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Dienstag, 24. Januar 2012

Das Toleranzedikt erlaubt die Ausübung anderer Religionen

Am 24. Januar 1781 erließ der schwedische König Gustav III. das sogenannte Toleransediktet, das allgemein als Beginn einer gewissen Religionsfreiheit in Schweden betrachtet wird. Nach dem Toleransedikt durften erstmal Christen, die nicht der schwedischen Staatsreligion folgten, in Schweden ihre Religion beibehalten und in ihrem geschlossenen Kreis ausüben. Jede Art von Missionierung war jedoch weiterhin unter Strafe gestellt, wobei diese Christen auch nicht die schwedische Staatsangehörigkeit erhalten konnten. Der Papst nutzte dieses Edikt unmittelbar um ein apostolisches Vikariat in Schweden einzurichten.

Nur ein Jahr später unterzeichnete Gustav III. dann auch das Judereglementet, das die Situation der Juden in Schweden regelte. Diese Bestimmungen regelten die Einwanderung und den Aufenthalt der Juden im Lande. Sie durften sich allerdings nur in Stockholm, Göteborg und Norrköping niederlassen und nur dort ihren Gewerbe nachgehen. Alle Handwerkberufe, die von einer Gilde geregelt waren, waren ihnen verboten, wie auch jeder Markthandel außerhalb der ihnen zugeteilten Städte. Auch die Juden konnten jedoch nicht schwedische Staatsbürger werden.

Bis zu den Dissenterlagarna im Jahre 1860, als erstmals der Begriff „Svenska Kyrkan“ genannt wird und dem Folgegesetz im Jahre 1873 lockerten sich dann die Bestimmungen Schritt für Schritt, nicht zuletzt deshalb, weil Königin Josefina es bereits 1837 durchgesetzt hatte, dass in Stockholm eine katholische Kirche gebaut wurde. Ab 1873 konnten dann auch Schweden aus der Staatskirche austreten, vorausgesetzt, sie schlossen sich unmittelbar einer vom König zugelassenen christlichen Kirche an. Erst 1951 wurde in Schweden dann tatsächlich die Religionsfreiheit gewährt.

24. Januar 1954: Der Frufridagen in Schweden, ein freier Tag für die Frau

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 4. August 2011

Raoul Wallenberg, ein schwedischer Held

Am 4. August 1912 wurde Raoul Gustaf Wallenberg in Kappsta auf Lidingö geboren, ein Mann, der weniger durch seine Berufe bekannt wurde, sondern vielmehr wegen seiner Rettungsaktionen während des Zweiten Weltkrieges, die Tausende von ungarischen Juden vor der Deportation und dem Tode retteten. Raoul Wallenberg sorgte, unter anderem, dafür, dass zwischen Juli 1944 und Januar 1945 möglichst viele Juden in Ungarn mit schwedischen Pässen und anderen Ausweispapieren versorgt wurden um damit ausreisen zu können.

Als 1944 die neu gewählte ungarische Regierung mit Deutschland zusammenzuarbeiten begann, entschloss sich das amerikanische War Refugee Board, gemeinsam mit dem neutralen Schweden, eine Person nach Ungarn zu schicken, die von dort aus berichten konnte, aber um auch gleichzeitig den ab dieser Zeit von der Ausrottung bedrohter Juden zu helfen. Raoul Wallenberg erhielt damit die Genehmigung 4500 Familienpässe zu vergeben, die jeweils bis zu fünf Personen, also rund 20.000 Juden die Ausreise nach Schweden garantierte.

Als ab Januar 1945 die Russen die Macht in Ungarn übernahmen, wollte Raoul Wallenberg unmittelbar mit den neuen Machthabern diskutieren und seine Rolle in Ungarn erklären. Während die ersten Tage unter der russischen Bestzung noch nachzuvollziehen sind, so weiß man anschließend nur noch, das Raoul Wallenberg am 17. Januar von den Sowjets festgenommen wurde. Danach verschwindet nahezu alle Spuren, außer einem Hinweis in einem russischen Rapport, nach dem Wallenberg im Jahre 1947 verstorben sei. Alle Nachforschungen nach dem Kriege verliefen ohne jedes Ergebnis.

4. August 1892: Der schwedische Erfinder Bo Kalling
4. August 1979: Der Stockholm Marathon wird zum Erfolg

Copyright: Herbert Kårlin