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Sonntag, 23. September 2012

Katharina von Sachsen-Lauenburg, Königin von Schweden

Am 23. September 1535 starb Katarina von Sachsen-Lauenburg, die am 24. September  1513 im deutschen Ratzeburg geboren wurde und an ihrem Geburtstag, nur 18 Jahre später, in Stockholm den legendären König Gustav Vasa geheiratet hatte und damit die erste von drei Frauen des Monarchen geworden war. Allerdings handelte es sich bei dieser Ehe um keine Liebesehe, sondern eher eine politische Spekulation, die die Macht und den Einfluss von Gustav Vasa stärken sollte.

Durch die Ehe mit Katarina von Sachsen-Lauenburg hoffte Gustav Vasa wieder mit dem Bjälbo-Geschlecht in Verbindung gebracht zu werden, wenn auch über den Umweg über die Großmutter Katarinas, zum anderen bot ihm die Verbindung zum norddeutschen Fürstengeschlecht wichtige Verbindungen und zum dritten war die Schwester Katarinas mit dem dänischen König Kristian III. verheiratet, wodurch Dänemark zu einem befreundeten Land werden sollte. Auch wenn die Ehe nur wenige Jahre dauerte, so ging aus ihr der Thronfolger Erich XIV. hervor.

Katarina von Sachsen Lauenburg wird als Frau beschrieben, die sich in Schweden unglücklich fühlte und über alles klagte was Schwedisch war. Noch bevor es jedoch zu einer eventuellen Trennung oder zumindest bedeutenden Spannungen kommen konnte, fiel die Königin bei einer Tanzveranstaltung im Jahre 1535 so unglücklich, dass sie erst bettlägerig wurde und am 23. September des gleichen Jahres starb. Unmittelbar nach dem Tode Katarinas verbreitete sich das Gerücht Gustav Vasa habe sie erschlagen, was viele für glaubwürdig hielten, da auch Gustav Vasa mit der Ehe nicht sehr zufrieden war. Untersuchungen des Schädels von Katarina konnten allerdings dieses Gerücht nicht bestätigen.


23. September 1885: Kristina Nillsons Gesang verursacht 20 Tote in Stockholm
23. September 1934: Per Olov Enquist und die interpretierte Wirklichkeit im Roman
23. September 1963: Tystnaden, das Schweigen, von Ingmar Bergman 

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 2. August 2011

Katarina von Vadstena und der Namenstag Karins

Der Vorname Katarina gehört noch heute zu den häufigsten 25 weiblichen Vornamen Schwedens, auch wenn man hierzu nicht nur Katarina, sondern auch die Abwandlungen Katrin, Karin, Katja und Kajsa rechnet. Um jedoch seinen Namenstag am richtigen Tag zu feiern, muss man wissen nach welcher Katarina man seinen Namen erhielt, denn am 2. August wird nur Katarina von Vadstena gefeiert und nicht Katarina von Alexandrien.

Katarina von Vadstena war die Tochter der Heiligen Birgitta, die als Gründerin des Klosters Vadstena betrachtet wird, wobei die Tochter im Jahre 1350 ihrer Mutter nach Rom folgte und dort mit ihr in Armut und in klosterähnlicher Weise lebte. Nach dem Tod der Heiligen Birgitta brachte Katarina von Vadstena die Reliquien der Mutter zurück nach Schweden, kehrte dann jedoch anschließend zurück nach Rom um dort die Formalitäten für die Ordensgründung zu regeln. Ähnlich ihrer Mutter hatte auch Katarina von Vadstena zahlreiche Eingebungen und wurde am 1. August 1489 selig erklärt.

Vadstena, ein Ort am Weststrand des Sees Vättern, war bereits zur schwedischen Eisenzeit bewohnt und ab 1100 eine wichtige Etappe auf dem Pilgerweg nach dem norwegischen Trondheim mit dem Heiligen Olav. Das Birgitta Kloster wurde 1346 an der Pilgerstraße gegründet, jedoch bereits 200 Jahre später von Gustav Vasa geschlossen und einige Jahre später mussten auch sämtliche Nonnen das Kloster verlassen. Erst 1954 konnte das Vadstena-Kloster, mit Ausnahme der Klosterkirche, wieder seine ursprüngliche Bestimmung finden und 1991 bekam die wenige Jahre vorher als Pax Mariae Kloster ernannte Einrichtung wieder eine Priorin. Das Kloster bietet heute auch touristische Übernachtungsmöglichkeiten.

2. August 1794: Kaffee wird in Schweden verboten
2. August 1951: Freddie Wadling, vom Punk zur Ballade 

Copyright: Herbert Kårlin