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Dienstag, 11. Juni 2013

Joakim Bonnier, der erste Autorennfahrer Schwedens

Joakim Bonnier, allgemein nur Jocke genannt, starb am 11. Juni 1972 in seinem Lola T 280 beim legendären 24-Stunden-Rennen im französischen Le Mans als bei bei einem Überholmanöver die Leitplanke und den Ferrari des Schweizers Florian Vetsch streifte, ohne dass man je feststellen konnte in welcher Reihenfolge die Berührung erfolgte, und sein Fahrzeug durch die Luft flog um in den Wald zu fliegen, wobei das Fahrzeug mehrere Bäume traf, was zum unmittelbaren Tod Jockes führte.

Joakim Bonnier, der von der bekannten Verlegerfamilie Schwedens abstammte, hatte ursprünglich ebenfalls vor ins Verlagsgeschäft einzusteigen, nur dass nach seinem Studium die Liebe zum Autorennen dazwischen kam. Bonnier war der erste professionelle Rennfahrer Schwedens, der 13 Jahre lang als einziger Schwede Formel 1 fuhr und daher lange vor Ronnie Peterson und Reine Wisel auf den Rennbahnen seine Rekorde brach. Sein erstes Formel 1 Rennen fuhr Jocke im Jahre 1956 in einem Maserati. Bonnier gehört bis heute zu den einzigen drei Schweden, die je ein Formel 1 Rennen gewonnen haben.

Joakim Bonnier war, nach Stirling Moss, ab 1963 Vorsitzender der Grand Prix Drivers' Association und interessierte sich insbesondere für die Sicherheit der Fahrer auf den verschiedensten Rennstrecken. Noch kurz vor seinem Tod hatte der Rennfahrer auch die Sicherheit in Le Mans kritisiert, insbesondere in einigen Kurven bei denen zwischen den langsamsten und schnellsten Fahrzeuge ein Geschwindigkeitsunterschied von bis zu 100 Kilometer die Stunde gemessen werden konnte.


11. Juni: Barnabas, der verschwundene Namenstag Schwedens 
11. Juni 1743: Der Stora Daldansen, der Ruf nach Gerechtigkeit

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 20. Oktober 2012

Der Tod des schwedischen Rennfahrers Gunnar Nilsson

Als Gunnar Nilsson im Jahre 1973 erstmals die Saison Formel Vee geschafft hatte und im selben Jahr beim Formel 2 Rennen auf dem Nürnberger Norisring den vierten Platz einnahm, öffneten sich die Türen für den schwedischen Rennfahrer, denn bereits im nächsten Jahr hatte er einen Vertrag mit Polifac und nahm in einem der legendären March F3 Platz. 1975 gewann Gunnar Nilsson mit dem gleichen Fahrzeug die britische F3-Meisterschaft, was ihm den Aufstieg in eine höhere Klasse garantierte.

In den Jahren 1976 und 1977 fuhr Gunnar Nilsson bereits Formel 1 für Lotus, erzielte im ersten Jahr elf Punkte und zeigte seine besonderen Fähigkeiten im Grand Prix in Spanien und in Österreich. Im zweiten Jahr erreichte er 20 Punkte und nahm den achten Platz im Gesamtrang ein. Im Jahr 1978 hatte er bereits einen Vertrag mit Arrows in der Tasche, aber es sollte keine neue Saison werden, denn die Ärzte stellten einen Hodenkrebs fest. Da die Bestrahlung keinerlei Wirkung zeigte, starb Gunnar Nilsson am 20. Oktober 1978 im Alter von 29 Jahren.

Die Geschichte des Rennfahrers Gunnar Nilsson endet jedoch nicht an diesem Oktober des Jahres 1978, denn seine Mutter gründet mit dem Geld, das er eingenommen hatte und noch ausbezahlt bekam eine Krebsstiftung in Helsingborg, der Geburtsstadt des Rennfahrers, die jedes Jahr mit rund vier Millionen Kronen die Krebsforschung unterstützt, denn auch wenn der Sohn nicht zu retten war, so ist sie überzeugt, dass man mit genügend Forschung andere retten kann.


20. Oktober 1650: Kristina wird zur Königin von Schweden gekrönt

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 10. September 2011

Schwedens bester Formel 1 Fahrer stirbt nach Unfall

Am 11. September 1978 starb Ronnie Peterson, der einzige schwedische Formel 1 Fahrer, der je zur Weltklasse der Rennfahrer gehörte, und seit seinem 18. Geburtstag Rennen fuhr, auch wenn es sich zu Beginn um Gokart-Rennen und Formel 3 handelte, bevor er zur Formel 1 wechselte. Bengt Ronnie Peterson wurde am 14. Februar 1944 in Örebro geboren und starb einen Tag nach seinem Unfall auf der italienischen Autodromo Nazionale Monza, der schnellsten Formel 1 Strecke, im Krankenhaus.

Das Rennen am 10. September stand für Ronnie Peterson von Beginn an unter einem schlechten Stern, denn bereits während der Aufwärmung verursachte er mit seinem eigenen Fahrzeug einen Unfall, so dass er statt mit seinem neuen Lotus 79 mit seinem Vorjahresauto an den Start musste, da ihm sein Kollege Mario Andretti sein Reservefahrzeug nur leihen wollte, wenn er seinen Vertrag mit Lotus um ein weiteres Jahr verlängert, was Ronnie Peterson jedoch ablehnte.

Ronnie Peterson, der insgesamt 123 Grand Prix fuhr und zehn davon gewann, verunglückte bereits in der ersten Kurve in Monza, da Riccardo Patrese seinen Konkurrenten James Hunt abdrängte, dieser wiederum dem Lotus 98 von Ronnie Peterson von hinten auffuhr, der dann gegen die Absperrung prallte und beim unmittelbar folgenden Zusammenstoß mit Didier Pironis Fahrzeug explosionsartig Feuer fing. Ronnie Peterson konnte noch schwer verletzt aus dem brennenden Auto gerettet werden, starb jedoch einen Tag später an einer Operation der er persönlich und bei vollem Bewusstsein zugestimmt hatte.

10. September 1821: August Jahnke, der Gründer der Allmänna Sångförening
10. September 1970: Die schwedische Sängerin Anna Book 

Copyright: Herbert Kårlin