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Freitag, 26. Dezember 2014

Johan Albrecht Pripp und die legendären Pripps Brauereien

Johan Albrecht Pripp kam am 26. Dezember 1795 in Göteborg zur Welt und arbeitete ab seiner Jugend bei der Brauerei Frosten Svanander bei Lilla Bommen. Seinen Traum von einer eigenen Brauerei konnte Pripp sich dann 1828 erfüllen indem er die Bremerska Brauerei, ebenfalls in Göteborg, übernahm, die Brauerei, die sich wenig später in die Pripps Brauerei verwandeln sollte und bereits 1840 als die größte Brauerei Göteborgs galt. Johan Albrecht Pripp benötigte für diese Entwicklung gerade einmal sieben Jahre, denn er war erst 1833 in die Gilde der Bierbrauer aufgenommen worden und hatte daher 1828 noch nicht alle Rechte.

Die Brauerei Pripps, die zeitweise die größte Brauerei Schwedens war, wurde zwar von Johan Albrecht Pripp gegründet, wuchs jedoch insbesondere durch mehrere Fusionen und erwarb seinen Ruf als der Sohn des Gründers, der in Deutschland das Brauwesen studiert hatte, die Brauerei übernahm. Im Jahre 1879 verwandelte sich die Pripps Brauerei in eine Aktiengesellschaft und entglitt damit mehr und mehr der Familie Pripp. Bedeutend war jedoch das Warenzeichen Pripp, das auf den Gründer zurückging, unter dem im 20. Jahrhundert auch Biere anderer schwedischer Brauereien verkauft wurden.

Als die Pripps Brauereien im Jahre 1973 das 150-jährige Jubiläum feierten, kam zu diesem Anlass selbst König Carl XVI. Gustaf nach Göteborg. Aber bereits ein Jahr später übernahm der schwedische Staat die Pripps-Brauerein, was jedoch als Anfang des Endes des rein schwedischen Unternehmens werden sollte, denn kaum zehn Jahre später verkaufte die Regierung Pripps an Volvo und schließlich übernahm die dänische Brauerei Carlsberg Pripps. Carlsberg schloss mittlerweile sämtliche Brauereianlagen in Göteborg und behielt in Schweden lediglich die Falcon Brauerei in Falkenberg. Ausschliesslich das Warenzeichen Pripps lebt auch unter dänischer Regie weiter.


26. Dezember 1302: Valdemar Birgersson, der liebestolle König Schwedens
26. Dezember 1302: Valdemar Birgersson, der Frauenheld unter den Königen
26. Dezember 1849: Der schwedische Schriftsteller Samuel Johan Hedborn
26. Dezember 1925: Die Uppståndelsekapellet im Stockholmer Waldfriedhof
26. Dezember 1965: Der Film Att angöra en brygga von Hasse und Tage

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Donnerstag, 17. Mai 2012

Der erste Lastwagen Schwedens liefert Bier

Am 17. Mai 1900 fuhr der erste Lastwagen auf schwedischen Straßen, wobei die Strecke nicht gerade lang war, denn die Göteborger Brauerei Pripps benutzte das Fahrzeug an diesem Tag nur für eine Lieferung von Göteborg nach Kungsbacka. Dieser erste Lastwagen war noch aus Deutschland importiert worden und Pripps wollte vor allem wissen, ob es denn rentable und sinnvoll sei die Pferdewagen durch Motorenkraft zu ersetzen. Das Ergebnis war überzeugend.

Auch wenn Pripps beim Kauf dieses ersten Lastwagens nur an eigene wirtschaftliche Interessen dachte, so setzte dieser Kauf eine Revolution in Gang, da andere Unternehmen des Landes dieses Kauf als Reklameaktion sahen bei der die Brauerei zeigen wollte wie modern und fortschrittlich sie doch sei. In sehr kurzer Zeit kauften daher mehrere Firmen deutsche Lastwagen für ihre Lieferungen und nicht weniger als drei schwedische Unternehmen begannen eigene Lastwagen zu produzieren.

Bereits 1901 baute die Söderbloms Gjuteri AB einen mit Dampf betriebenen Lastwagen und einen Bus. Ein Jahr später folgte ein Lastwagen von Vabis in Södertälje und 1903 folgte das Unternehmen, das schwedische Lastwagen weltweit zu einem Begriff machte, denn der erste Scania-Lastwagen, der zudem nicht auf Dampf, sondern Benzin angewiesen war, verließ das Werk in Malmö. Den ersten Auftrag für einen Lastwagen bekam Scania von Ystad-Eslöfs Järnväg AB und in den Folgejahren wurden dann pro Jahr vier oder fünf weitere Lastwagen ausgeliefert.


17. Mai: 1788: Das Dramaten in Stockholm, das Nationaltheater Schwedens 

Copyright: Herbert Kårlin