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Freitag, 6. April 2018

Die Schriftstellerin Viveca Lärn

Viveca Lärn kam am 6. April 1944 als Tochter eines Journalisten und Zeichners in Göteborg zur Welt und begann nach Abschluss des Gymnasiums als Journalistin für die Göteborgs-Posten, die Göteborgs-Tidningen und das Aftonbladet zu arbeiten, obwohl das Ziel Lärns von Kindheit an war Schriftstellerin zu werden. Auch wenn Lärn ihr erstes Kinderbuch Stoppa pressarna! bereits 1975 veröffentlichte, sollte sie erst ab 1983 hauptberuflich Schriftstellerin werden, wobei ihr erster großer Erfolg die Kinderbuchsuchserie über Mimmi und ihre Freunde war.

Ab den 90er Jahren wandte sich Viveca Lärn von Kinderbüchern ab und begann Romane für Erwachsene zu schreiben, die sehr oft mit schwedischen Traditionen verknüpft und innerhalb der Fernsehserie Saltön verfilmt wurden. In diesen Jahren schrieb Lärn auch mehrere Liedertexte, arbeitete für das Theater und für das Fernsehen. In diesem Zusammenhang schrieb die Schriftstellerin auch den Julkalender des Jahres 1994. Neben diesen Aktivitäten schrieb Lärn, als Nachfolgerin von Hagge Geigert, auch weiterhin Chroniken für die Göteborgs-Posten, die zum Teil auch in Buchform veröffentlicht wurden.

Im Jahr 1912 begann Viveca Sten eine neue Romanserie, die von einigen Mietern in Göteborg handelt, und dabei mehr ungewöhnliche Ereignisse dieser Mieter zeigt und stark um das herkömmliche Denken der Bevölkerung Göteborgs kreist. Im Jahr 2016 schrieb die Autorin dann den letzten Roman der Serie Saltön. Die Romane Viveca Lärns kreisen insbesondere, in leicht humoristischer Weise, um Ereignisse in Göteborg und den Schären vor der westschwedischen Stadt, ohne allerdings wirklich in die Tiefe zu gehen, auch wenn die Schriftstellerin für ihre Werke mehrere Preise erhalten hat und 1998 zur Göteborgerin des Jahres ernannt wurde.


6. April 1664: Arvid Horn, der heimliche Regent Schwedens
6. April 1827: Frithiof Grafström und das Dilemma zum Skalden gezwungen zu sein 
6. April 1847: Hans Järta, revolutionäre Schriften und die Wandlung
6. April 1864: Die Stadt Ronneby brennt ab und ändert den Stadtplan
6. April 1888: Dan Andersson, zwischen Arbeitergedichten und Wildmark 
6. April 1950: Christer Sjögren, von der Tanzband zum schwedischen Schlager
6. April 1962: Eva Mobergs Buch Kvinnor och Människor
6. April 1974: Die schwedische Gruppe Abba erobert die Welt 
6. April 1977: Sara Svensson, die religiöse Mörderin Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Die Sängerin und Schauspielerin Anita Lindblom

Anita Lindblom kam am 14. Dezember 1937 in Hille, heute ein Stadtteil Gävles, zur Welt und begann ihre künstlerische Karriere als Balletttänzerin. Im Jahr 1956 nahm Lindblom ihre erste Single Ljuva ungkarlstid auf, die zwar kein Erfolg wurde, aber dazu führte dass sie ein Jahr später in der Revue Scalarevys das Lied När den svenska flickan kysser, kysser hon med öppen mun sang und damit in ganz Schweden bekannt wurde und bald überall im Land in Revuen auftrat, unter anderem bei Hagge Geigert in Uddevalla und Kar de Mumma im Folkan in Stockholm.

1961 kam dann der Durchbruch Anita Lindbloms als Sängerin, mit der schwedischen Version des Welthits Milord, der bis heute mit Edith Piaf verbunden wird. Im Oktober des gleichen Jahres erschien auch Lindbloms bekanntestes Lied Sånt är livet, das nicht nur zu den schwedischen Tophits gehörte, sondern auch unter dem Titel "Laß die Liebe aus dem Spiel" in die deutschen Hitparaden einzog und die Sängerin unsterblich machte, da die Rundfunkhörer Schwedens die Aufnahme zum größten Hit aller Zeiten ernannten. Letztendlich wurde das Cover Lindbloms in Europa bekannter als die Originalversion You Can Have Her von Roy Hamilton.

Bereits Ende der 60er Jahre, auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, begannen dann die Probleme für Anita Lindblom, denn die Presse interessierte sich mehr für die etwas turbulente Ehe mit dem Boxer Bo Högberg und ihre Steuerschulden als ihre Arbeit als Sängerin und als Schauspielerin und Lindblom zog in ein kleines Dorf beim südfranzösischen Cannes, wo sie heute noch sehr zurückgezogen lebt. Zweimal kehrte Lindblom für ihre Arbeit kurze Zeit nach Schweden zurück, aber ihre Lebensweise schien der Presse immer noch wichtiger als ihre Leistung. Ein Versuch eine neue Karriere in den USA zu beginnen, scheiterte an einer schwedischen Umzugsfirma, die sämtliche ihrer Möbel und ihren Flügel zerstörten ohne je einen Schadenersatz zu bezahlen. Seit dieser Zeit ist Anita Lindblom auch nicht mehr nach Schweden zurückgekehrt und hält nur sehr wenige ihrer früheren Kontakte aufrecht.


14. Dezember 1503: Sten Sture der Ältere,einer der Helden Schwedens
14. Dezember 1774: Anders Berch, der erste Nationalökonom Schwedens
14. Dezember 1915: Der schwedische Arzt Åke Senning
14. Dezember 1917: C. H. Hermansson und der politische Kampf in der Literatur
14. Dezember 1917: Der Dala-Demokraten erscheint zum ersten Mal
14. Dezember 1988: Christer Pettersson und der Mord an Olof Palme

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Donnerstag, 30. Juni 2016

Der Schriftsteller und Theaterdirektor Hagge Geigert

Hagge Geigert kam am 30. Juni 1925 unter dem Namen Harry Johansson in Lerdal im Dalsland zur Welt. Im Alter von 20 Jahren begann er bei der Zeitung Bohusläningen in Uddevalla zu arbeiten und nahm bei dieser Gelegenheit auch den Namen Hagge Geigert an, unter dem er bis heute in der ganz Schweden bekannt ist. In den Jahren als Filmrezensent bei der Zeitung begann Geigert auch an Revuen zu arbeiten. Seine erste Revue Stan kring Thordén hatte dann 1955 in Uddevalla Premiere.

In kürzester Zeit entwickelte sich Hagge Geigert zum König der schwedischen Revue und es gelang ihm dafür Künstler wie Brita Borg und Nils Poppe nach Uddevalle zu ziehen, einen Stadt mit rund heute rund 30.000 Einwohnern. Aber Geigert verhalf auch vielen jungen Künstlern Schwedens den Durchbruch, denn Lill Lindfors, Laila Westersund und Anita Lindblom gehören zu jenen, die in Uddevalla erstmals einem größerem Publikum näher kamen und dank Hagge Geigert landesweit bekannt wurden.

Zwischen 1965 und 1997 war Hagge Geigert, der am 14. Februar 2000 in Göteborg starb, Theaterdirektor des Lisebergsteatern und seine jährliche Revue Hagges revy entwickelte sich zu einer Tradition des Theaters, auch wenn Geigert bei den meisten Theatern Schwedens einen schlechten Ruf hatte und ihm nachgesagt wurde nur oberflächliche Stücke aufzuführen. Dieser Ruf kam jedoch vor allem durch sein Engagement, das nicht von allen geteilt wurde, denn Geigert sprach sich deutlich gegen jeden Rechtsextremismus aus, stellte sich klar auf die Seite Israels, bettete Satirik in seine Revuen ein und führte einen Kampf gegen die Zigarettenindustrie, da er selbst unter einem Lungenemphysem litt, das auf starkes Rauchen zurückführte.


30. Juni 1812: Die schwedische Künstlerin Josabeth Sjöberg
30. Juni 1839: Johan Olof Wallin, von Gedichten zu Psalmen
30. Juni 1882: Sven Lidman, ein Nihilist wird zum Autor von Psalmen
30. Juni 1887: Erik Berglund, der Schauspieler, der einer Wurst den Namen gab
30. Juni 1921: Abschaffung der Todesstrafe in Schweden
30. Juni 1929: Der schwedische Textilkünstler Hans Krondahl
30. Juni 1939: Die schwedische Politikerin Anna-Greta Leijon
30. Juni 1944: Arbeitsregelungen für Hausangestellte in Schweden
30. Juni 1953: Elsa Beskow, jedes Jahr ein neues Kinderbuch
30. Juni 2006: Klippans Bruk, die erste Papierfabrik Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

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