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Montag, 29. August 2016

Der schwedische Designer Carl-Arne Breger

Carl-Arne Breger wurde am 29. August 1923 in Trelleborg geboren und besuchte ab 1943 das Konstfack in Stockholm um Dekorationsmaler zu werden. Nach Ende seiner Ausbildung im Jahre 1948 kam der erste Auftrag der Svensk Filmindustri, ein 15 Meter langes Bild von Gina Lollobrigida als Werbung für das Chinateatern in Stockholm. Bereits 1953 schlug Breger dann jedoch eine neue Karriere ein, denn er wurde bei Gustavsberg als Musterzeichner eingestellt und hatte die Aufgabe für Service modernere Muster zu finden um das Porzellanangebot des Unternehmens zu erweitern.

Sehr bald wechselte Carl-Arne Breger jedoch von der Abteilung der Musterzeichner in die Abteilung für Sanitärwaren und Plastik über, was ihm nicht nur neue Aufgaben brachte, sondern Breger auch ermöglichte als Designer aktiv zu werden, obwohl er in keiner Weise dafür ausgebildet war. Sein erstes Design, ein Waschbecken, wurde bereits zu einem Verkaufserfolg für Gustavsberg, genau genommen zum meist verkauften Waschbecken des Unternehmens, das noch heute in vielen Badezimmern zu finden ist.

Sehr bald ging Carl-Arne Breger dann von Keramik auf Plastik über und schuf unzählige Alltagsprodukte, die man zum Teil ebenfalls noch heute in den schwedischen Haushalten finden kann. Seine Rolle als Plastik-Designer wurde so bedeutend, dass er 1960, nach einem bedeutenden Preis als Designer, allgemein als „Mister Plast“ bekannt wurde. Sein bekanntestes Produkt, das man mittlerweile nur noch in Auktionen finden kann, war eine farbige Wasserkanne aus Plastik, die damals für 2 Kronen 75 angeboten wurde und die heute kaum unter 1500 Kronen zu erhalten ist. Die Entwicklung dieser Wasserkanne verschlang 18 Monate, der Verkauf lief nur etwas über ein Jahr, da man feststellte, dass beim Verschweißen der beiden Teile ein giftiges Gas freigesetzt wurde.

Im Jahre 1959 gründete Carl-Arne Breger dann sein eigenes Designbüro in Malmö, was ihm erlaubte seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. In Malmö entstanden knapp 3000 Produkte, die Breger entwickelte und vom Design eines Mikrowellenherdes und über ein Kinderfahrrad bis zu einem Butterbehälter und Zahnbürsten führen. Obwohl Breger mit seinen Ideen ständig im täglichen Leben Schwedens auftaucht, ist er der Mehrheit der Bevölkerung nahezu unbekannt, denn wer interessiert sich schon dafür welcher Designer einem Staubsauger oder einem Waffeleisen die Form gab, denn vom Verkauf überzeugt meist die Werbung eines Herstellers.


29. August 1708: Olof von Dalin: Fortschrittliche Kritik und konservative Geschichte
29. August 1880: Die schwedische Künstlerin Maj Bring
29. August 1902: Bertil Almqvist und die Steinzeitkinder Hedenhös 
29. August 1915: Ingrid Bergman, eine Karriere mit Unterbrechungen
29. August 1967: Die schwedische Krone wird um zehn Prozent abgewertet

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 1. März 2015

Der schwedische Künstler Johan Albin Johansson

Johan Albin Johansson kam am 1. März 1879 als Sohn eines Bäckers in Lund auf die Welt, war jedoch bereits in frühen Jahr mehr von der Kunst als vom Backen angezogen. Nach der Grundschule machte Johansson daher eine Ausbildung als Dekorationsmaler und legte seine Gesellenprüfung mit so großem Erfolg ab, dass er dafür ein dreijähriges Reisestipendium verliehen begann, das letztendlich über die gesamte Zukunft des Malers entscheiden sollte, denn auf diese Weise konnte er Kunst in Berlin, München, Straßburg, Paris und anderen Städten studieren und sich vom Dekorationsmaler in einen freien Künstler verwandeln.

Während sich Johan Albin Johansson in den ersten Jahren an Details in seinen Malereien festhielt, entwickelte sich seine Kunst im Laufe seiner Reisen, einer Kunst, der man in seinen Gemälden nahezu folgen kann. Bei seinen Aufenthalten in Deutschland näherte Johansson sich dem deutschen Impressionismus um später in Frankreich über Paul Cézanne und Edvard Munch zu einem sehr persönlichen Expressionismus zu finden. Nach einem Aufenthalt in Italien wich Johansson dann von den kräftigen Farben ab und fand mit einer reichen, jedoch weichen, Farbskala seine wahre Stärke als Künstler, die er während seines späteren Schaffens beibehält.

Ab den 20er Jahren und mit der Gruppe „de 12“, entwickelte sich Johan Albin Johansson zu einem der bedeutendsten modernen Maler Skånes, auch wenn seine Werke, neben Paris, Venedig oder Brüssel, vor allem in Deutschland ausgestellt wurden, wo seine Landschaftsbilder aus Skåne sehr gefragt waren, da es dem Künstler auch im Expressionismus noch gelang die Landschaft hervortreten zu lassen und dem Betrachter eine Stimmung näher bringen konnte. Die Gemälde Johanssons, der am 6. Mai 1951 in seiner Heimatstadt Lund starb, findet man heute in allen größeren Kunstmuseen des Landes, unter anderem im Nationalmuseum in Stockholm und im Kunstmuseum in Göteborg, auch wenn die letzte komplettere Ausstellung seiner Werke mittlerweile in die 80er Jahre zurückreicht.


1. März 1593: Die Kirchen-Versammlung von Uppsala 
1. März 1638: Die erste schwedische Kolonie in Amerika 
1. März 1884: Der schwedische Schauspieler Harry Bergvall 
1. März 1914: Tor Aulin, der Lehrer von August Strindberg 
1. März 1929: Eine Straßenbahn, die mit Benzin fährt

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 23. November 2013

Der moderne schwedische Künstler Sven Eriksson

Der schwedische Künstler Sven Eriksson, besser bekannt als Sven Erixson oder „X-et“ wurde am 23. November 1899 in Tumba bei Stockholm geboren und begann mit 14 Jahren eine normale Malerlehre. Auf Grund seiner Fähigkeiten sorgte dann jedoch sein Lehrmeister dafür, dass sich Erixson zum Dekorationsmaler ausbilden konnte. Dieser Ausbildung schloss der Künstler eine weitere zum Zeichenlehrer an, die er 1920 abschloss. Sein Interesse fürs Malen führte den Künstler dann nach München, wo er vor allem Kopien malte, jedoch weiterhin der Linie des Dekorationsmalers folgte. Erst bei seiner Studienreise nach Italien und Frankreich im Jahre 1924 entschied sich Eriksson endgültig der freien Malerei zuzuwenden.

Als Sven Eriksson dann 1926 nach Schweden zurückkehrte, hatte er das Glück an der Ausstellung Fri Konst in der Kunsthalle in Göteborg teilnehmen zu können ohne jede jedoch besondere Beachtung zu finden, denn erst als sich die Malergruppe um
X-et" sich in Nio Unga umbenannte, konnte diese in der Liljevalch Kunsthalle ausstellen. Eriksson wurden hier zwei Säle zur Verfügung gestellt in denen er 84 Werke ausstellen konnte. Diese Ausstellung brachte dem Künstler die besten Kritiken und seine Arbeiten wurden mit anderen bedeutenden Kunstwerken in Verbindung gebracht.

Auch wenn bereits die frühen Werke von Sven Eriksson die Persönlichkeit des Künstlers und seine Neigung zur naiven Malerei des Einfachen und des täglichen Lebens neigten, so entwickelte
X-et" seine Stärke erst nach einem längeren Aufenthalt in Spanien, wo er die Werke Goyas entdeckte. Die Verbindung zwischen Realismus und Symbolik, die dieser spanische Künstler zur Perfektion traf, findet man anschließend in sehr vielen Werken Erikssons, der Goya als seinen wahren Lehrmeister betrachtete. Bis heute ist es nicht gelingen X-et" in eine bestimmte Gruppe von nordischen Künstlern einzustufen, da seine Werke keiner einzigen Linie folgen, sondern nur die Persönlichkeit des Künstlers ausdrücken.

23. November 1833: Hausangestellte auf dem Lande in Schweden 
23. November 1904: Die Skansen Kronan in Göteborg

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 30. März 2013

Filip Månsson und die öffentliche Kunst Schwedens

Als der schwedische Künstler Filip Månsson am 30. März 1933 in Saltsjöbaden starb, hinterließ er seine Kunstwerke über ganz Schweden verteilt, oft vor den Augen einer Vielzahl an Personen, die diese Werke täglich sehen ohne auch nur einen Gedanken an sie zu verschwenden und ohne je zu wissen wer diese Kunstwerke im öffentlichen Raum und in Kirchen hinterlassen hat. Kaum ein Künstler wird nämlich weniger beachtet als ein Dekorationsmaler wie Filip Månsson.

Filip Månsson, der am 5. März 1864 geboren worden war, hatte eine normale Lehre als Maler bei seinem Vater hinter sich, als er sich dazu entschied erst an der Technischen Hochschule in Stockholm ein Studium zu beginnen, das er jedoch bereits im Alter von 23 Jahren gegen die Kunstakademie austauschte an der er sich zehn Jahre lang zum Künstler ausbildete. Während eines Aufenthalts in Finnland entdeckte Månsson dann die Dekorationsmalerei, die ihn besonders beeindruckte und die anschließend seine Spezialität wurde.

Filip Månsson gelang es sehr bald die alten traditionellen Techniken der Dekorationsmalerei mit den neuesten Erkenntnissen zu verbinden und seinen eigenen Stil zu schaffen. Da der Künstler eine Vorliebe für orientalische Arabesken und die sehr frühe Kirchenmalerei zeigte, werden seine Bilder von den Betrachtern oft als wesentlich älter eingestuft als sie tatsächlich sind und nur Kunstkenner sehen auf einen Blick die Persönlichkeit Månssons. Die unbewusst am häufigsten gesehenen Malereien Månssons findet man in der Eingangshalle des Stockholmer Hauptbahnhofs und der Halle des Göteborger Hauptbahnhofs. Einige seiner Arbeiten kann man auch im Museum in Malmö und dem Skissernas Museum in Lund entdecken.


30. März 1926: Ingvar Kamprad und das schwedische Imperium Ikea 
30. März 1976: Dampferfahrt auf dem schwedischen See Mjörn

Copyright: Herbert Kårlin

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