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Sonntag, 4. Februar 2018

Der Künstler und Graphiker Nils Wedel

Nils Wedel kam am 4. Februar 1897 als Sohn eines Werkmeisters in Göteborg zur Welt und entschied sich sehr früh für eine künstlerische Laufbahn, denn bereits 1915 besuchte er die damalige Kunsthandwerkliche Schule in Göteborg und studierte unter Albert Eldt die Malerei. Da die Kunst jedoch keine sichere Zukunft bot, studierte Wedel gleichzeitig die handwerkliche Lithografie und Buchherstellung. Nach dem Ende seiner Ausbildung unternahm Wedel, wie zu jener Zeit üblich, eine Studienreise nach Dänemark und nach Frankreich, wo er 1919 und 1920 an der Académie Moderne seine künstlerische Lehre fortsetzte.

Im Jahr 1928 ließ sich Nils Wedel dann in Malmö nieder und schuf dort einige seiner bedeutendsten Werke, die zu Beginn stark vom Kubismus geprägt waren, der ihn bereits während seines Aufenthalts in Paris fasziniert hatte, um dann seinen Stillleben und Abstraktionen den Surrealismus hinzuzufügen. Da Wedel nie ganz auf den Surrealismus überging, behielt er einen sehr persönlichen Ausdruck in seinen Werken, die man heute in allen bedeutenden Museen Schwedens finden kann, unter anderem auch im Nationalmuseum in Stockholm und im Kunstmuseum Göteborgs. Als da bedeutendste Werk von Wedels gilt das Gemälde Sadismus und Okkupation, das er während des Zweiten Weltkriegs verwirklichte.

Trotz seines enormen Erfolges als Künstler und seiner Aufgabe als Lehrer an der Kunstschule in Göteborg, wollte Nils Wedel auch seine handwerklichen Fähigkeiten nicht zur Seite legen, sondern arbeitete auch als Lithograph, verwirklichte Holzschnitte und arbeitete mit Aquatinta. Nachdem sich Nils Wedel 1958 mit seiner Frau, einer Textilkünstlerin, auf Orust im Bohuslän niedergelassen hatte, arbeitete der Künstler mehrmals mit Theaterdekorationen und zeigte sich als ausgezeichneter Plakatkünstler, da er künstlerisches Schaffen und Vermittlung von Information sehr gut kombinieren konnte. Nils Wedel starb am 17. Juli 1967 im Alter von 70 Jahren auf Orust.


4. Februar 1740: Carl Michael Bellman, der Nationalskalde Schwedens 
4. Februar 1862: Hjalmar Hammarskjöld, ein Jurist als Ministerpräsident
4. Februar 1871: Die schwedische Schauspielerin Gerda Lundequist
4. Februar 1991: Die schwedische Partei Ny Demokrati (NyD)
4. Februar 1995: Maria Leissner und die Wendung der schwedischen Volkspartei 
4. Februar 2002: Sigvard Bernadotte verzichtet auf Titel und Thron
4. Februar 2005: Nils Egerbrandt und Soldat 91:an Karlsson
4. Februar 2009: Der Tag des Wolfes in Schweden 
4. Februar 2011: Lena Nyman und die sündige Filmwelt Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 6. Dezember 2015

Das Valhallabadet (Walhallabad) in Göteborg

Die Idee für den Bau eines Hallenbad entstand in Göteborg bereits im Jahre 1931, was zu einer Projektplanung im Jahre 1936 führte. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde der Plan dann allerdings auf Eis gelegt um erst 1952 wieder aufgenommen zu werden. Der Stadtrat Göteborgs hatte sich bereits auf den Namen Valhallabadet geeinigt und entschieden dass das Hallenbad dort gebaut werden sollte wo sich die Schrebergärten Burgården befanden, die ersten Schrebergärten Göteborgs. Es sollte jedoch weitere vier Jahre dauern bis dann das Valhallabadet am 6. Dezember 1956 eingeweiht werden konnte um am kommenden Tag für die ersten Badegäste öffnen zu können.

Dass man in Göteborg ein Hallenbad errichten wollte, hatte mehrere Gründe gleichzeitig, denn zum einen wuchs die Bevölkerung der Stadt in den 20er und 30er Jahren überdurchschnittlich schnell an und immer mehr Personen wohnten in Miethäusern in denen es keine Badezimmer gab, zum anderen wollte man in Göteborg eine Alternative zu den erfolgreichen Kaltbadhäusern an der Küste bieten und zum dritten kämpfte Sixten Högberg, der Gründer eines Göteborger Schwimmklubs, jahrzehntelang um ein Hallenbad, das den Schwimmsport ganzjährig ermöglichte und Sportlern aus Göteborg die Möglichkeit geben konnte sich auf internationale Wettbewerbe vorzubereiten.

Der Architekt Nils Olsson, der leider starb bevor sein Projekt der Öffentlichkeit übergeben werden konnte, wollte indes kein gewöhnliches Hallenbad schaffen, sondern er dachte auch an Tribünen und beauftragte den Künstler Nils Wedel mit der Mosaikarbeit, die man an den Wänden des Bades finden kann. Auch wenn das Bad von der ersten Stunde stark besucht war, kam der Rekord im Jahre 1972, denn man zählte in diesem Jahr 760.000 Besucher, doppelt so viele wie ursprünglich für das Valhallabadet vorgesehen waren. 2013 wollte die Stadt Göteborg das Valhallabadet abreißen um den Platz „sinnvoller“ zu nutzen, ein Plan, der sich dank des Widerstands der Bürger letztendlich zerschlug.


6. Dezember 1723: Freiherr Carl Sparre und Gustav III.
6. Dezember 1829: Baltzar von Platen, der Gründer des Göta Kanals
6. Dezember 1830: Die Entstehung des schwedischen Aftonbladet
6. Dezember 1885: Birger Sjöberg, vom Volkslied zum Modernismus
6. Dezember 1906: Das Oscarsteater in Stockholm wird eingeweiht
6. Dezember 1984: Prinzessin Sofia Hellqvist und Prinz Carl Philip 

Copyright: Herbert Kårlin