Posts mit dem Label Kunsthalle werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kunsthalle werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 23. November 2013

Der moderne schwedische Künstler Sven Eriksson

Der schwedische Künstler Sven Eriksson, besser bekannt als Sven Erixson oder „X-et“ wurde am 23. November 1899 in Tumba bei Stockholm geboren und begann mit 14 Jahren eine normale Malerlehre. Auf Grund seiner Fähigkeiten sorgte dann jedoch sein Lehrmeister dafür, dass sich Erixson zum Dekorationsmaler ausbilden konnte. Dieser Ausbildung schloss der Künstler eine weitere zum Zeichenlehrer an, die er 1920 abschloss. Sein Interesse fürs Malen führte den Künstler dann nach München, wo er vor allem Kopien malte, jedoch weiterhin der Linie des Dekorationsmalers folgte. Erst bei seiner Studienreise nach Italien und Frankreich im Jahre 1924 entschied sich Eriksson endgültig der freien Malerei zuzuwenden.

Als Sven Eriksson dann 1926 nach Schweden zurückkehrte, hatte er das Glück an der Ausstellung Fri Konst in der Kunsthalle in Göteborg teilnehmen zu können ohne jede jedoch besondere Beachtung zu finden, denn erst als sich die Malergruppe um
X-et" sich in Nio Unga umbenannte, konnte diese in der Liljevalch Kunsthalle ausstellen. Eriksson wurden hier zwei Säle zur Verfügung gestellt in denen er 84 Werke ausstellen konnte. Diese Ausstellung brachte dem Künstler die besten Kritiken und seine Arbeiten wurden mit anderen bedeutenden Kunstwerken in Verbindung gebracht.

Auch wenn bereits die frühen Werke von Sven Eriksson die Persönlichkeit des Künstlers und seine Neigung zur naiven Malerei des Einfachen und des täglichen Lebens neigten, so entwickelte
X-et" seine Stärke erst nach einem längeren Aufenthalt in Spanien, wo er die Werke Goyas entdeckte. Die Verbindung zwischen Realismus und Symbolik, die dieser spanische Künstler zur Perfektion traf, findet man anschließend in sehr vielen Werken Erikssons, der Goya als seinen wahren Lehrmeister betrachtete. Bis heute ist es nicht gelingen X-et" in eine bestimmte Gruppe von nordischen Künstlern einzustufen, da seine Werke keiner einzigen Linie folgen, sondern nur die Persönlichkeit des Künstlers ausdrücken.

23. November 1833: Hausangestellte auf dem Lande in Schweden 
23. November 1904: Die Skansen Kronan in Göteborg

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 2. April 2013

Der schwedische Künstler Lars Lerin

Der am 2. April 1954 in Munkfors geborene Lars Lerin gehört heute zu den bedeutendsten Künstlern Schwedens, die, neben der Grafik, vor allem wegen ihrer Aquarelle bekannt wurden. Die Werke des Künstlers können das ganze Jahr über in der Lars Lerin Kunsthalle in Karlstad betrachtet werden, wo ihm ein Dauerplatz gewidmet ist. Seine Aquarellmalereien wurden bereits in den bedeutendsten Museen zahlreicher Länder ausgestellt, wobei der Künstler im gesamten nordischen Raum als einer der bedeutendsten Gegenwartskünstlern gilt.

Lars Lerin wuchs im nördlichen Värmland auf und studierte erst an der Gerlesborgsskolan Malerei, ein Studium, das er von 1980 bis 1984 an der Kunsthochschule Valand in Göteborg fortsetzte. Der Künstler benutzt für seine Landschaftsbilder aus dem Värmland und den Lofoten sehr weiche und gefühlsbetonte Farben, die selbst einem Kahlschlag oder einem Betonbau noch Leben verleihen. Seine Motive reichen von verträumten Landschaften bis zu verlassen Dörfern und Mehrfamilienhäusern.

Wer nicht die Chance hat die Aquarelle Lars Lerins in einem Museum oder einer Kunsthalle zu betrachten, hat auch die Möglichkeit eines seiner über 50 von ihm geschriebenen und illustrierten Bücher zu kaufen, die nahezu ausschließlich in seinem eigenen Verlag Syntryck erschienen sind und zu den Gegenden und Landschaften führen, die der Künstler entdeckte. Die Filmerin Sara Broos drehte 2012 eine Dokumentation über Lars Lerin, die auch offen auf alle früheren Drogenprobleme des Künstlers eingeht und auch die Schwierigkeiten zeigt, auf die ein homosexueller Künstler noch in den 60er und 70er Jahre stieß.


2. April 1957: LIN, die schwedische Fluggesellschaft Linjeflyg 
2. April 1974: Håkan Hellström, Musik aus Schweden

Copyright: Herbert Kårlin