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Donnerstag, 30. Juni 2016

Der Schriftsteller und Theaterdirektor Hagge Geigert

Hagge Geigert kam am 30. Juni 1925 unter dem Namen Harry Johansson in Lerdal im Dalsland zur Welt. Im Alter von 20 Jahren begann er bei der Zeitung Bohusläningen in Uddevalla zu arbeiten und nahm bei dieser Gelegenheit auch den Namen Hagge Geigert an, unter dem er bis heute in der ganz Schweden bekannt ist. In den Jahren als Filmrezensent bei der Zeitung begann Geigert auch an Revuen zu arbeiten. Seine erste Revue Stan kring Thordén hatte dann 1955 in Uddevalla Premiere.

In kürzester Zeit entwickelte sich Hagge Geigert zum König der schwedischen Revue und es gelang ihm dafür Künstler wie Brita Borg und Nils Poppe nach Uddevalle zu ziehen, einen Stadt mit rund heute rund 30.000 Einwohnern. Aber Geigert verhalf auch vielen jungen Künstlern Schwedens den Durchbruch, denn Lill Lindfors, Laila Westersund und Anita Lindblom gehören zu jenen, die in Uddevalla erstmals einem größerem Publikum näher kamen und dank Hagge Geigert landesweit bekannt wurden.

Zwischen 1965 und 1997 war Hagge Geigert, der am 14. Februar 2000 in Göteborg starb, Theaterdirektor des Lisebergsteatern und seine jährliche Revue Hagges revy entwickelte sich zu einer Tradition des Theaters, auch wenn Geigert bei den meisten Theatern Schwedens einen schlechten Ruf hatte und ihm nachgesagt wurde nur oberflächliche Stücke aufzuführen. Dieser Ruf kam jedoch vor allem durch sein Engagement, das nicht von allen geteilt wurde, denn Geigert sprach sich deutlich gegen jeden Rechtsextremismus aus, stellte sich klar auf die Seite Israels, bettete Satirik in seine Revuen ein und führte einen Kampf gegen die Zigarettenindustrie, da er selbst unter einem Lungenemphysem litt, das auf starkes Rauchen zurückführte.


30. Juni 1812: Die schwedische Künstlerin Josabeth Sjöberg
30. Juni 1839: Johan Olof Wallin, von Gedichten zu Psalmen
30. Juni 1882: Sven Lidman, ein Nihilist wird zum Autor von Psalmen
30. Juni 1887: Erik Berglund, der Schauspieler, der einer Wurst den Namen gab
30. Juni 1921: Abschaffung der Todesstrafe in Schweden
30. Juni 1929: Der schwedische Textilkünstler Hans Krondahl
30. Juni 1939: Die schwedische Politikerin Anna-Greta Leijon
30. Juni 1944: Arbeitsregelungen für Hausangestellte in Schweden
30. Juni 1953: Elsa Beskow, jedes Jahr ein neues Kinderbuch
30. Juni 2006: Klippans Bruk, die erste Papierfabrik Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Freitag, 22. Februar 2013

Laila Westersund, eine Karriere mit bereits vier Jahren

Als Laila Westersund am 22. Februar 2011 im Alter von 68 Jahren in Göteborg starb, gehörte sie zu jenen Künstlern Schwedens, die nahezu die Mehrzeit ihres Lebens auf einer Bühne verbracht haben, denn die Karriere Westersunds begann als sie gerade einmal vier Jahre alt war und sie mit ihrem Vater auf der Bühne stand. Sie lernte Akkorden spielen mit vier, begann mit dem Schlagzeug als sie fünf war und begann das Klavier mit neun zu meistern. Musik steckte der Künstlerin im Blut.

Aber obwohl Laila Westersund dann bereits 1957 nach einer Amateurausscheidung im Folkets Park in Trollhätten an Stellen wie dem Nalen in Stockholm, bei Topsy Lindblom und im Rondo in Göteborg auftrat, so dauerte es noch bis 1961 bis der endgültige Durchbruch kam, als sie bei einem Künstlerforum April April sand und dabei den Refrain pfeifend darbot. Von diesem Tag an konnte Laila Westersund ganz von der Musik leben und ging Jahr für Jahr auf Tournee.

Die Wandlung zur Komikerin kam dann im Jahre 1980 bei Hagges Revy als sie bei Sexobjektet eine verdreckte Mechaniker mit Snus unter den Lippen darstellte und sie das Publikum durch gezielte Pointen permanent zum Lachen brachte. Laila Westersund gehörte zu den vielseitigsten Künstlern Schwedens, die in Filmen spielte, mit dem Reichstheater unterwegs war und der es gelang mit ihren Liedern in die Svensktoppen zu gelangen. Der letzte Auftritt der Künstlerin, die jeder Schwede kennt, fand im Herbst 1910 in Falkenberg statt.


22. Februar 1979: Umweltskandal in Skåne

Copyright: Herbert Kårlin