Donnerstag, 18. Dezember 2014

Die Tageszeitung Svenska Dagbladet, Svenskan

Nur kurze Zeit nachdem Oscar Norén und Axel Jäderin im Jahre 1884 die Morgenzeitung Svenska Dagbladet gegründet hatten, die oft nur als Svenskan oder SvD bezeichnet wird, kam am 18. Dezember 1884 die erste Nummer dieser Zeitung auf den Markt, 18 Tage später als ursprünglich geplant und in einer Form, die man heute kaum als Tageszeitung bezeichnen könnte, denn die erste Nummer bestand nur aus vier Seiten, die keine Informationen boten, dafür jedoch gefüllt mit Werbung waren, denn immerhin hatten Norén und Jäderin die besten Beziehungen in der Welt der Industrie und des Handels.

Dass bei Erscheinen dieser ersten Nummer des Svenska Dagbladet die bereits existierenden Konkurrenten wie Aftonbladet, Dagens Nyheter oder Stockholms Dagblad aufatmeten, wies sich jedoch sehr bald als Fehler heraus, denn die beiden Redakteure arbeiteten von Beginn an an einer Zeitung, die in ganz Schweden erscheinen sollte und hatte eine Zusammenarbeit mit rund 40 Korrespondenten die über ganz Schweden verteilt waren. Die extrem konservative Zeitung war nämlich sehr schnell eine sehr ernst zu nehmende Konkurrenz, die nicht nur eigenes Material bieten konnte, sondern auch das Kulturleben Stockholms intensiv verfolgte.

Als 1897 Helmer Key Chefredakteur des Svenska Dagbladet wurde, nahm diese eine ewas mehr liberale Stellung ein, was auch dazu führte, dass die SvD ab 1910 das Sprachrohr der heutigen Moderaten (Moderaterna) wurde. Der Erfolg der Zeitung lag natürlich auch daran, dass Kulturpersönlichkeiten wie Verner von Heidenstam und Ellen Key regelmäßige Mitarbeiter waren und sehr viele Leser anzogen. Eine weitere journalistische Neuerung kam im Jahre 1974 mit der sogenannten Idagsidan, die soziale Fragen behandelte, über Lebensstil berichtete und philosophische Betrachtungen anbot. Auch hierbei spielten die beiden Verantwortlichen eine wichtige Rolle, denn es handelte sich um Marianne Fredriksson und Ami Lönnroth. Heute bezeichnet sich das Svenska Dagbladet, das mittlerweile dem norwegischen Medienkonzern Schibsted gehört, als liberal moderat, neigt jedoch zu einer konservativen bürgerlichen Berichtserstattung.


18. Dezember: Der Tag des Kuchens in Schweden
18. Dezember 1290: Der schwedische König Magnus Ladulås
18. Dezember 1661: Der schwedische Erfinder Christopher Polhem
18. Dezember 1793: Der schwedische Künstler Johan Niclas Byström
18. Dezember 1828: Viktor Rydberg, der Autor, der Jesus zum Menschen machte
18. Dezember 1869: Hilma Borelius, Wissenschaft und Frauenrecht in der Literatur
18. Dezember 1936: Ulla Trenter, zwischen Kriminalroman und Novelle
18. Dezember 2014: Die Sundsvallsbron, die längste Autobahnbrücke Schwedens 

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Johan Erik Rydqvist und die schwedische Sprache

Als Johan Erik Rydqvist am 17. Dezember 1877 starb, hinterließ er mit seinem Sprachwerk Svenska språkets lager (die Gesetze der schwedischen Sprache) ein Werk das die Sprachwissenschaftler des Landes bis heute beschäftigt, da Rydqvist damit die erste schwedische Sprachentwicklung beschrieb und Strukturen deutlich machte die vom Vorschwedischen zur heutigen Sprache führen. Rydqvist ging bei seiner Arbeit vor allem von der damals üblichen Theorie ab, dass man im nordischen Raum ursprünglich nur Isländisch sprach und konnte beweisen, dass sich Schwedisch auf Grund der Lautlehre und der Wortstruktur unabhängig vom Isländischen entwickelte.

Auch wenn dieses Werk, trotz seiner extrem konservativen Linie, das bedeutendste Werk von Johan Erik Rydqvist wurde, so wies seine ursprüngliche Entwicklung in eine ganz andere Richtung. Rydqvist, der am 20. Oktober 1800 zur Welt gekommen war, sollte nach dem Willen des Vaters auf gar keinen Fall ein Studium machen, sondern musste ab dem Alter von 14 Jahren als Büroangestellter in einer Reederei in Göteborg arbeiten. Dies konnte jedoch den Wissensdurst des jungen Rydqvist nicht stören und er lernte, neben der Arbeitszeit, fünf der bedeutendsten  modernen Sprachen und schließlich noch Latein und Griechisch.

Erst als Johan Erik Rydqvist 20 Jahre alt war, gelang es ihm dann ein Studium an der Universität Uppsala zu beginnen. Da sich jedoch mit dem baldigen Tod des Vaters die finanzielle Lage von Rydqvist stark veränderte, war er gezwungen sein geplantes Studium bedeutend abzukürzen und mit einem juristischen Examen zu beenden, das ihm jedoch den Eintritt in den Staatsdienst ermöglichte. Die Wende im Leben Rydqvists kam jedoch im Jahre 1840, als er so stark erkrankte, dass er über mehrere Jahre hinweg das Bett kaum noch verlassen konnte. In dieser Zeit begann sich der Sprachwissenschaftler mit der erklärenden Sprachgeschichte zu beschäftigen, insbesondere unter dem Einfluss der deutschen Grammatik, die Jacob Grimm kurz zuvor veröffentlicht hatte.


17. Dezember 1842: Der schwedische Künstler Nils Forsberg
17. Dezember 1860: Königin Desideria, die unschwedische Königin
17. Dezember 1863: Der schwedische Künstler Gunnar G:son Wennerberg
17. Dezember 1951: Der Film „Sie tanzte nur einen Sommer“ hat Premiere

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 16. Dezember 2014

Die Västra Stambanan zwischen Göteborg und Stockholm

Als die schwedische Regierung im Jahre 1853 entschied auch in Schweden die wichtigsten Orte per Eisenbahn zu verbinden, war es nur logisch auch an eine Linie zwischen Göteborg und Stockholm zu denken, eine Linie, die unter dem Namen Västra Stambanan bekannt ist. Bereits 1955 erhielt dann Nils Ericson den Auftrag für den Bau der gesamten schwedischen Eisenbahnlinien zu sorgen. Noch im gleichen Jahr richtete der Ingenieur dann ein Planungsbüro in Göteborg ein und beauftragte den Architekten Adolf W. Edelsvärd mit dem Bau der Bahnhöfe.

Die erste Teilstrecke von Göteborg bis Jonsered, das damals noch eine Bedeutung als Industrieort hatte und rund 15 Kilometer von Göteborg entfernt ist, verursachte kaum Probleme und konnte bereits am 1. Dezember 1856 eingeweiht werden. Die Probleme kamen dann jedoch zwischen Jonsered und Vårgårda, dem Ziel des ersten Teils der Strecke, denn Ericson wollte die Eisenbahn im Tal des Flusses Säveån und entlang mehrerer Seen laufen lassen, was sich als enorm aufwendig herausstellte, da der Untergrund dort überwiegend aus Lehm bestand. Ein Teil der Linie musste sogar noch im letzten Moment umgelegt werden.

Während an der Strecke zwischen Göteborg und Jonsered jeweils zwischen 700 und 2650 Streckenbauer arbeiteten, stieg die Menge der Arbeiter anschließend auf bis zu 7000 an. Auf Grund des hohen Aufwands und der Menge an Arbeitskräften konnte die Strecke von Göteborg nach Vårgarda dann jedoch im Dezember 1857 fertiggestellt werden und am 16. Dezember 1857 nahm man den regelmäßigen Eisenbahnverkehr zwischen den beiden Städten auf. Da man gleichzeitig auch von Stockholm aus die Strecke baute und für den Tunnelbau Strafgefangene einsetze, sollte die Gesamtstrecke zwischen Göteborg und Stockholm bereits 1860 fertig sein. Allerdings kann man die Eisenbahnfahrt jener Zeit nicht mit einer heutigen Reise vergleichen, denn es dauerte für die Dampfloks 14 Stunden um die Strecke zurückzulegen.


16. Dezember 1520: Hemming Gadh wird auf Schloss Raseborg hingerichtet
16. Dezember 1946: Benny Andersson, weitaus mehr als nur ein ABBA-Mitglied
16. Dezember 1997: Die schwedische Sängerin Zara Larsson
16. Dezember 2008: Erdbeben in der schwedischen Region Skåne

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 15. Dezember 2014

Der schwedische Filmregisseur Georg af Klercker

Georg af Klercker kam am 15. Dezember 1877 als Sohn eines Majors in Kristianstad zur Welt und entschloss sich nach seiner Hochschulreife im Jahre 1897 in Lund ebenfalls für eine militärische Laufbahn und war 1903 bereits zum Leutnant ernannt worden. Allerdings nahm die Karriere bald darauf ein brüskes Ende, da af Klercker mit einer für sein Niveau „ungeeigneten“ Frau Vater wurde. Die darauf folgende Ehe hielt nur wenige Jahre, es kam ur Scheidung und af Klercker entschied sich für das Kind zu sorgen und es zu erziehen. Mit all diesen Ereignissen war ihm ein Rückkehr in den militärischen Dienst verschlossen und der Offizier nahm 1907 seinen Abschied.

Der Skandal hatte jedoch auch eine positive Seite für Georg af Klercker, da er sich nun ganz seinem Traum widmen konnte, nämlich Schauspieler zu werden. Seine ersten Schritte auf der Bühne machte af Klercker dann bei der Theatergesellschaft Hjalmar Selander, aber schon bald darauf gründete er eine eigene Theatertruppe und traf dort seine zweite Frau. Auf Grund seiner Ausstrahlung und seiner Leistungen trat af Klercker 1911 dann in sechs verschiedenen Rollen im Dramaten in Stockholm auf, wurde jedoch noch im gleichen Jahr im Filmstudio des Svenska Bio auf Lidingö engagiert und konnte im folgenden Jahr bei seinen ersten Film Två bröder die Regie übernehmen, ein kritischer Film, der auf Grund der Zensur nie in Schweden gezeigt werden konnte.

Dödsritten under cirkuskupolen, der zweite Film von Georg af Klercker wurde ein Welterfolg und setzt den Regisseur noch heute auf die gleiche Stufe wie Ingmar Bergman, der 1995 ein TV-Drama über af Klercker verwirklichte. Ab 1913 arbeitete af Klercker an einer Koproduktion zwischen Svenska Bio und Pathé Frères, die ohne den Regisseur gescheitert wäre, da Pathé plötzlich die Produktion einstellte und af Klercker dann den Film in Kopenhagen auf eigene Kosten fertigstellte. Af Klercker kehrte danach nicht mehr nach Lidingö zurück, sondern arbeitete erst noch zwei Jahre in Paris und Kopenhagen bevor er 1915 von Arvid Victor Hasselblad in Göteborg angestellt wurde. Bevor af Klercker dann zum Schauspiel zurückkehrte, realisierte er innerhalb von nur zwei Jahren noch 25 Filme für Hasselblad. Georg af Klercker starb am 13. November 1951 in Malmö.


15. Dezember 1649: Die schwedische Afrika-Kompanie (Guineakompanie)
15. Dezember 1716: Olof Celsius der Jüngere, Philosoph und Politiker
15. Dezember 1952: Ernest Florman, der erste Filmer Schwedens
15. Dezember 1992: Sven Delblanc und die Nachkriegsliteratur Schwedens
15. Dezember 1994: Das schwedische Parlament unterschreibt den Europavertrag
15. Dezember 1999: Rune Andréasson und der berühmteste Bär Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 14. Dezember 2014

Sten Sture der Ältere, einer der Helden Schwedens

Als Sten Sture der Ältere am 14. Dezember 1503 starb, ging er gewissermaßen als Legende in die schwedische Geschichte ein, da er nicht nur mit seinem Sieg bei der Schlacht am Brunkeberg längere Zeit den Frieden nach Schweden gebracht hatte, sondern auch weil er als mehrmaliger Reichsvorstand immer das Wohl des schwedischen Reiches im Kopf hatte, auch wenn dies bedeutete die Macht des Königs einzuschränken und dem Adel nur eine gewisse Mitspracherechte zu gewähren. Hinzu kommt natürlich, dass es dem obersten Befehlshaber des Landes gelang während seiner Regierungszeit nahezu alle politischen Probleme zu umgehen.

Sten Sture der Älter war vermutlich gegen 1440 geboren worden. Da sein Vater, der Reichsrat war, sehr früh starb, wurde der spätere Reichsvorstand, Ritter und Oberfehlshaber Stockholms von seinem Stiefvater Gustav Karlsson auf dem Schloss in Kalmar erzogen. Da die Mutter eine Halbschwester des Königs Karl Knutsson war, wurde Sten Sture der Ältere sehr früh mit politischen Aufgaben betraut. Sein wirklicher Aufstieg begann jedoch erst 1464, als er neben dem Bischof Kettil Karlsson bei der Schlacht bei Haraker den verhassten König Kristian I. besiegen und vom Thron verstoßen konnte. Erst nach diesem Sieg konnte Karl Knutsson wieder über Schweden regieren.

Als Karl Knutsson dann am 15. Mai 1470 starb, übernahm Sten Sture der Ältere erneut die Macht über das Land, eine Stellung, die vom Reichsrat bereits zu Mittsommer des Jahres bestätigt wurde. Ein Jahr später wurde Sten Sture dann beim Treffen in Arboga auch von den Repräsentanten der Bürger und der Bauern als Reichsvorstand anerkannt. Mit einer Unterbrechung von vier Jahren, als König Hans (Johan II.) offiziell König Schwedens war, sollte Sten Sture der Ältere dann über 29 Jahre lang über die Geschichte Schwedens entscheiden und rund 25 Jahre lang den Frieden erhalten.


14. Dezember 1774: Anders Berch, der erste Nationalökonom Schwedens
14. Dezember 1915: Der schwedische Arzt Åke Senning
14. Dezember 1917: C. H. Hermansson und der politische Kampf in der Literatur
14. Dezember 1917: Der Dala-Demokraten erscheint zum ersten Mal
14. Dezember 1988: Christer Pettersson und der Mord an Olof Palme

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 13. Dezember 2014

Lucientag und Lucienfest in Schweden

Der 13. Dezember jeden Jahres gehört in Schweden zu den wichtigsten Tagen des Jahres, auch wenn der Lucientag erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts in ganz Schweden zur Tradition wurde und erst 1973 die Zeitschrift Året Runt offiziell die Lucia des Jahres wählte. Man nimmt allgemein an, dass dieser Brauch in Westschweden oder im Värmland entstanden ist und von dort aus das Land erobert hat. Das was man heute als Lucienfest betrachtet, geht auf jeden Fall auf das Jahr 1927 zurück, als das Stockholms Dagblad in einem Wettbewerb Schwedens Lucia suchte. Die Belohnung war, dass die junge Frau mit einer elektrischen Lichterkrone auf dem Kopf in einem Umzug durch Stockholm ging. Ab dem 13. Dezember 1927 verbreiteten sich dann diese Wettbewerbe auch in anderen Teilen Schweden und jede junge Frau und jedes Mädchen träumte davon einmal die Lucia ihres Ortes zu sein.

Natürlich gab es den Lucientag als solches in Schweden nachweislich bereits im  18. Jahrhundert, allerdings in anderer Weise, denn die Reichen des Landes feierten diesen Tag mit einem reichhaltigem Essen und viel Alkohol und die Bauern verbanden diese Nacht mit der Macht übernatürlicher Wesen und waren überzeugt davon dass in dieser Nacht alle Tiere reden konnten. Dass der Lucientag, wenn auch nicht unter diesem Namen, als solches sogar schon ab dem 13. Jahrhundert eine besondere Bedeutung hatte, lag an der Zeitrechnung Schwedens, denn nach dem Julianischen Kalender jener Zeit fiel der Lucientag, also der 13. Dezember, auf den Wintersonnenstand, die längste Nacht des Jahres.

Die schwedische Lucia hat daher sehr wenig mit der Heiligen Lucia auf Sizilien zu tun, denn auch wenn der Name Lucia auf die Heilige zurückgeht, so war der Lucientag in Schweden eher beim Volksglauben der Wikinger zu suchen, die den Jahreszeiten und der Sonnenwende jeweils eine mystische Bedeutung gaben. Das heutige Lucienfest, das auch in allen Kindergärten und Schulen gefeiert wird, zeichnet sich im Grunde dadurch aus, dass eine jungen Frau oder ein Mädchen, die zur Lucia gewählt wurde, mit einem weißen Kleid, einem roten Band und einer Lichterkrone singend einen Umzug anführt. Der Lucia folgen zuerst weitere Frauen oder Mädchen, die tärnor (Luciajungfrauen). Nach diesen kommen die Sternsinger (stjärngossar), die Pfefferkuchenmännchen (pepparkaksgubbar) und schließlich noch die Wichte (tomtar), wobei alle im Umzug eine brennende Kerze tragen. Am Lucientag serviert man normalerweise Glögg, eine Art Glühwein, Pfefferkuchen und natürlich die Lussebullar, die auch Lussekatter genannt werden.


13. Dezember 1533: König Erik XIV, der Nachfolger von Gustav Vasa
13. Dezember 1621: Katarina Stenbock und der schwedische König Gustav Vasa
13. Dezember 1638: Katarina Vasa und der Übergang in ein neues Königsgeschlecht
13. Dezember 1805: Der Schauspieler und Theaterdirektor Pierre Deland
13. Dezember 1810: Das Karolinska Institut in Solna bei Stockholm
13. Dezember 1881: Anders Österling, der Landschaftsdichter Skånes
13. Dezember 1939: Schweden bekommt eine Sammelregierung (samlingsregering)

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 12. Dezember 2014

Der schwedische Philosoph Nils von Rosenstein

Nils von Rosenstein kam am 12. Dezember 1752 als Sohn eines Professors in Medizin in Uppsala zur Welt und schrieb sich bereits im Alter von elf Jahren in der dortigen Universität ein. Wann von Rosenstein sein Studium an der Universität Uppsala abschloss, ist ungewiss, aber ab 1771 arbeitete er bereits erst Kanzleiangestellter und unter Gustaf Filip Creutz wurde er 1782 Sekretär der schwedischen Botschaft in Paris. Dort kam von Rosenstein auch in Kontakt mit Benjamin Franklin und dem englischen Philosophen John Locke, was sich bedeutend auf seine Zukunft auswirken sollte.

Nach seiner Rückkehr nach Stockholm wurde Nils von Rosenstein, ein Günstling des Königs Gustav III. Privatlehrer des Kronprinzen Gustaf Adolf. Während der elf Jahre, die er den späteren Gustav IV. Adolf unterrichtete, war sein gesamtes Streben dem zukünftigen König die französische Aufklärung näherzubringen, eine Erziehung, die zum großen Teil auch über das Denken des späteren Königs entschied. Als Gustav III. im Jahre 1786 die Svenska Akademien gründete, setzte er Nils von Rosenstein als ihren ersten ständigen Sekretär ein, eine Aufgabe, die dieser 38 Jahre lang einnahm.

Im Jahre 1787 gründete Nils von Rosenstein, gemeinsam mit seinem Freund Johan Henrik Kellgren, die Ordensgemeinschaft Pro sensu communi im Sinne der französischen Aufklärung, was letztendlich bedeutete, dass die beiden Gründungsmitglieder die einzigen Mitglieder des Ordens waren und blieben. Nach dem Mord an Gustav III. wurde die Karriere  von Rosensteins kurz unterbrochen, da man vermutete er gehöre zu den Jakobinern, aber nach dem Staatsstreich im Jahre 1809 wurde von Rosenheim zum Staatssekretär ernannt. Von Rosenstein, der am 7. August 1824 blind und senil starb, hinterließ mit seinem Werk Försök till en afhandling om upplysningen die bedeutendste schwedische Abhandlung über die Zeit der Aufklärung.


12. Dezember 1849: Anders Lindeberg kämpft für ein freies Theater
12. Dezember 1853: Henrik Menander, der Arbeiterdichter Skånes
12. Dezember 1868: Axel Petersson, bekannt als Döderhultam
12. Dezember 1881: Emil Hammarlund gründet die schwedische Lehrerzeitschrift
12. Dezember 1949: Saab 92, das erste Fahrzeug des Autoherstellers Saab
12. Dezember 1989: Gunnar Nilson, in Jazzkreisen bekannt als Siljabloo
12. Dezember 2010: Der Tag des Weihnachtssterns in Schweden

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