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Samstag, 16. März 2019

Der Dichter und Priester Carl Christian Eberstein

Carl Christian Eberstein kam am 23. März 1794 als Sohn eines Bischofs in Lund zur Welt und gilt als einer der intelligentesten Personen seiner Epoche, denn bereits mit 14 Jahren legte er eine Abhandlung zur hebräischen und syrischen Philosophie vor, mit 17 Jahren schloss er sein Studium ab und nur ein Jahr später wurde Eberstein Dozent für Griechisch, und 1821 war er Professor in theoretischer Philosophie. Im Jahr 1823 wurde Eberstein dann auch zum Priester geweiht und erhielt sein erster Pfarramt, das ihm allerdings nur sehr geringe Einnahmen brachte, da es sich um eine relative arme und kleine Gemeinde handelte.

Bereits 1812 hatte Carl Christian Eberstein auch einige Gedichte und Belletristik veröffentlicht, die ihn, seiner eigenen Meinung nach, auf nahezu die gleiche Stufe stellte wie Carl Gustaf af Leopold, einen der bekanntesten Dichter jener Zeit. Dass Eberstein trotz seiner hohen Intelligenz ab 1823 zahlreiche Ämter, um die er sich beworben hatte, aber auch in der Literatur, nicht mehr erreicht, lag an seiner maßlosen Arroganz und dass er alle Personen als minderwertig betrachtete. Dies führte auch dazu, dass Eberstein mächtige Feinde bekam, die seinen Aufstieg weitgehend bremsten. Zu den bedeutendsten Gegnern Ebersteins rechnete auch Esaias Tegnér.

Nachdem die wissenschaftliche und die kirchliche Karriere Carl Christian Ebersteins nach den ersten Erfolgen stagnierte, übernahm er 1820 die Leitung des Gymnasiums in Helsingborg, ohne sich jedoch hierbei Mühe zu geben, denn sehr bald gründete er dort die Helsingborgsposten und leitete die Zeitung mit extremer Härte, da die Zeitung nur seine persönliche Meinung verbreiten durfte. Da Eberstein als konservativer Priester zudem jeden Versuch einer Veränderung stark bestrafte und Unwissen nicht tolerierte, wurde er im Laufe der Jahre in zahlreiche Prozesse verstrickt und 1855 wurde Carl Christian Eberstein, der am 16. März 1858 starb, selbst die Diözese genommen. Jeder Versuch Ebersteins erneut eine wissenschaftliche Karriere einzuleiten, wurde, nach seiner Professur, die er lediglich als Titel nutzen konnte, abgelehnt.


16. März 1596: Ebba Brahe, die Geliebte des Königs Gustav II. Adolf
16. März 1757: Bengt Lidner, der Skalde, der in Ungnade fiel
16. März 1792: Mord auf dem Maskenball
16. März 1831: Der schwedische Schauspielerin Elise Hwasser
16. März 1835: Der Buchdrucker Nils Magnus Lindh wird zum größten Verleger Schwedens
16. März 1846: Der schwedische Mathematiker Gösta Mittag-Leffler
16. März 1878: Schweden übergibt seine letzte Kolonie Saint-Barthélemy an Frankreich
16. März 1892: Die Kinderzeitschrift Kamratposten
16. März 1940: Selma Lagerlöf, christliche Literatur und Frauenbewegung
16. März 1957: Das Motel Gyllene Ratten in Stockholm
16. März 1968: Gunnar Ekelöf, der erste surrealistische Autor Schwedens
16. März 1970: Karl Gustav Ossiannilsson, nationalistisches Denken als Arbeiterliterat
16. März 1971: Der schwedische Stand-up Künstler Jakob Öqvist
16. März 1976: Die schwedische Radrennfahrerin Susanne Ljungskog

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 28. Februar 2019

Die Schlacht bei Helsingborg als Sieg gegen Dänemark

Seit dem Frieden von Roskilde im Jahr 1658 wollte Dänemark ihre einstigen Besitztümer im Süden Schwedens zurückerobern, und nachdem bereits mehrere Versuche gescheitert waren, sah der König Dänemarks im Jahr 1710 seine große Chance, denn Schweden hatte im vorhergehenden Jahr beim Krieg gegen Russland in Poltawa sehr große Verluste erlitten und war nun auf keinen weiteren Krieg vorbereitet. Dänemark bereitete daher eine Invasion Südschwedens vor und hatte den Plan mit über 14.000 Soldaten den Teil Schwedens zurückzuerobern, der die Stadt Kopenhagen wieder in die Mitte des Reiches versetzen sollte.

Ende des Jahres 1709 legten die dänischen Schiffe daher an der schwedischen Küste an und begann mit der Invasion Schonens. Wie zu erwarten war, mussten sich die schwedischen Truppen unmittelbar zurückziehen und Generalleutnant Jørgen Rantzau machte sich auf den Weg nach Karlskrona, wo die Flotte der Schweden lag. Womit  Rantzau nicht gerechnet hatte, war, dass im Småland bereits neue Truppen ausgebildet wurden und Magnus Stenbock, der Gouverneur Schonens, sich nicht wirklich zurückgezogen hatte, sondern den dringend benötigten Nachwuchs holte und dann mit neuer Stärke den Kampf gegen Dänemark aufnahm. Die dänischen Soldaten erreichten daher nie Karlskrona, sondern wurden bis Helsingborg zurückgedrängt.

Am 28. Februar 1710 (schwedischer Kalender) kam es dann gegen die Mittagszeit zum entscheidenden Kampf zwischen Schweden und Dänemark. Da sich der schwedische Befehlshaber gut auf diese Schlacht vorbereitet hatte, der dänische jedoch die Lage falsch eingeschätzt hatte, war der Kampf bald zu Gunsten der Schweden entschieden und die Dänen hatten nach wenigen Stunden die Hälfte ihrer Soldaten verloren. Das restliche dänische Militär zog sich vorerst in die Stadt Helsingborg zurück, aber am 5. März hatte dann auch der letzte dänische Soldat Schweden verlassen. Diese Schlacht bei Helsingborg gilt als der letzte große Versuch Dänemarks Südschweden zurückzuerobern, auch wenn dieser Plan als solches um diese Zeit noch nicht aufgegeben wurde.


28. Februar 1819: Sophia Isberg, als Künstlerin bekannt als Jungfru Isberg
28. Februar 1858: Tore Svennberg, Schauspieler und Theaterdirektor
28. Februar 1912: Prinz Bertil, nahezu an der Spitze Schwedens
28. Februar 1924: Hanna Ouchterlony und die schwedische Heilsarmee
28. Februar 1960: Der schwedische Künstler Sigfrid Ullman
28. Februar 1962: Die schwedische Künstlerin Karin Mamma Andersson
28. Februar 1964: Lotta Lotass und die poetische Prosa des Surrealismus
28. Februar 1966: Schamyl Bauman, Filmproduzent, Regisseur und Drehbuchautor
28. Februar 1986: Der Mord des Ministerpräsidenten Olof Palme 

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 24. März 2018

Die dänisch-schwedische Künstlerin Esther Gehlin

Esther Gehlin wurde am 24. März 1892 als Tochter eines Direktors als Esther Henriques in Kopenhagen geboren und wuchs daher auch in Dänemark auf. Gehlin hatte sich sehr früh für die Kunst entschieden und begann daher ab dem Alter von 16 Jahren eine entsprechende Ausbildung. Nach zwei Jahren an Technischen Schule in Kopenhagen wechselte Gehlin zur Königlichen Kunstakademie der dänischen Hauptstadt um, nach Abschluss des Studiums im Jahre 1915 einige Studienreisen zu unternehmen und sich mit den unterschiedlichen Kunstrichtungen und Kunstströmungen vertraut zu machen.

Bereits 1915 hatte Esther Henriques in Kopenhagen den schwedischen Künstler Hugo Gehlin kennengelernt, den sie am 1. Juni 1917 heiratete. Nach Ende des Ersten Weltkriegs machte das Ehepaar eine mehrjährige Studienreise nach Italien, insbesondere nach Ravenna und Assisi, was bereits 1921 zu einer ersten gemeinsamen Ausstellung in der Kunsthalle in Stockholm führte. Im Jahr 1922 zog das Paar dann nach Helsingborg, wo Esther Gehlin bis zu ihrem Tod am 23. Oktober 1949 ihr Studio hatte und ihre zahlreichen Ausstellungen vorbereitete, auch wenn die künstlerische Aktivität bis 1940 immer wieder die Unterstützung der Eltern Gehlins benötigte.

Während der ersten Jahre als Künstlerin malte Esther Gehlin insbesondere Landschaften und Stillleben, die sehr eng mit den dänischen Traditionen verknüpft waren, verewigte dann jedoch auch Landschaften der südschwedischen Küste. In den 40er Jahren ging Gehlin überwiegend zur Textilkunst über, wobei zahlreiche ihrer Werke dieser Epoche mit der Bibel verknüpft werden können. Das Ehepaar Gehlin war auch ein Stützpfeiler der Künstler aus der Umgebung Helsingborgs, denn ihre Villa in der Stadt wurde in kürzester Zeit ein Treffpunkt des gesamten kulturellen Lebens Helsingborgs.


24. März 1381: Katarina von Vadstena und der Namenstag Karins
24. März 1801: Der Erfinder Immanuel Nobel der Jüngere
24. März 1817: Fritz von Dardels schwedische Kulturgeschichte
24. März 1836: Die Opernsängerin Eufrosyne Abrahamson
24. März 1938: Die schwedische Künstlerin Ulrica Vallien
24. März 1948: Sigrid Hjertén, Malen bis zur Psychose
24. März 1975: Streik der Waldarbeiter in Schweden
24. März 1979: Die regionale schwedische Skånepartiet (Schonenpartei)
24. März 2005: Mare Kandre und der moderne Frauenroman Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 21. Juli 2016

Der schwedische Reklamezeichner Anders Beckman

Anders Beckman kam am 21. Juli 1907 in Örebro zur Welt und studierte an der Tekniska Skolan in Stockholm Kunst, ergänzt durch Studienaufenthalte in Berlin und Paris, wobei sich Beckman vor allem auf das Plakatzeichnen spezialisierte. Unmittelbar nach seinem Examen im Jahre 1930 machte sich Beckman selbständig und gewann Auftraggeber wie das Nationalmuseum, AB Aerotransport und Svenska Europahjälpen, die um diese Zeit nach einer Modernisierung ihrer Plakate suchten. Bereits in diesen Jahren zeichnete sich Beckman auch dadurch aus, dass er sich in keine Schablone pressen ließ und sich nicht nur mit Plakaten und Werbung zufrieden gab.

Der große Durchbruch kam für Anders Beckman als 1939 der Zweite Weltkrieg ausbrach, denn in diesem Jahr konnte er durchsetzen dass vor dem schwedischen Pavillon der Weltausstellung in New York ein gigantisches rotes Dalahäst zu sehen war, was auch dazu führte, dass dieses rote Pferd noch heute ein Symbol Schwedens ist. Zum anderen gründete Beckman unmittelbar nach seiner Rückkehr aus den USA die Beckman Reklam- och Designskola in Stockholm, an der heute, neben dem Reklamezeichnen, auch Modezeichnen gelernt werden kann.

Anders Beckman gilt heute als Revolutionär innerhalb des Reklamezeichnens, was, unter anderem, auf die Plakate für Hilfsorganisationen während des Zweiten Weltkriegs zurückzuführen ist, insbesonder jedoch auch auf seinen Einsatz bei der Ausstellung H55 in Helsingborg, denn hier war Beckman für das Warenzeichen der Ausstellung verantwortlich. Das sehr einfach gehaltene Plakat mit einem symbolischen H in dem die Zahl 55 dominiert, war während der Ausstellung überall präsent, und Beckman hatte das Symbol selbst auf Fahnen und vor dem Eingang auf der Straße festgehalten. Innerhalb von knapp drei Monaten gelang es Beckman damit das Symbol jedem Schweden zu vermitteln, wobei die Plakate noch heute auf Auktionen gehandelt werden. Die größte Sammlung seiner Arbeiten als Reklamezeichner findet man heute im Museum in Kristianstad.

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Freitag, 10. Juni 2016

Die erste Straßenbahn in Helsingborg

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert entwickelte sich Helsingborg mehr und mehr zu einer Großstadt. Es entstanden die Häfen, die Eisenbahn erreichte die Stadt und die wirtschaftliche und industrielle Entwicklung führten gleichzeitig zu einem bedeutenden Bevölkerungswachstum, denn zwischen 1850 und 1890 hatte sich die Anzahl der Einwohner nahezu verdoppelt und lag bereits bei über 40.000 Einwohnern. Dieses Bevölkerungswachstum führte auch dazu, dass man sich Gedanken über die Infrastruktur machte, denn beim Wachstum der Stadt wurde es immer schwieriger zu Fuß die verschiedenen Arbeitsstellen zu erreichen und die von Pferden gezogenen Busse hatten die Grenze des Möglichen erreicht.

Im Jahre 1886 sprach man im Stadtrat von Helsingborg dann erstmals vom Bau einer Straßenbahn, jedoch ohne das Projekt je in Angriff zu nehmen. Erst 1899 taucht die Frage dann erneut beim Stadtrat auf, als die Bevölkerungsmenge bereits auf nahezu 50.000 Personen angestiegen war, aber erneut fehlte der Enthusiasmus. Weitere drei Jahre später begann man dann jedoch ernsthaft vom Bau einer elektrischen Straßenbahn zu sprechen, nicht zuletzt auch deswegen, weil für das Folgejahr die Helsingborgs Industri- och slöjdutställning geplant war. Die Arbeiten wurden nahezu unmittelbar aufgenommen um am Tag der Ausstellungseröffnung am 10. Juni 1903 auch die Straßenbahn einweihen zu können.

Da man ab März 1903 rund um die Uhr an der Straßenbahn Helsingborgs arbeitete, konnte man bereits Ende Mai die Strecke probeweise befahren. Dennoch ging nicht alles so wie geplant, denn als man am 10. Juni 1903 die Eröffnung der Straßenbahn vor dem Rathaus in Helsingborg zu feiern begann, lag die Konzession für den Fahrbetrieb noch nicht vor. Noch während der Einweihung kam jedoch ein Telegramm mit der Nachricht, dass König Oscar II. die Genehmigung auf Schloss Sofiero unterschrieben hatte. Damit erhielt Helsingborg als dritte Stadt Schwedens eine Straßenbahn, die jedoch 1967 wieder eingestellt wurde. Zwischen 2018 und 2020 soll die Stadt jedoch erneut eine Straßenbahn erhalten.


10. Juni 1815: Emilie Risberg und der historische Roman Schwedens
10. Juni 1926: Die schwedische Schauspielerin Brita Borg
10. Juni 1933: Das Tragen politischer Uniformen wird verboten
10. Juni 1982: Prinzessin Madeleine feiert ihren 30. Geburtstag
10. Juni 1982: Laleh Pourkarim, als Musikerin bekannt als Laleh
10. Juni 2005: Svinesundsbron, die Grenze zwischen Schweden und Norwegen

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Samstag, 5. September 2015

Die Stadtbibliothek in Helsingborg wird gegründet

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden in ganz Schweden im Rahmen der Volksbildungsbewegung Lesezirkel gegründet, wobei jener in Helsingborg bis zum Jahr 1810 zurückzuverfolgen ist. Nur wenig später entstanden dann auch die ersten Buchklubs, wenn auch noch unter völlig anderer Weise als heute, denn die meisten Buchhandlungen in den Städten begannen Bücher gegen eine geringe Gebühr zu verleihen, eine Bewegung, die sowohl Jöns Torell, der damalige Herausgeber der Helsingborgs-Posten, als auch Oscar Patrik Sturzen-Becker, der Herausgeber der Östersunds-Posten, in Helsingborg folgten. Nur wenige Jahrzehnte später entstanden dann auch die ersten privaten Bibliotheken, nicht nur in Helsingborg, sondern auch den umliegenden Orten.

Da diese Bibliotheken jedoch oft nur kleineren und wohlhabenderen Schichten der Bevölkerung zugänglich waren, setzte sich der liberale Politiker Fredrik Theodor Borg im Stadtrat Helsingborgs für die Schaffung einer öffentlichen Bibliothek ein. Am 5. September 1860 entschied sich dann der Stadtrat für die Einrichtung dieser Bibliothek, die bereits am 12. Dezember des gleichen Jahres in einer Volksschule öffnete. Obwohl die Jahresgebühr für die Benutzung der Bibliothek nur ein Reichstaler war, wurden Lehrlinge, Dienstvolk und gewöhnliche Soldaten auch von dieser Gebühr befreit.

Im Jahre 1915 wurde dann die Leihgebühr der Stadtbibliothek Helsingborg ganz abgeschafft und nur zwei Jahre später wurde auch ein ausgebildeter Bibliothekar eingestellt, der für den gesamten Einkauf und Ausbau der Bibliothek verantwortlich war. Allerdings sollte es bis zum Jahr 1965 dauern, bis die Bibliothek auch einen endgültigen Raum bekam, denn zwischen 1860 und 1965 musste man mit dem Anwachsen der Buchmenge immer wieder umziehen. Das Bibliotheksgebäude von 1965 ist noch heute das Hauptgebäude der Helsingborger Stadtbibliothek, auch wenn es mehrmals umgebaut und erweitert wurde um dort auch andere Aktivitäten als den Leihverkehr zu ermöglichen.


5. September 1695: Carl Gustaf Tessin, Kunstsammler und Politiker
5. September 1774: Der deutsch-schwedische Künstler Caspar David Friedrich
5. September 1816: Axel Gabriel Silverstolpe, ein literarischer Revolutionär
5. September 1871: Carl Edward Norström, Pionier des schwedischen Eisenbahn
5. September 1987: Die beliebte Sendung På Spåret hat in Schweden Premiere
5. September 1995: Ebba Lindqvist, Gedichte vom Meer und dem Bohuslän
5. September 2001: Der schwedische König wird mit Torte beworfen

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 4. Juni 2015

Der schwedische Fahrradweg Kattegattleden

Ab 2008 planten zehn Gemeinden in drei Regionen Schwedens den Bau des längsten zusammenhängenden Fahrradwegs in Schweden, mit der Idee dabei so wenig wie möglich Autostraßen benutzen zu müssen und genügend Attraktionen auf der Strecke zu finden, dass ein Fahrradurlaub auch wirklich zu einem Erlebnis wird. Selbst ungeübte Fahrradfahrer können heute die Strecke von rund 370 Kilometern in acht Etappen schaffen und dabei die Vielfalt der südschwedischen Küstenlandschaft erleben. Aber selbstverständlich kann man auch weitaus öfter Halt machen oder die Strecke im Rekord zurücklegen.

Ab 4. Juni 2015 war es soweit, dass die Endstellen des Kattegattleden, wie dieser Fahrradweg genannt wurde, in Göteborg und in Helsingborg eingeweiht wurden und von beiden Orten eine Gruppe an Fahrradfahrern aufbrach um in einer Staffelfahrt mit mehrmaliger Übergabe des Stabes am 6. Juni gemeinsam Halmstad zu erreichen und im dortigen Stadtpark den gesamten Kattegattleden einzuweihen. Der Kattegattleden ist ein nationales Projekt in das bisher 40 Millionen Kronen gesteckt wurden und der dazu dienen soll den Fahrradtourismus in Schweden zu entwickeln.

Im Gegensatz zu den Autostraßen führt der Kattegattleden weitgehend entlang der Küste und führt an einigen der interessantesten touristischen Attraktionen der Küstenstädte vorbei, wobei man an den Etappen auch Unterkünfte findet, Restaurants liegen und man sogar Fahrräder mieten kann, falls man nur eine Teilstrecke fahren will oder das eigene Fahrrad zu Hause ließ. Im Grunde war der Kattegattleden bereits im Oktober 2014 einsatzbereit, aber da der Winter an der Küste nicht gerade einladend ist, beginnt die wahre Saison des nationalen Fahrradwegs erst am 6. Juni 2015.


4. Juni 1845: Lasse-Maja, der schwedische Dieb in Frauenkleidern
4. Juni 1870: Maria Elisabeth Hesselblad erweckt den Birgittaorden
4. Juni 1882: John Bauer und die Sagenwelt Schwedens
4. Juni 1965: Wadköping, vom Traum zur Wirklichkeit
4. Juni 1971: Der schwedische Sänger Peter Jöback

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Der Filborna skogspark in Helsingborg

Am 22. Oktober 2011 weihte die Stadt Helsingborg einen Park besonderer Art ein, der in gewisser Weise eine Verlängerung des grünen Streifens Vasatorpsstråket bildet und zu einem Naturerlebnis besonderer Art einlädt. Wie der Name schon sagt, so handelt es sich um einen Skogspark, also eine 30 Hektar große Anlage in der Wald und Park eine Einheit bilden. Jeder Bewohner der Stadt Helsingborg kann die Anlage, die bereits in den 80er Jahren ihren Anfang nahm, zu Fuß erreichen und dabei in eine teilweise fremde Welt eintauchen.

Alles begann mit einer Idee des Stadtrats, einem Projekt der Landwirtschaftsuniversität Alnarp und damit, dass in den 90er Jahren Schulklassen in Helsingborg regelmäßig Bäume pflanzen, die heute den sogenannten Barnens skog ausmachen, der direkt an den Filborna skogspark anschließt. Bereits in der Planung sollte das Gebiet eine Freizeitanlage werden in der man die schwedische Natur, aber auch exotische Pflanzungen finden sollte indem man den Wanderwegen folgt, die von einem Gebiet zum nächsten führen, aber man wollte auch Möglichkeiten zum Grillen und für Picknicks einschließen.

Heute besteht der Filborna skogspark vor allem aus drei Bereichen, nämlich dem sogenannten Silberteich (Silverdamm) mit seinen Wasser- und Sumpfpflanzen. Der Teich erhielt seinen Namen nach einem Silberschatz aus der Wikingerzeit, der hier gefunden wurde. Der zweite Teil besteht aus einer schwedischen Naturlandschaft mit Bäumen, Büschen und Blumen aus ganz Schweden und der dritte Teil ist exotischen Bäumen und Gewächsen aus China, Japan und Korea gewidmet. Da Helsingborg keinen Botanischen Garten besitzt, bietet der Filborna skogspark, gemeinsam mit der Parkanlage an der Ramlösa Heilquelle und dem Schlosspark Sofiero, eine sehr interessante Alternative für Naturliebhaber.


22. Oktober 1592: Der schwedische Feldherr Gustaf Carlsson Horn
22. Oktober 1652: Johannes Bureus, Runensteine und Grammatik
22. Oktober 1652: Johannes Bureus, der Vater der schwedischen Grammatik
22. Oktober 1848: Der schwedische Historiker Emil Hildebrand
22. Oktober 1894: Gillis Bildt als Ministerpräsident Schwedens
22. Oktober 1896: Die Geschichte der Kekse aus Örebro
22. Oktober 1897: Carl Anders Kullberg, der unsichere Dichter
22. Oktober 1921: Czesław Słania, ein schwedischer Künstler der Miniatur

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 21. Mai 2014

Knut der Heilige verleiht Helsingborg die Stadtrechte

Helsingborg zählt heute zu einer der ältesten Städten Schwedens, wobei archäologische Funde belegen, dass es im Raum der heutigen Stadt bereits während der Wikinger eine Siedlung gab. Erstmals schriftlich genannt wird Helsingborg im Jahr 1070, als der deutsche Bischof Adam von Bremen die Bewohner des Nordens als grausame Barbaren beschrieb, eine Meinung, die noch heute viele Gewchichtswissenschaftler übernehmen, jedoch nichts anderes als Vorurteile sind und dabei hilft die Wikinger als mörderische Piraten zu beschreiben.

Die Bedeutung Helsingborgs in der ältesten nordischen Geschichte beruht vermutlich bereits darauf, dass sich hier die engste Stelle des Öresund befindet und Helsingborg zu dieser Zeit fest in dänischer Hand war und ein schneller Zugang nötig war. Skåne, und damit auch Helsingborg, wurde erst mit dem Frieden von Roskilde im Jahre 1658 schwedisch. Genau genommen wurde Helsingborg daher von den Dänen und nicht von den Schweden gegründet. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass die Stadtrechte, die schriftlich bis zum 21. Mai 1085 zurückreichen, vom dänischen König Knut dem Heiligen ausgefertigt wurden.

Knut der Heilige, auch als Knut IV. bezeichnet, gehörte zu jenen Königen, die von einem Grossdänemark träumten und daher als Kriegskönig bezeichnet werden kann. Dass Knut IV. heilig gesprochen wurde, beruht im Grunde nur darauf, dass seine Erben unmittelbar alles in die Wege setzten um den König nach seinem Tod unsterblich zu machen und ein unbekannter Mönch eine Legende verfasste, die den König zu einem Märtyrer machte. Wenn man in Schweden vom Knutdagen spricht, der jedes Jahr auf den 13. Januar fällt, so hat dies nichts mit dem Heiligen Knut zu tun, der vor allem von der römisch katholischen Kirche gefeiert wird, sondern man bezieht sich auf Knut Lavard, einen Neffen des Königs, der neben Olav dem Heiligen, einer der populärsten Personen des nordischen Mittelalters war.


21. Mai 1742: Lars Roberg, der Gründer des Akademiska Sjukhuset
21. Mai 1751: Gudmund Jöran Adlerbeth und die gustavianische Epoche Schwedens
21. Mai 1800: Carl August Ehrensvärd, ein Admiral als Künstler
21. Mai 1894: Der schwedische Künstler Kurt Jungstedt
21. Mai 1949: Björn Ranelid, die Selbstüberzeugung in Person
21. Mai 1975: Marit Bergman und die Popkolonie für Mädchen
21. Mai 2010: Die schwedische Sängerin Anna-Lena Löfgren

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 19. März 2013

Alfred Hellerström, der Baumeister Helsingborgs

Als Alfred Hellerström am 19. März 1863 als siebtes Kind in einer Familie von Baumeistern geboren wurde, ahnte niemand, dass er einmal einer der bedeutendsten Architekten in Skåne (Schonen) werden würde und sich in Form zahlreicher Bauwerke für die er zwischen 1890 und 1923 verantwortlich war, in der Stadt Helsingborg verewigen würde. Niemand, der heute durch diese Stadt bummelt wird seine Bauten vermeiden können und viele kommen um gerade deshalb in die Stadt um seine Architektur genauer zu betrachten.

Dabei sah die Zukunft von Alfred Hellerström eigentlich gar nicht so blendend aus, denn er hatte zwar sehr früh eine Ausbildung als Baumeister erhalten, aber um Architekt zu werden, benötigte er auch die Hochschulreife, die ihm leider fehlte. Dank seines älteren Bruders kam er zwar in einem renommierten Architekturbüro in Stockholm unter, wo er auch eine praktische Ausbildung als Architekt erhielt, aber damit schien dennoch das Ende der Karriere erreicht zu sein. Die Rettung wurde schließlich eine königliche Ausnahmegenehmigung zu einem Hochschulstudium, die Alfred Hellerström erhielt nachdem er dem König seine Zeichnungen zugeschickt hatte und dieser die außerordentliche Fähigkeit Hellerströms erkannt hatte.

Nach Helsingborg kam Alfred Hellerström dann ebenfalls durch sein Können, denn als er 1889 in der Tidning för Byggnadsväsendet vier Ausschreibungen fand, entschied er sich an drei davon teilzunehmen. Bei allen dreien konnte Hellerström einen Spitzenplatz erreichen, aber den ersten Platz nahm er nur beim neuen Rathausprojekt in Helsingborg ein. Hellerström baute das Helsingborger Rathaus in einem neugotischen Stil, angepasst auf die nordische Architektur und ließ sich in einigen Details vom Campanile in Venedig und dem Holstentor in Lübeck inspirieren, Symbole, die man heute noch sehr deutlich erkennen kann. Als der Architekt später auch Stadtarchitekt Helsingborgs wurde, entstanden auf seinem Reißbrett rund 20 Jahre lang alle wichtigen Gebäude der Stadt, unter anderem auch die Markthalle, die jedoch 1966 abgerissen wurde.


19. März 1911: Allan Hernelius macht die SvD zum politischen Organ
19. März 1914: Der Verein der freidenkenden Frauen Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Göteborger Flugschau 2013

Samstag, 20. Oktober 2012

Der Tod des schwedischen Rennfahrers Gunnar Nilsson

Als Gunnar Nilsson im Jahre 1973 erstmals die Saison Formel Vee geschafft hatte und im selben Jahr beim Formel 2 Rennen auf dem Nürnberger Norisring den vierten Platz einnahm, öffneten sich die Türen für den schwedischen Rennfahrer, denn bereits im nächsten Jahr hatte er einen Vertrag mit Polifac und nahm in einem der legendären March F3 Platz. 1975 gewann Gunnar Nilsson mit dem gleichen Fahrzeug die britische F3-Meisterschaft, was ihm den Aufstieg in eine höhere Klasse garantierte.

In den Jahren 1976 und 1977 fuhr Gunnar Nilsson bereits Formel 1 für Lotus, erzielte im ersten Jahr elf Punkte und zeigte seine besonderen Fähigkeiten im Grand Prix in Spanien und in Österreich. Im zweiten Jahr erreichte er 20 Punkte und nahm den achten Platz im Gesamtrang ein. Im Jahr 1978 hatte er bereits einen Vertrag mit Arrows in der Tasche, aber es sollte keine neue Saison werden, denn die Ärzte stellten einen Hodenkrebs fest. Da die Bestrahlung keinerlei Wirkung zeigte, starb Gunnar Nilsson am 20. Oktober 1978 im Alter von 29 Jahren.

Die Geschichte des Rennfahrers Gunnar Nilsson endet jedoch nicht an diesem Oktober des Jahres 1978, denn seine Mutter gründet mit dem Geld, das er eingenommen hatte und noch ausbezahlt bekam eine Krebsstiftung in Helsingborg, der Geburtsstadt des Rennfahrers, die jedes Jahr mit rund vier Millionen Kronen die Krebsforschung unterstützt, denn auch wenn der Sohn nicht zu retten war, so ist sie überzeugt, dass man mit genügend Forschung andere retten kann.


20. Oktober 1650: Kristina wird zur Königin von Schweden gekrönt

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 27. September 2012

Der Hafen in Helsingborg hat Geburtstag

Warum man den 27. September 1809 als den Geburtstag des Hafens von Helsingborg betrachtet, kann eigentlich niemand so richtig sagen, denn das Steinpier an dem die Schiffe damals anlegten wurde bereits 1766 gebaut, als es eine einfache Holzbrücke ersetzte, die kaum für das Anlegen von Frachtern geeignet gewesen war, und der tatsächliche Plan für den Ausbau des Hafens kam erst 1827 und führte fünf Jahre später zur offiziellen Eröffnung.

Wenn man der Geschichte Helsingborgs folgt, so stellt man auch sehr schnell fest, dass hier bereits im 9. Jahrhundert ein reger Schiffsverkehr vorhanden war, denn die Lage der heutigen Stadt zog nicht nur Fischer an, sondern auch Händler, die von hier aus einen regen Handel mit Deutschland und Holland unterhielten, auch wenn die Schiffe jener Tage noch keine ausgedehnten Hafenlagen mit festen Piers und gigantischen Kränen benötigten.

Als man zu Beginn des 19. Jahrhunderts erkannte, dass Helsingborg einen modernen Hafen benötigte, beauftragte man mit den Arbeiten Baltzar von Platen, der bereits den Göta Kanal gebaut hatte, eine Entscheidung, die man nicht bereute, denn der Architekt schuf ein Hafenbecken, das von zwei Seiten mit massiven Steinpiers versehen war, was die Anlage zur modernsten Schwedens jener Zeit machte und ein Vorbild für andere nordische Hafenanlagen wurde. Allerdings sollte Baltzar von Platen die Einweihung des Hafens durch Karl XIV. Johan nicht mehr erleben, denn er starb am 6. Dezember 1829 in Kristiania.


27. September 1777: Johan Anders Wadman, der Skalde, der an Alkoholmangel stirbt
27. September 1843: Selma Billström, die unbekannte Frauenrechtlerin
27. September 1889: Albin Ahrenberg, ein Luftpionier Schwedens 
27. September 1963: Die Möllebanan, die Eisenbahn zwischen Höganäs und Mölle

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Dienstag, 28. August 2012

Jan Guillou hilft dem Kriminellen Keith Cederholm

Am 28. August 2010 starb Keith Cederholm im Gefängnis an Krebs, ein Mann, der sein Leben lang einer kriminellen Karriere folgte und bei seinem bekanntesten Fall, der in Schweden als der Raggarmordet bekannt wurde, unerwartet Hilfe von Jan Guillou erhielt, der den Fall im Fernsehprogramm Rekord-Magazinet aufnahm und die Unschuld Cederholms beweisen konnte. Auf Grund der Ausführungen Guillous wurde Keith Cederholm dann vom Obersten Gerichtshof Schwedens von der Anklage freigesprochen, da man Keith nicht einmal die Planung der Tat beweisen konnte.

Keith Cederholm war am 1. September 1958 in Eskilstuna geboren worden und war bis zu seinem 13. Lebensjahr mit dem Jahrmarktsbetrieb seines Vaters quer durch Schweden unterwegs. Nach der Scheidung seiner Eltern im Jahre 1971 zog er mit der Mutter nach Helsingborg, die sich dort erneut verheiratete. Dort wurde Keith, nach eigenen Aussagen, ständig vom Stiefvater misshandelt. Da er wegen den familiären Spannungen wenig zu Hause sein wollte, schloss er sich einem Kreis an, der sich der Kleinkriminalität in Helsingborg widmete und deren Führer er bald wurde.

Der berühmte Raggarmordet hatte seinen Ursprung in einem Gangkrieg zwischen den Raggare Malmös und jenen Helsingborgs unter Keith Cederholm. Am 22. November wurde Bo Göranason, ein Kleinkrimineller Malmös als verschwunden gemeldet und ein Tag später wurde in Granbacken der Hof der Malmöer Raggar-Gruppe abgebrannt. Bo Göranson wurde später tot aus dem Hafen in Helsingborg gefischt. Zeugen wollten Keith Cederholm am Tatort gesehen haben und beschrieben ihn auch als den Mörder von Bo. Cederholm wurde daher wegen Mord und Brandstiftung verurteilt. Jan Gouillou beschäftigte der Fall und er überprüfte alle Aussagen, wobei er feststellte, dass die Polizei oberflächlich gearbeitet hatte, da Keith während der Mordes und der Brandstiftung gar nicht in Malmö sein konnte, da ihn absolut zuverlässige Zeugen an einem anderen Ort getroffen hatten. Der Fall wurde daher neu geprüft und Keith Cederholm freigesprochen. Allerdings setzte er seine kriminelle Karriere fort und landete dennoch bald wieder im Gefängnis.


28. August 1649: Die Kattan sinkt auf der Fahrt nach Nya Sverige
28. August 2010: Die Botniabanan wird in Nordschweden eingeweiht 

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 13. Juni 2012

Stellan Skarsgård, anerkannter Schauspieler ohne Ausbildung

Der am 13. Juni 1951 in Göteborg geborene Schauspieler Stellan John Skarsgård gehört heute zu den bedeutendsten Schauspieler Schwedens, die nicht nur im eigenen Land Karriere machten, sondern auch ständig von Hollywood engagiert werden. Stellan Skarsgård wurde jenseits des Ozeans für so bedeutende Filme wie „Angels & Demons“, „The Girl with the Dragon Tattoo“ oder „The Avengers“ engagiert. Insgesamt wirkte der Schauspieler bisher in über 60 Filmen mit und lieh selbst „Pelle Swanson“ in „Pelle Svanslös i Amerikatt“ seine Stimme.

Stellan Skarsgård, der während seiner Kindheit permanent mit seinen Eltern umziehen musste, fand sein Theaterinteresse in Malmö, als er mit dem ABF-Kindertheater während einer Sommersaison im Folkets Park auftrat. Mit 16 suchte Stellan Skarsgård dann etwas Stabilität und zog von zu Hause aus. Er zog nach Helsingborg, wo er eigentlich seine Schulbildung zu Ende machen wollte, ein Ziel, das er allerdings bereits 1969 endgültig aufgab und ohne Abschluss von der Schule abging. Von dieser Zeit an widmete sich Stellan ganz der Schauspielerei.

Auch wenn Stellan Skarsgård nie eine Schauspielschule besucht hatte, so konnte er bereits 1968 die Hauptrolle in der Fernsehserie „Bombi Bitt“ erhalten, was ihn unmittelbar zu einem Jugendidol Schwedens machte. Mit diesem Hintergrund wurde er dann in den folgenden Jahren in den Theatern in Helsingborg, Malmö, Uppsala und schließlich in Stockholm am Dramaten engagiert. Die Filmkarriere begann dann mit seiner Rolle als geistig Behinderter in „Den enfaldige mördaren“ im Jahre 1982, wofür er mit Preisen und Lob überhäuft wurde. 1988 kündigte er dann seinen Vertrag beim Dramaten und begann mit „Varats olidliga lätthet“ nach einem Buch von Milan Kundera seine internationale Filmkarriere.


13. Juni 1854: Jenny Nyström und die schwedischen Weihnachtstrolle
13. Juni 1901: Tage Erlander und der schwedische Sozialismus

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Freitag, 17. Juni 2011

Die Ramlösa Heilquelle bei Helsingborg

Am 17. Juni 1707 öffnete Johan Jacob Döbelius die Ramlösa Heilquelle im Südosten Helsingborgs, nachdem er das Wasser bereits in den Jahren 1701, 1705 und 1706 untersucht hatte und eine heilende Wirkung entdeckte. Sehr bald war die Ramlösa Heilquelle überall in Dänemark und Schweden bekannt und als dann im 19. Jahrhundert die königliche Familie und der Adel des Landes regelmäßige Besucher der Heilquelle wurden, war der Zustrom kaum noch aufzuhalten. Als man kurz vor der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert eine neue Quelle fand, die noch mehr Minerale enthielt, konnte das Ramlösa auch in Flaschen abgefüllt werden, was der Beginn des heutigen Unternehmens wurde.


Als die Quelle im Jahre 1801 seine königlichen Privilegien erhielt, durfte das Quellwasser auch verkauft werden, wobei es hier vier Preise gab, denn Arme bekamen es kostenlos, Priester und einige andere Gruppen konnten den Preis selbst festlegen, allgemeine Bürger bezahlten einen Taler und Reiche mussten zwei Taler und 24 Schillinge entrichten. Gleichzeitig mit dieser Entwicklung setzte auch eine starke Bautätigkeit um die Quelle ein, da Hotels, Wohnungen und selbst ein Lazarett nötig wurden. Eingebettet wurde die Gesamtanlage in einen Park, der mittlerweile, wie auch die Gebäude, unter Denkmalschutz stehen.

1973 wurde dann die Abfüllung der Flaschen nach Ättekulla verlegt und sämtliche Kuranlagen wurden geschlossen. Aber auch wenn das Gelände und die Gebäude heute nur noch von touristischem Interesse ist, so wird das Wasser der beiden ursprünglichen Quellen, die unterschiedliches Wasser liefern, weiterhin verkauft und getrunken. Das als natürliches Mineralwasser anerkannte Ramlöse, das man in verschiedenen Geschmacksrichtungen findet, wird mittlerweile allerdings vom dänischen Unternehmen Carlsberg vermarktet.

17. Juni 1397: Erich von Pommern im Kampf gegen die Hanse
17. Juni 1887: Der schwedische Künstler Hugo Birger

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