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Mittwoch, 16. November 2011

Expressen, die Zeitung gegen den Nationalsozialismus

Die schwedische Abendzeitung Expressen erschien erstmals am 16. November 1944 und sollte den nationalsozialistischen Strömungen der schwedischen Pressewelt einen Gegenpol bieten. Um das Aftonbladet, das sich in seinen Artikeln extrem nazifreundlich zeigte, auszustechen, sollte Expressen, auf Wunsch des ersten Chefredakteurs, Carl-Adam Nycop, nicht nur gegen Die Hitlerpropaganda arbeiten, sondern auch durch eine große Anzahl an Fotos eine breite Leserschicht anziehen.

Der Expressen gehörte vom ersten Tag an dem Bonnierskonzern, der während der Kriegsjahre und den Folgejahren ein fortschrittliches Denken hatte, was sich auch am Expressen zeigte, der die ersten Jahre von der amerikanischen und britischen Sensationspresse inspiriert war. Um eine Sensation am schnellsten zu veröffentlichen, stellte Bonniers einen bedeutenden Stab an Journalisten ein, deren Hauptaufgabe es war sensationelle, jedoch wahre, Neuigkeiten zu beschaffen, was sich jedoch im Laufe der Jahre immer mehr dazu entwickelte, dass der Wahrheitsgehalt dabei teilweise auf der Strecke blieb.

Expressen ist heute, nach dem Aftonbladet, die zweitgrößte Abendzeitung Schwedens und spricht vor allem den „Mann auf der Straße“ an, der in kurzen Artikeln und möglichst bebildert die Skandale der Oberschicht sucht. Auch wenn Expressen seit den 90er Jahren immer weiter politisch nach rechts gedriftet ist, deckten einige Journalisten immer wieder heiße Eisen der Gesellschaft auf, hatten jedoch wegen Falschmeldungen auch zahlreiche rechtliche Probleme. Teile des Expressen werden auch in den Abendzeitungen GT und Kvällsposten übernommen, die ebenfalls zu Bonniers gehören.

16. November 1779: Pehr Kalm, ein Apostel des Botanikers Carl von Linné
16. November 1912: Volksbildung wird in Schweden zur Arbeiterbewegung


Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Donnerstag, 3. November 2011

Die Göteborgs-Tidningen (GT) erscheint zum ersten Mal

Am 3. November 1902 pünktlich um 12 Uhr erschien die erste Nummer der Göteborgs-Tidningen (GT), einer Abendzeitung, die den Raum Westschweden abdeckt. Die Zeitung wurde grundsätzlich auf rosa Papier gedruckt, bis denn am 16. Mai 1951 die Papierfabrik die Herstellung von rotem Zeitungspapier mangels Nachfrage einstellte. Die Farbe des rosa Papiers führte dazu, dass die Göteborgs-Tidningen im allgemeinen nur „den lilla röa“ oder einfach „den röa“ bezeichnet wurde.

Zu Beginn war die Göteborgs-Tidningen eine Zeitung, die wochentags jeweils im Laufe des Vormittags auf den Markt kam. Als dann jedoch die Göteborgs Handels- och Sjöfartstidning (GHT) Ende der 40er Jahre morgens zu den Händlern kam, so stellte auch die GT auf das morgendliche Erscheinen um. Durch den großen Verkaufserfolg kam dann ab dem 29. August 1915 die Göteborger Tidningen auch mit einer Sonntagsnummer auf den Markt, wobei die Umstellung zum heutigen Tabloidformat im Jahre 1942 erfolgte.

Während die Göteborgs-Tidningen ursprünglich eine rein lokale Zeitung war, wobei sie einige Jahre lang unter dem Namen IDag erschien, da sie eine Einheit mit der Kvällsposten aus Skåne bildete, bis diese sich wieder selbstständig machte, so änderte sich der Inhalt ab 1998 bedeutend. In diesem Jahr wurde die GT, wie sie heute ausschließlich genannt wird, vom Bonnier-Konzern übernommen und mit der Abendzeitung Expressen verknüpft, was dazu führte, dass der Lokalteil schrumpfte, die Artikel kürzer wurden und sich die inhaltliche Tendenz nach Mitte bis Rechts verlagerte.

3. November 1896: Gustaf Tenggren, von Trollen zu Disneys Pinocchio
3. November 1911: Der schwedische Kapellmeister William Lind 

Copyright: Herbert Kårlin