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Dienstag, 2. April 2019

Der Politiker Jacob Magnus Sprengtporten

Jacob Magnus Sprentporten kam am 11. Dezember 1727 im heute finnischen Nyland als Sohn eines Majors zur Welt und schloss sich im Alter von zwölf Jahren der militärischen Abteilung zum Bau von Festungsanlagen an. Sprengtporten arbeitete sich bis zum Fähnrich der Leibgarde hoch bis er 1744 bei Bau der Verteidigungsanlagen und der militärischen Verteidigung Finnlands eingesetzt wurde. Im Jahr 1755 wurde Sprengtporten nicht nur zum Kapitän ernannt, sondern er wurde auch in das königliche Amt zur Planung von Festungen versetzt, wo er unter Augustin Ehrensvärd auch an der Festung Sveaborg arbeitete.

Während des preußisch-schwedischen Krieges in Pommern, der 1757 ausbrach, erhielt Jacob Magnus Sprengtporten eine eigene Einheit, die man als den ersten Jägerverband Schwedens bezeichnen kann, und brachte der schwedischen Krone einige Siege, was ihm den Ruf eines hervorragenden Strategen brachte. Nach dem Sieg wurde Sprentporten königlicher Berater in Verteidigungsfragen und 1766 wurde der Feldherr nicht nur zum Freiherren ernannt, sondern er wurde auch Teil der Festungskommission, die die Verteidigungsmöglichkeiten Finnlands ausarbeitete und letztendlich den Vorschlag Sprengtportens übernahm.

Im Jahr 1772 arbeitete Jacob Magnus Sprengtporten, der am 2. April 1786 in Stockholm starb, gemeinsam mit Gustav III. und Johan Christopher Toll einen Revolutionsplan aus um dem König mehr Macht zu garantieren. Sprengtporten begab sich in diesem Zusammenhang nach Finnland um von dort aus das Militär zur Revolution zu bewegen. Der Plan zeigte sich erfolgreich, auch wenn Sprengtporten mit seinen Soldaten Stockholm nicht mehr zum vorgesehenen Zeitpunkt erreichte und Gustav III. daher die Stadt bereits selbst in seine Hände gebracht hatte. Sprengtporten hatte mit diesem Schritt jedoch die volle Gunst des Königs gewonnen und konnte das Militär weitgehend seinen Ideen anpassen, bis der Widerstand der Offiziere so groß wurde, dass selbst Gustav III. reagieren musste und Sprengtporten sich schließlich in die Pension zurückziehen müsste.


2. April 1796: Die schwedische Künstlerin Ulrika Pasch
2. April 1857: Die schwedische Schriftstellerin Jeanette Stjernström 
2. April 1884: GAN, Gösta Adrian-Nilsson, und die moderne Kunst Schwedens
2. April 1893: Die Oscar Fredriks kyrka in Göteborg
2. April 1900: Gustaf Åkerhielm, Ministerpräsident Schwedens
2. April 1904: Karl Ragnar Gierow holt das europäische Theater nach Schweden
2. April 1954: Der schwedische Künstler Lars Lerin
2. April 1954: LIN, die schwedische Fluggesellschaft Linjeflyg
2. April 1967: Die Stadtbibliothek in Göteborg
2. April 1974: Håkan Hellström, Musik aus Schweden
2. April 1995: Hannes Alfvén, ein Nobelpreisträger als Kernkraftgegner

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 18. April 2018

General Carl Nathanael af Klercker

Carl Nathanael af Klercker, vor der Erhebung in den Adelsstand nur Klerck, kam am 1. November 1734 in Kågeröd in Skåne (Schonen) als Sohn eines Priesters zur Welt. Im Jahr 1748 schrieb sich Klerck an der Universität Lund ein um dort Theologie zu studieren, ohne das Studium jedoch je abzuschließen, denn bereits 1751 meldete er sich freiwillig beim Militär um dort Karriere zu machen. Bis zum Ausbruch des Siebenjährigen Krieges im Jahr 1757 hatte Klerck den Rang eines Kondukteurs erreicht und nur zwei Jahre später war er Adjutant des Oberbefehlshabers Augustin Ehrensvärd.

In den Folgejahren machte Carl Nathanael af Klercker eine schnelle Karriere in der Marine und erhielt 1776 einen der bedeutendsten Aufträge seiner Zeit. Af Klercker sollte die gesamte Geographie Finnlands untersuchen und einen Verteidigungsplan ausarbeiten. Nachdem er diese Arbeit ab 1780 allein durchführen musste, konnte der Oberleutnant erst 1805 seine Arbeiten abschließen und dabei auch ein bedeutendes Kartenmaterial präsentieren. In diesen Jahren gelang es af Klercker zudem die gesamte Flotte zu erneuert, so dass die Verteidigung vom Meer aus bereits ab 1790 so stark war wie nie zuvor.

Als im Jahr 1808 der Finnische Krieg ausbrach war Carl Nathanael af Klercker zwar bereits 73 Jahre alt, aber da Feldmarschall Mauritz Klingspor gerade vom Dienst freigestellt war, musste Generalleutnant af Klercker die gesamte Verteidigung Finnlands vorbereiten. Als  Klingspor dann im März an die Front zurückkehrte, verwarf er die Pläne af Klerckers, was letztendlich zum schwedischen Verlust führte. Als es jedoch ein Jahr später zum Friedensvertrag kam, musst diesen Carl Nathanael af Klercker, der am 18. Aril 1817 in Stockholm starb, unterzeichnen.


18. April 1589: Prinz Johan verzichtet zweimal auf die schwedische Krone
18. April 1647: Der Künstler und Heraldiker Elias Brenner
18. April 1676: Fredrik I., König Schwedens dank seiner Ehefrau
18. April 1759: Thomas Thorild, der revolutionäre Schriftsteller des 18. Jahrhunderts
18. April 1854: Julia Nyberg und die philanthropischen Balladen des 19. Jahrhunderts
18. April 1873: Die Künstlerin Gisela Trapp
18. April 1896: Der Literaturwissenschaftler Henry Olsson
18. April 1896: Henry Olsson und die wissenschaftliche Literaturgeschichte
18. April 1897: Der schwedische Skiläufer Per-Erik Hedlund
18. April 1962: Jan Björklund, der Kultusminister mit militärischem Hintergrund
18. April 1965: Der Priester, der sich für die Homosexualität einsetzt

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 19. September 2014

Der Landesverräter Göran Magnus Sprengtporten

Göran Magnus Sprengtporten starb am 19. September 1819 während eines Aufenthalts im russischen Sankt Petersburg und hatte keines seiner persönlichen Ziele erreicht, auch wenn er mehrere Male kurz vor der Erfüllung stand. Die Ursache seines Versagens lag indes an seiner Überzeugung von allen Seiten übergangen zu werden und er sich für weitaus wichtiger betrachtete als er in der Tat war. Diese Voraussetzung machte ihn überheblich und riskierte die Pläne seiner Arbeitgeber zu kompromittieren. Hinzu kam, dass Sprengtporten unter notorischem Geldmangel litt da er permanent über seinen Verhältnissen lebte.

Göran Magnus Sprengtporten, der am 16. August 1740 in Finnland zur Welt gekommen war, hatte bereits mit 12 Jahren seine militärische Laufbahn begonnen und arbeitete die ersten Jahre unter der Leitung von Augustin Ehrensvärd an den Verteidigungsanlagen Schwedens. Auf Grund seiner Leistungen und einer hohen Intelligenz stieg Sprengtporten sehr schnell im Rang, insbesondere als er sich 1771 als Vertreter der Hüte vehement für die Privilegien des Adels einsetzte. Ohne jeden Anlass hoffte Sprengtporten schließlich wenige Jahre später von Gustav III. als Gouverneur für Finnland eingesetzt zu werden, was ihm hohe Machtbefugnisse und ein hohes Einkommen garantiert hätte. Als Sprengtporten gegen 1781 jedoch einsehen musste, dass er nie eine Spitzenposition erringen würde, kam es zum Bruch mit Gustav III. und der eigenwillige Kriegsherr kehrte zurück zu seinen Gütern nach Finnland.

Dort begann Göran Magnus Sprengtporten dann seinen Plan zur Unabhängigkeit Finnlands zu schmieden und begann gegen den schwedischen König zu intrigieren. Letztendlich kam Sprengtporten dann jedoch zum Schluss, dass er die Unabhängigkeit Finnlands nur mit russischer Hilfe erreichen konnte. Russland hatte zwar schon lange ein Auge auf Finnland geworfen und wollte daher den militärischen Politiker auch gerne als Ratgeber haben, was allerdings nur dazu führte, dass die Regierung Russlands und Sprengporten immer offener anderer Wege gingen und dem schwedischen Feldherr zudem die Rückkehr nach Schweden unmöglich war. Erst 1808, als Schweden und Russland endgültig getrennte Wege gingen, wurde Sprengtporten dann von Russland zum Generalgouverneur Finnlands ernannt, aber bald stellte der Revolutionär fest, dass er in Finnland gehasst war und von Russland bei weitem nicht die erhofften Privilegien erhielt. Nur ein Jahr später zog sich dann der in Schweden als Verräter verurteilte Sprengtporten ganz zurück und gab alle seine Pläne auf.


19. September 1818: Jöns Ljungberg und der Rokokostil des Härjedalen
19. September 1862: Der schwedische Ministerpräsident Arvid Lindman
19. September 1882: Mauritz Björck und 50 Jahre volkstümliche Erzählungen
19. September 1883: Hjalmar Bergman und die fiktive Stadt Wadköping
19. September 1883: Hjalmar Bergman, ein Leben im Zweifel und der Unsicherheit
19. September 1955: Carl Milles, einer der grössten Skulpteure Schwedens
19. September 1981: Die Grünen Schwedens (Miljöpartiet) werden gegründet
19. September 1984: Birgit Th. Sparre, die unbekannte Schriftstellerin

Copyright: Herbert Kårlin