Freitag, 16. Mai 2014

Carl Zetterström, Mediziner und Wohltäter

Carl Zetterström wurde am 16. Mai 1767 in einem Soldatenlager auf Rödön im Jämtland geboren, besuchte die Frösö Grundschule, ab dem Alter von 12 Jahren das Gymnasium in Härnösand und begann im Jahre 1789 ein Studium an der Universität Uppsala, das er jedoch unterbrach um beim Chemiker und Mediziner Henrik Gahn dem Älteren Privatlehrer zu werden. Dort erwachte Zetterströms Neigung zur Naturwissenschaft und zur Medizin. Als der Student daher nach Uppsala zurückkehrt, studiert er Naturwissenschaft und Medizin, ein Studium, das er 1796 mit einer Kandidatur in Medizin abschloss.

Carl Zetterström blieb als Mediziner an der Universität in Uppsala, erhielt 1813 dort den Titel eines Professors und wurde 1820 Professor in Medizin, eine Arbeit, die er bis zu seinem Tode nachging. Auch wenn sein Einsatz als Professor bemerkenswert war und er einer der wichtigsten Vorreiter für die allgemeinen Impfungen in Schweden war, ging der Arzt nur sekundär als Wissenschaftler in die schwedische Geschichte ein, da seine Arbeit von seinem Hobby überschattet wurde.

Carl Zetterström gehörte in seiner Epoche zu den bedeutendsten Sammlern von Büchern, wobei er seine Raritäten sogar in einer kleinen Kammer der Kathedrale Uppsalas aufbewahrte, weil die Kirche, im Gegensatz zu den Wohnhäusern, aus Stein gebaut war. In seinem Testament vermachte Zetterström seine gesamte Buchsammlung von insgesamt 12.000 Werken seinem Heimatort. Diese Sammlung des Wissenschaftlers war die Grundlage für die Bibliothek Jämtlands und befindet sich seit 1958 in der heutigen modernen Bibliothek der Region in Östersund.


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Copyright: Herbert Kårlin

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