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Mittwoch, 20. März 2019

Prinzessin Louise von Schweden

Louise von Schweden kam am 31. Oktober 1851 als Tochter des Königs Karl XV. und Königin Lovisa in Stockholm zur Welt und war daher Prinzessin von Schweden und Norwegen, da zu jener Zeit beide Länder vom schwedischen König regiert wurden. Im Alter von elf Jahren erhielt Louise von Schweden dann, gemeinsam mit der Mutter, von Nancy Edberg Schwimmunterricht, was der Beginn dafür war, dass in Schweden auch Frauen Schwimmen lernten, was vorher nahezu ausschließlich Männern vorbehalten war.

Das Schicksal von Prinzessin Louise von Schweden wurde stark vom wachsenden Skandinavismus Norwegens, Dänemarks und Schwedens geprägt, trotz der politischen Differenzen dieser Länder. Ab 1864 diskutierten daher der dänische und der schwedische König über eine Möglichkeit einer Ehe zwischen dem dänischen Kronprinzen und Prinzessin Louise von Schweden, da die Alternative eine deutsche Prinzessin gewesen wäre, die weder der dänische König, noch das dänische Volk, als wünschenswert sahen. Ab 1868 lernte Louise dann, bereits verlobt mit dem Kronprinzen, Dänisch, sowie die dänische Literatur, Geschichte und Kultur. Am 28. Juli 1869 fand schließlich im Stockholmer Schloss die Ehe zwischen dem dänischen Kronprinz Fredrik und Prinzessin Louise von Schweden statt.

Auch wenn das dänische Volk von Louise von Schweden begeistert war, so hatte es die nun dänische Kronprinzessin schwer innerhalb des Königshauses, da dort alle, außer ihrem Ehemann, gegen sie arbeiteten und die regierende Königin versuchte die gesamte Aufmerksamkeit auf sich selbst zu lenken. Louise von Schweden akzeptierte die Situation und engagierte sich vor allem in Wohltätigkeitsprojekten und der Kunst. Erst 1906 wurde die Kronprinzessin dann Königin von Dänemark, ohne sich nun jedoch noch in die Politik des Landes zu mischen, auch wenn sie damit sehr vertraut war. Allerdings sollte sie nur sechs Jahre lang im Amt bleiben, da ihr Mann, Fredrik VIII. Bereits 1869 starb. Als letzte Witwenkönig Dänemarks starb Louise von Schweden am 20. März 1926 in Kopenhagen.


20. März 1408: Der Erzbischof Henrik Karlsson
20. März 1413: Landskrona, die Hauptstadt Skånes
20. März 1413: Landskrona wird Stadt und zum Handelszentrum
20. März 1600: Das Blutbad von Linköping
20. März 1600: Hofmarschall Gustav Axelsson Banér wird hingerichtet
20. März 1786: Die Svenska Akademien, die Schwedische Akademie
20. März 1790: Der Justizienstaatsminister Lars Herman Gyllenhaal
20. März 1799: Karl August Nicander, Aufstieg und Fall eines Poeten
20. März 1804: Der schwedische Astronom Nils Haqvin Selander
20. März 1902: Brita af Geijerstam, von Nalle Puh zu Liebesgedichten
20. März 1957: Der schwedische Gitarrist und Sänger Joakim Thåström
20. März 1989: Der Mord an Helén Nilsson in Hörby

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 28. Februar 2019

Die Schlacht bei Helsingborg als Sieg gegen Dänemark

Seit dem Frieden von Roskilde im Jahr 1658 wollte Dänemark ihre einstigen Besitztümer im Süden Schwedens zurückerobern, und nachdem bereits mehrere Versuche gescheitert waren, sah der König Dänemarks im Jahr 1710 seine große Chance, denn Schweden hatte im vorhergehenden Jahr beim Krieg gegen Russland in Poltawa sehr große Verluste erlitten und war nun auf keinen weiteren Krieg vorbereitet. Dänemark bereitete daher eine Invasion Südschwedens vor und hatte den Plan mit über 14.000 Soldaten den Teil Schwedens zurückzuerobern, der die Stadt Kopenhagen wieder in die Mitte des Reiches versetzen sollte.

Ende des Jahres 1709 legten die dänischen Schiffe daher an der schwedischen Küste an und begann mit der Invasion Schonens. Wie zu erwarten war, mussten sich die schwedischen Truppen unmittelbar zurückziehen und Generalleutnant Jørgen Rantzau machte sich auf den Weg nach Karlskrona, wo die Flotte der Schweden lag. Womit  Rantzau nicht gerechnet hatte, war, dass im Småland bereits neue Truppen ausgebildet wurden und Magnus Stenbock, der Gouverneur Schonens, sich nicht wirklich zurückgezogen hatte, sondern den dringend benötigten Nachwuchs holte und dann mit neuer Stärke den Kampf gegen Dänemark aufnahm. Die dänischen Soldaten erreichten daher nie Karlskrona, sondern wurden bis Helsingborg zurückgedrängt.

Am 28. Februar 1710 (schwedischer Kalender) kam es dann gegen die Mittagszeit zum entscheidenden Kampf zwischen Schweden und Dänemark. Da sich der schwedische Befehlshaber gut auf diese Schlacht vorbereitet hatte, der dänische jedoch die Lage falsch eingeschätzt hatte, war der Kampf bald zu Gunsten der Schweden entschieden und die Dänen hatten nach wenigen Stunden die Hälfte ihrer Soldaten verloren. Das restliche dänische Militär zog sich vorerst in die Stadt Helsingborg zurück, aber am 5. März hatte dann auch der letzte dänische Soldat Schweden verlassen. Diese Schlacht bei Helsingborg gilt als der letzte große Versuch Dänemarks Südschweden zurückzuerobern, auch wenn dieser Plan als solches um diese Zeit noch nicht aufgegeben wurde.


28. Februar 1819: Sophia Isberg, als Künstlerin bekannt als Jungfru Isberg
28. Februar 1858: Tore Svennberg, Schauspieler und Theaterdirektor
28. Februar 1912: Prinz Bertil, nahezu an der Spitze Schwedens
28. Februar 1924: Hanna Ouchterlony und die schwedische Heilsarmee
28. Februar 1960: Der schwedische Künstler Sigfrid Ullman
28. Februar 1962: Die schwedische Künstlerin Karin Mamma Andersson
28. Februar 1964: Lotta Lotass und die poetische Prosa des Surrealismus
28. Februar 1966: Schamyl Bauman, Filmproduzent, Regisseur und Drehbuchautor
28. Februar 1986: Der Mord des Ministerpräsidenten Olof Palme 

Copyright: Herbert Kårlin