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Donnerstag, 24. Dezember 2015

Die Schriftstellerin und Künstlerin Henny Utsi Åhlin

Henny Utsi Åhlin, geborene Utsi, kam am 24. Dezember 1930 in Karesuando in Norrbotten zur Welt und wuchs im nahen Dorf Mertajärvi auf. Da die Familie auf 14 Personen anwuchs, war Fisch und Nahrung aus der kleinen Landwirtschaft die Hauptnahrung. Ihre Schulbildung erhielt Utsi Åhlin in der Dorfschule in der ein Lehrer für drei Klassen gleichzeitig zuständig war, was jedoch auch den Vorteil hatte, dass man dort die schwedischen Gesetze zur Bildung nicht ganz so ernst nahm und Finnisch die allgemeine Schul- und Umgangssprache war, auch wenn sich alle Schüler anstrengten auch gutes Schwedisch zu lernen.

Da Henny Utsi Åhlin jedoch auf eigenen Beinen stehen wollte, musste sie zur weiteren Bildung das Dorf verlassen. Zuerst besuchte sie eine Volkshochschule in Västerbotten, anschließend die Haushaltsschule in Öjebyn und schließlich noch die Fachschule für Haushaltsökonomie in Uppsala, was der späteren Schriftstellerin und Künstlerin den Weg zur Hauswirtschaftlerin öffnete. Nach einigen Jahren in diesem Beruf und ständigen Umzügen, die mit dem Beruf ihres Ehemanns zusammenhingen, kam die Familie 1965 schließlich nach Eksjö und ließ sich dort endgültig nieder.

In Eksjö ging Henny Utsi Åhlin auf eine Halbtagsbeschäftigung zurück und machte Fernkurse in Textilkunst und Lebensmittelwissenschaft. Bald nahm jedoch die Kunst die wichtigere Stellung ein, denn nach ihrer ersten Ausstellung in Eksjö im Jahre 1968 folgten auch Ausstellungen in anderen Ländern. Dies hielt Utsi Åhlin jedoch nicht davon ab nebenbei auch die Pädagogische Hochschule zu besuchen und 1976 den Abschluss als Lehrerin zu machen. 1981 kam erneut eine Wendung im Leben Utsi Ählins, denn es erschien ihr Buch Lakkasbarnen, dem weitere Werke folgen sollten. Aufsehen erregte die Schriftstellerin vor allem mit ihren beiden Büchern Nordkalotten brinner und Krigets vindar över Nordkalotten, denn in diesen Büchern beschreibt sie das Leben in Nordschweden während des Zweiten Weltkriegs, als Flüchtlinge von zwei Seiten in Lappland ankam und gleichzeitig die deutsche Kriegsmacht seine Präsenz zei
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24. Dezember: Der Heilige Abend (Julaftonen) in Schweden
24. Dezember 1643: Israel Kolmodin und der bekannteste Psalm Schwedens
24. Dezember 1731: Gustaf Fredrik Gyllenborg, der Satiriker des 18. Jahrhunderts

24. Dezember 1861: Der schwedische Architekt Rudolf Arborelius
24. Dezember 1967: Die schwedische Sängerin Pernilla Wahlgren
24. Dezember 1973: Martin Kellerman und der Hund Rocky
24. Dezember 2009: Bernt Erikson, der unverstandene Dichter Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 7. Februar 2015

Charles Emil Hagdahl und die moderne Küche Schwedens

Charles Emil Hagdahl kam am 7. Februar 1809 in Linköping zur Welt und wurde überwiegend im Wallenbergska huset von den Privatlehrern der Familie Wallenberg auf die Hochschulreife vorbereitet. Nach der Hochschulreife studierte Hagdahl Medizin an der Universität Uppsala, ein Studium, das er 1841 mit einer Abhandlung über Koliken erfolgreich beendete. Kurz nach Ende des Studiums und seiner Hochzeit brach der Mediziner mit seiner Frau auf eine zweijährige Hochzeitsreise durch Europa auf, während der er jedoch zahlreiche Gefängnisse der verschiedenen Länder besuchte um in Schweden über die Situation in den europäischen Gefängnissen berichten zu können. Für diese Arbeit hatte Hagdahl auch ein Stipendium erhalten, das dem Ehepaar die ausgedehnte Hochzeitsreise erleichterte.

Eines der größten Interessen des Mediziners Hagdahl wurde, nach dem frühen Tod seiner Frau, die gesunde Küche, bei dessen Ausarbeitung er von seiner Haushälterin und Geliebten bedeutend unterstützt wurde. Auf rund 1000 Seiten schuf Hagdahl das erste umfassende, moderne, schwedische Kochbuch, das nicht nur, teilweise auf amüsante Weise, 3000 Rezepte bietet, sondern auch die verschiedenen Lebensmittel vorstellt und selbst Hinweise zur Erziehung von Hausmädchen liefert. Das Werk, das erstmals 1879 erschien, wurde über Jahrzehnte hinweg das Standartwerk der modernen schwedischen Küche und gilt als die Basis der heutigen Kochkunst des Landes.

Das Original des Buches findet man heute im Archiv des Östergötlands Länsmuseum in Linköping, dessen Entstehen ebenfalls auf Charles Emil Hagdahl zurückgeht, denn 1895 vermachte er seine umfassende Kunstsammlung und 20.000 Kronen, damals eine sehr bedeutende Summe, der Stadt Linköping, allerdings unter der Voraussetzung, dass diese ein Kunstmuseum baue, das 1939 im heutigen Museum der Stadt integriert wurde, einem Bau der Architekten Nils Ahrbom und Helge Zimdal. Charles Emil Hagdahl gilt noch heute als Gönner der Stadt Linköping und wurde nach seinem Tod am 29. November 1897 auch dort beerdigt.


7. Februar 1795: Anders Fryxell und der erste Geschichtsroman Schwedens 
7. Februar 1837: Gustav IV. Adolf, der vom Thron verstoßene König Schwedens
7. Februar 1839: Karl August Nicander, Aufstieg und Fall eines Poeten 
7. Februar 1871: Wilhelm Stenhammar: Pianist, Komponist und Dirigent 
7. Februar 1909: Enok Sarri, der Wettermann der Samen

Copyright: Herbert Kårlin

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