffsten an Mulipler Sklerose litt. In Schweden folgten jedoch weitere Alben, zahlreiche Auftritte im Fernsehen und mit Bringing Out The Elvis gelang der Sängerin sogar, wenn auch indirekt, der Einzug in die USA, denn Faith Hill interpretierte ihren Song auf ihrem Erfolgsalbum Breath. Ihren bisher letzten grossen Erfolg hatte Louise Hoffsten mit Only the Dead Fish Follow the Stream, einem Song mit dem sie bei der Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest 2013 den fünften Platz in Schweden erreichte.


6. September 1815: Der schwedische Sprachforscher Johan Ernst Rietz
6. September 1868: Axel Anders Teodor Hägerström, der Gründer der Uppsala-Schule
6. September 1893: Stefan Oljelund und die Arbeiterbewegung Schwedens
6. September 1900: Der Skandalschriftsteller und Spion Gustaf Ericsson
6. September 1910: Der Tod durch die Guillotine in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 5. September 2014

Carl Gustaf Tessin, Kunstsammler und Politiker

Carl Gustaf Tessin wurde am 5. September 1695 als Sohn des Schlossarchitekten Nicodemus Tessin in Stockholm geboren und konnte mit Unterstützung von Karl XII. und Königin Eleonora von Holstein-Gottorp eine ausgedehnte Studienreise durch Frankreich, Italien und Deutschland machen bevor er 1718 als Hofintendant nach Stockholm gerufen wurde. Ab 1723 begann dann die politische Karriere Tessins, die von Auseinandersetzungen mit Arvid Horn, politischen Intrigen und der Arbeit auf beiden Seiten der damaligen politischen Macht geprägt war. Nur auf Grund seiner diplomatischen Geschicklichkeit gelang es Tessin dennoch seinen Einfluss am Königshaus zu behalten.

Aber auch wenn sich Carl Gustaf Tessin als ausgezeichneter Diplomat zeigte, so fehlte ihm oft das politische Gefühl, was sich insbesondere während seines Aufenthalts in Paris zwischen 1739 und 1742 zeigte, als er sich in Künstlerkreisen und Salons am wohlsten fühlte, denn nur der Ausbruch des Thronfolgerkrieges in Österreich führte dazu, dass Frankreich den schwedischen Krieg gegen Russland unterstützte und Tessin damit vor dem Untergang rettete. Als es dem Diplomaten Tessin dann ein Jahr später, nach der Wahl von Adolf Fredrik zum König Schwedens, gelang einen Krieg mit Dänemark zu vermeiden, und er nur wenige Monate im Auftrag des Königs dessen zukünftige Ehefrau Lovisa Ulrika von Preußen aus Berlin geholt hatte, hatte er als Günstling des königlichen Paares als oberster Marschall und Kanzleipräsident die Spitze seiner Karriere erreicht.

Bereits ein Jahr später zeigten sich dann die ersten Probleme zwischen dem Königspaar und Carl Gustaf Tessin und 1752 hatte er nahezu alle Ämter verloren, wurde jedoch mit einer lebenslangen Pension und dem Nutzungsrecht des Läckö kungsgård (Gut Läckö) betraut. Der Abstieg Tessins ab dem Jahre 1746 zeigte sich auch an permanenten finanziellen Schwierigkeiten des Politikers, die sich für die Nachwelt vermutlich sehr positiv auswirkten, denn Tesssin, der ab seinem Aufenthalt in Frankreich eine enorme Kunstsammlung erworben hatte, musste die verschiedenen Einzelsammlungen Stück für Stück verkaufen, was dann den Grundstock für das Nationalmuseum in Stockholm ausmachte. Kurz vor seinem Tod am 7. Januar 1770 konnte sich Tessin mit dem Königshof versöhnen, aber er starb noch bevor er einige seiner früheren Privilegien zurückerhalten hatte.


5. September 1816: Axel Gabriel Silverstolpe, ein literarischer Revolutionär
5. September 1860: Die Stadtbibliothek in Helsingborg wird gegründet
5. September 1871: Carl Edward Norström, Pionier des schwedischen Eisenbahn
5. September 1987: Die beliebte Sendung På Spåret hat in Schweden Premiere
5. September 1995: Ebba Lindqvist, Gedichte vom Meer und dem Bohuslän
5. September 2001: Der schwedische König wird mit Torte beworfen

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 4. September 2014

Axel von Fersen der Jüngere in der schwedischen Geschichte

Axel von Fersen der Jüngere kam am 4. September 1755 als Sohn des Feldmarschalls Axel von Fersen dem Älteren zur Welt und bekam daher eine Erziehung, die ihn direkt zum Hof von Gustav III. führte unter dem er sowohl militärische als auch politische Aufgaben wahrnahm. Wie zu jener Zeit üblich, hatte von Fersen vorher mehrere Jahre lang Europa bereist um in Italien, Deutschland, Frankreich und England Sprachstudien zu betreiben und hatte damit auch die besten Voraussetzungen erworben um in der Politik einen bedeutenden Einfluss auszuüben.

Als Axel von Fersen der Jüngere 1774 nach Schweden zurückkehrte, blieb er nur wenige Jahre am Hof des Königs, denn bereits 1778 reiste er, mit einem kurzen Aufenthalt in London, weiter nach Paris um dort im französischen Regiment zu dienen. Da er sehr bald der Günstling der jungen Königin Marie Antoinette wurde, tauchte auch das Gerücht auf, dass von Fersen der Liebhaber der Königin sei, was allerdings nie bewiesen wurde. Als in Amerika die Revolution ausbrach, nahm von Fersen auf Seiten der Franzosen an den Auseinandersetzungen teil, wenn auch nicht als Soldat, sondern vor allem als Dolmetscher zwischen George Washington und dem Grafen von Rochambeau, die sich ohne von Fersen nicht hätten verständigen können.

Als 1789 die Französische Revolution ausbrach, hatte Axel von Fersen den Auftrag die Entwicklung zu beobachten und diente Schweden als Diplomat. Als von Fersen jedoch dem Königspaar zur Flucht verhelfen wollte, musste er selbst das Land sehr schnell verlassen, blieb dann jedoch erst einige Jahre in Belgien und kehrte erst 1794 nach Schweden zurück. Nach dem Mord an Gustav III. sprach ihm auch Gustav IV. Adolf sein Vertrauen aus für den er im deutschen Baden auch den Ehevertrag des Königs mit Fredrika Dorotea Vilhelmina aushandelte. Als der König dann abdanken musste und von Fersen als Gegner einer konstitutionellen Monarchie galt, tauchte nach dem Tod des vorgesehenen Thronfolgers Karl August das Gerücht auf, dass der Politiker und seine Schwester den künftigen König getötet hätten. Auch wenn dieses Gerücht aus der Luft gegriffen war, so wurde Axel von Fersen am 20. Juni 1810 in Stockholm vom Volk gelyncht.


4. September 1563: Das Schloss Älvsborg wird von Dänemark erobert
4. September 1564: Das Blutbad von Ronneby
4. September 1776: Jacob Serenius und die Konfirmation in Schweden
4. September 1826: Martin Wiberg, ein vergessener Erfinder Schwedens
4. September 1922: Per Olof Sundman und die Sehnsucht nach dem Norden
4. September 1994: Folke Mellvig, der schwedische Krimiautor der 50er Jahre
4. September 2014: Nässjö wird 100 Jahre alt, vom Kirchdorf zur Stadt 

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 3. September 2014

Die schwedische Skilegende Assar Rönnlund

Assar Rönnlund kam am 3. September 1935 in Sävar bei Umeå zur Welt, verbrachte jedoch nahezu seine gesamte Kindheit in der Stadt Umeå. Über die frühen Jahre und das Skiinteresse Rönnlunds weiß man relativ wenig so dass die Biographie des Skiläufers im Grunde erst im Jahre 1961 beginnt, als er im Alter von 26 Jahren erst in Umåker an der schwedische Meisterschaft über 30 Kilometer teilnahm und wenig später auch den 50-Kilometer-Lauf im finnischen Lahti gewann. Nahezu über Nacht war damit Rönnlund zu einem der bedeutendsten Skiläufer Schwedens geworden.

Nachdem  Assar Rönnlund dann im folgenden Jahr sowohl die schwedische Meisterschaft in Skilanglauf über 15 Kilometer als auch über 50 Kilometer gewonnen hatte, wunderte es niemanden mehr, dass Rönnlund im folgenden Jahr drei Medaillen bei der Weltmeisterschaft im Stafettenlauf und Skilanglauf holte. Rönnlund war innerhalb von nur zwei Jahren zur größten Hoffnung des schwedischen Skisports geworden und galt damit im Skilanglauf als Favorit für die olympischen Winterspiele in Innsbruck. Während der Weltmeisterschaft in Zakopane lernte Rönnlund auch seine spätere Frau, die finnische Skiläuferin Toini Gustafsson Rönnlund, kennen, die er 1968 heiratete, als beide mit olympischen Medaillen nach Schweden zurückkehrten.

Weltweit bekannt wurde Assar Rönnlund allerdings bereits während der Olympischen Spiele im Jahre 1964, als der Skiläufer plötzlich als Erster aus einem Waldstück, das nicht von Kameras überwacht wurde, auftauchte und damit olympische Geschichte schrieb. Im Jahre 1967 gewann Rönnlund noch den Vasalauf und nur zwei Jahre später - und nach dem vierten Kind der Familie - gab Rönnlund den Skisport auf und entwickelte sich zu einem der meist geschätzten Sportkommentatoren im schwedischen Rundfunk. Am 5. Januar 2011 starb die schwedische Skilegende nach längerer Krankheit im Universitätskrankenhaus in Umeå, der Stadt, zu der er immer eng verbunden war.


3. September 1686: Das schwedische Kirchengesetz und seine Bedeutung
3. September 1807: Elias Wilhelm Rudas Weg zur Literatur
3. September 1872: Der Erfinder Immanuel Nobel der Jüngere
3. September 1925: Der schwedische Künstler Bengt Lindström
3. September 1942: Schweden unterstützt das geplünderte Norwegen
3. September 1949: Vilhelm Ekelund, zwischen Poesie, Prosa und Philosophie
3. September 1967: Die Einführung des Rechtsverkehrs in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 2. September 2014

Der Beginn des Schonischen Krieges

Auch wenn die Ursache des Schonischen Krieges darauf beruhte, dass Dänemark die beim Frieden von Roskilde im Jahre 1658 abgetretenen Gebiete von Schweden zurückerobern wollte, so kam es nur deswegen zu diesem Krieg, weil Magnus Gabriel de la Gardie, als Vormund von König Karl XI., eine Militärallianz mit Frankreich eingegangen war und deswegen gezwungen war in einen nahezu europaweiten Krieg einzugreifen, den Frankreich mit den Niederlanden begonnen hatte. Die schwedische Armee hatte bei diesen Auseinandersetzungen bedeutende Schwächen gezeigt, die Dänemark wiederum davon überzeugten, dass das mächtige Schweden nicht unbesiegbar ist.

Am 2. September 1675 erklärte daher Dänemark Schweden den Krieg und hatte, unter anderem auch dank holländischer Hilfe, sehr bald Pommern und Bremen eingenommen sowie die Dominanz über die Ostsee gewonnen. Schweden war auf keinerlei Verteidigungskrieg vorbereitet, da es sich bei den vorhergehenden Kriegen immer um Angriffskriege handelte, hatte jedoch plötzlich Skåne, Blekinge, Halland und das Bohuslän zu verteidigen. Die Auseinandersetzungen zwischen den beiden Ländern sollten bis 1676 fortsetzen, denn erst mit der Schlacht bei Lund am 4. Dezember 1676 errang Karl XI. den entscheidenden Sieg, bei dem allerdings auf beiden Seiten die Hälfte aller Soldaten umgekommen waren.

Als es dann am 23. August 1679 zum Frieden in Fontainebleau zwischen Dänemark und Schweden kam, war Schweden wirtschaftlich dem Ruin nahe, denn der Schuldenberg des Landes war immens und ganz Skåne musste neu aufgebaut werden. Gleichzeitig war während des Schonischen Krieges auch deutlich geworden, dass das militärische System Schwedens geändert werden musste und nicht mehr willkürlich Bauern und Knechte zwangseingezogen werden konnten, sondern neben dem Berufsheer auch Soldaten nötig waren, die auf einen Krieg vorbereitet waren und bei längeren Auseinandersetzungen nicht Haus und Hof verloren, die während der Abwesenheit niemand bewirtschaften konnte.


2. September 1807: Fredrika Charlotta Runeberg, die erste Journalistin Finnland
2. September 1854: Die Bomarsunds Festung auf Åland
2. September 1889: Die Probleme des schwedischen Künstlers Isaac Grünewald
2. September 1925: Gunnar Nilson, in Jazzkreisen bekannt als Siljabloo
2. September 1932: Johan August Gustafsson, der Bauern-Skultör aus Öland
2. September 2013: Oktoberfestbier in der schwedischen Systembolaget 

Copyright: Herbert Kårlin

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Montag, 1. September 2014

Die Kathedrale in Lund wird eingeweiht

Niemand kann heute sagen wann die ersten Steine für die Kathedrale in Lund tatsächlich gesetzt wurden. Sicher ist jedoch, dass man bereits im 12. Jahrhundert mit dem Bau begann, da um diese Zeit Lund der Sitz des katholischen nordischen Erzbistums wurde. Aber bereits Knut der Heilige sprach in einem Gabenbrief vom 21. Mai 1085 vom Bau einer Domkirche (Domkyrka = Kathedrale), leider wird in diesem Schreiben jedoch der Ort der Kirche nicht genauer benannt, weswegen man davon ausgeht, dass der Vorläufer der heutigen Kathedrale erst im 12. Jahrhundert begonnen wurde.


Welche Rolle die im romanischen Stil gebaute erste Kirche hatte, ist ebenfalls unbekannt, denn auch wenn der Altar in der Krypta bereits 1123 eingeweiht wurde, so kann man alten Dokumenten entnehmen, dass der Hochaltar und die Kathedrale als solches erst am 1. September 1145 eingeweiht wurde und ab diesem Zeitpunkt als Bischofsitz diente. Da jedoch schon 1234 ein großer Teil der Domkirche durch einen Großbrand zerstört wurde, gehen heute nur noch wenige Teile des Baus ins 12. Jahrhundert zurück. Das heutige Aussehen der Kathedrale in Lund, sowohl innen als auch außen, geht lediglich bis ins 19. Jahrhundert zurück, da um diese Zeit bedeutende Arbeiten stattfanden, die die Domkirche sowohl erhalten sollten als auch der Modernisierung dienten.

Auch wenn die gesamte Kathedrale in Lund ein architektonisches Wunder ist, so werden die meisten Besucher vor allem von der Horologium Mirabile Lundense, der astronomischen Uhr angezogen, die zwischen 1422 und 1425 gebaut wurde und damit auf die Zeit zurückgeht als Königin Filippa Schweden, Norwegen und Dänemark führte. Der älteste Teil der Domkirche ist die Krypta, da man hier noch eine Reise bis ins Jahr 1123 vornehmen kann und die vermutlich noch von Donatus gebaut wurde, dem ersten Architekten, der mit dem Bau des Bischofsitzes beauftragt wurde. Auch wenn der größte Teil der Kathedrale in Lund besichtigt werden kann, so sind weder der Hochaltar noch die Taufkapelle mit dem gotländischen Taufbecken aus dem 13. Jahrhundert für Touristen geöffnet.


1. September 1524: Der Malmö recess, das Ende des Befreiungskrieges
1. September 1526: Katarina Jagellonica, Königin von Schweden 
1. September 1625: Ein Großbrand in Stockholm ändert die Stadtplanung 
1. September 1736: Schweden und Sveriges rikes lag, Grundlagen der Gesetze 
1. September 1882: Gunnar Bohman, mit der Laute zum Weltruhm 
1. September 1913: Anders Bjurholm und die schwedischen Bierflaschen 
1. September 1958: Keith Cederholm und der Aufreißermord in Malmö

Copyright: Herbert Kårlin

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