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Dienstag, 6. Dezember 2016

Die schwedische Textilkünstlerin Maria Adelborg

Maria Adelborg kam am 6. Dezember 1849 als Tochter eines Kommandeurs in Karlskrona zur Welt. Obwohl die Textilkünstlerin für die schwedische Kunst eine ebenso wichtige Rolle spielt wie ihre Schwester Ottilia Adelborg, ist über sie heute weitaus weniger bekannt als die sechs Jahre jüngere Schwester. Die ersten Spuren als Textilkünstlerin hinterlässt Adelborg 1886, als sie bei der legendären Textilkünstlerin Selma Giöbel als Musterzeichnerin beschäftigt war. Giöbel war dafür bekannt nur exklusive und ausgewählte Textilkunst zu bieten, was darauf schließen lässt, dass Adelborg vor dieser Beschäftigung eine künstlerische Ausbildung erhalten hatte.

Im Jahre 1889 unternahm Maria Adelborg mit Hilfe eines Stipendiums eine Studienreise nach Holland und nach Frankreich und 1895 eine weitere Studienreise nach England, was der Künstlerin ein sehr breites Wissen über die Textilkunst Europas bot. Im Jahre 1900 begann Adelbord dann für den Verein Handarbetets Vänner zu arbeiten, den Sophie Adlersparre bereits 1874 gegründet hatte und in dem auch Selma Giöbel aktiv war, wobei die Textilkünstlerin allerdings bereits 1894 wegen ihrer hohen Leistungen mit dem Sofie Adlersparre Preis ausgezeichnet worden war.

Maria Adelborg zählt heute mit zu den Textilkünstlern, die den Weg zu einer modernen Textilkunst öffneten, da sie den Farben einen wichtigen Stellenwert gab und Ornamente schuf, die sowohl in der profanen als auch der kirchlichen Kunst ihren Durchbruch hatte. Die Motive holte Adlersparre insbesondere aus der altnordischen Kunst und dem Mittelalter, wobei sie sich dabei der nationalromantischen Strömung Schwedens anpasste. Zu den bekanntesten und künstlerisch wertvollsten Werken gehören die Alben, beziehungsweise Stolen, die die Künstlerin für die Sofiakyrkan in Stockholm schuf. Ihr Trollteppich bei dem Adelborg mit alten Zauberzeichen der Trolle arbeitete, ist leider in Privatbesitz, ebenfalls ein einzigartiges Werk der Künstlerin, die am 23. April 1940 in Gagnef starb.


6. Dezember 1723: Freiherr Carl Sparre und Gustav III.
6. Dezember 1829: Baltzar von Platen, der Gründer des Göta Kanals
6. Dezember 1830: Die Entstehung des schwedischen Aftonbladet
6. Dezember 1885: Birger Sjöberg, vom Volkslied zum Modernismus
6. Dezember 1906: Das Oscarsteater in Stockholm wird eingeweiht
6. Dezember 1956: Das Valhallabadet (Walhallabad) in Göteborg
6. Dezember 1984: Prinzessin Sofia Hellqvist und Prinz Carl Philip 

Copyright: Herbert Kårlin

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Donnerstag, 19. März 2015

Die Schriftstellerin und Künstlerin Ottilia Adelborg

Als Ottilia Adelborg am 19. März 1936 im Alter von 80 jahren in Gagnef in Dalarna starb, war sie eine der bekanntesten Künstlerinnen und Kinderbuchschriftstellerinnen Schwedens, die Elsa Beskow beeinflusst hatte und deren Texte zum Teil von Alice Tegnér vertont wurden. Heute ist Adelborg nahezu in Vergessenheit geraten, obwohl ihre Blumenzahlen immer noch als Postkarte verkauft werden und sich in Gagnef das Ottilia Adelborg Museum befindet, in dem man sehr viele Werke der Künstlerin finden kann, die dem Kinderbuch Schwedens ein neues Gesicht gab.

Ottilia Adelborg war am 6. Dezember 1855 als Tochter eines Kapitäns zur See in Karlskrona geboren worden. Als Künstlerin machte sich Adelborg erstmals 1896 bemerkbar, als sie in der Lundgrens Kakelfabrik in Stockholm Dekorationen für Tonservice entwarf und, parallel dazu, Designs für Vasen, Leuchter und anderen Tonwaren in Höganäs zeichnete. Die Zeit zwischen ihrer Ausbildung an der Akademie der Freien Kunst, die sie 1884 abschloss, und dem Beginn ihrer künstlerischen Aktivität liegt etwas im Dunkeln, wenn man davon absieht, dass Adelborg bereits 1892 ihr Plakat Blumenalphabet (Prinsarnes blomsteralfabet) gezeichnet hatte, das später zum ABC-Lesebuch und noch später zu einem Adventskalender (julkalender) wurde.

In erster Linie muss man Ottilia Adelborg als Pionierin der gezeichneten Serien für Kinder sehen, die bei ihren Zeichnungen zu Aquarellfarben griff. Aber auch wenn die Bilderbücher Adelborgs als ihre bedeutendsten Werke betrachtet werden, so war sie ab 1903, als sie sich in Gagnef niederließ, auch in anderen Bereichen sehr aktiv, denn sie illustrierte Bücher für Erwachsene, zeichnete Tapetenmuster und gründete dort eine Klöppelschule. Ihre Interessen galten jedoch auch der Kulturgeschichte der Bewohner, die die Künstlerin in Wort und Bild festhielt. Einige Werke von Ottilia Adelborg kann man heute auch im Zornmuseum in Mora finden.


19. März 1488: Johannes Magnus zwischen Katholizismus und Protestantismus 
19. März 1692: Der Bergwerksarzt Johan Moraeus 
19. März 1863: Alfred Hellerström, der Baumeister Helsingborgs 
19. März 1896: Der streitbare Philosoph Fredrik Georg Afzelius 
19. März 1910: Der schwedische Sozialmediziner und Sexologe Gunnar Inghe
19. März 1911: Allan Hernelius macht die SvD zum politischen Organ 
19. März 1914: Der Verein der freidenkenden Frauen Schwedens 
19. März 1922: Der erste Vaslauf zwischen Sälen und Mora wird organisiert

Copyright: Herbert Kårlin

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