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Dienstag, 19. Januar 2016

Albin Hagström und das schwedische Akkordeon

Albin Hagström, geboren am 25. Mai 1905 in Orsa, interessierte sich seit frühester Kindheit für Musik und kaufte im Alter von 13 Jahren sein erstes Akkordeon, mit dem er anschließend in seiner Heimatgegend zum Tanz aufspielte. In der Zeit ohne Auftritte vermietete er sein Instrument, was sich als ein lukratives Geschäft erwies und ihm ermöglichte mit 19 Jahren in Älvdalen die Firma Albin Hagström zu gründen, ein Unternehmen, das in den ersten Jahren Akkordeons importierte und diese in Schweden verkaufte.

Die Firma Albin Hagström, die am 19. Januar 1925 offiziell in Älvdalen eingetragen wurde, war der Beginn einer legendären Musikgeschichte Schwedens, denn die Nachfrage nach seinen Instrumenten war so hoch, dass Hagström sich entschied in Italien Akkordeons bauen zu lassen, die vom Aussehen und vom Klang eigens für den schwedischen Markt geschaffen wurden. Während seiner zahlreichen Aufenthalte in Italien lernte Hagström auch gleichzeitig das Handwerk eines Akkordeonbauers. Als daher eine Währungskrise einsetzte, entschied sich Hagström 1932 seine Akkordeons in einer eigenen Fabrik in Älvdalen zu bauen.

Innerhalb von 20 Jahren entwickelte sich die Firma Albin Hagström zu einem der wichtigsten Akkordeonhersteller weltweit, wobei Hagström ab 1958 auch Gitarren herstellte, die zu Beginn sehr den Gibson Les Paul ähnelten. In dieser Zeit war aus einem Ein-Mann-Unternehmen eine Firma mit über 400 Angestellten entstanden. Als die Produktion der Instrumente im Jahre 1983 eingestellt wurde, hatte das Unternehmen Albin Hagström über 700.000 Akkordeons und rund 130.000 Gitarren hergestellt und verkauft. Während 1983 die Geschichte des schwedischen Akkordeons zu Ende ging, werden seit 2005 einige der legendären Hagström-Gitarren, mit leichten Veränderungen, in China wieder hergestellt.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 4. April 2015

Der schwedische Kapellmeister Arne Hülphers

Arne Hülphers wurde am 4. April 1904 in Trollhättan geboren, wuchs jedoch die ersten Jahre seines Lebens im finnischen Åbo (Turku) auf. Einige Jahre später zog die Familie nach Stockholm, wo Hülpher auch seine Hochschulreife machte und die ersten Schritte in der Musik unternahm. Ab 1924 studierte Hülphers Musik an der musikalischen Akademie in der schwedischen Hauptstadt, wobei er sein Studium 1928 mit dem Examen eines Musikdirektors abschloss.

Wie für so viele Musiker jener Zeit, half das Examen Arne Hülphers nur sehr wenig, dann die ersten Jahre musste er in Tanzlokalen und als Unterhaltungsmusiker nahezu jeden Auftrag akzeptieren, der ihm angeboten wurde. Erst als Hülphers 1933 im Kaosorkestern aufgenommen wurde, ging der Weg des Musikers aufwärts, denn nur ein Jahr später konnte er das Orchester übernehmen, wobei er ihm dann den Namen Fenixorchester gab. Die Aufträge nahmen zu und durch Auftritte in den schwedischen Volksparks wurde das Orchester landesweit bekannt.

Auch während des Zweiten Weltkriegs spürte Arne Hülphers kaum einen Niedergang und sein Orchester spielte, neben Tanzmusik, auch in zahlreichen Revuen. Ab 1937 wurde Hülphers vor allem in Deutschland bekannt, was allerdings dazu führte, dass er sein schwedisches Orchester auflöste um mit verschiedenen deutschen Orchestern zu spielen. Auch wenn Hülphers in den Folgejahren sowohl in Deutschland als auch in Schweden spielte, wurde sein deutsches Engagement von vielen Seiten kritisiert. Hülphers war in jenen Jahren jedoch auch in den rechtsextremen Kreisen Schwedens zu finden, die für die deutsche Politik eintraten. Als Hülphers 1956 Zarah Leander heiratete, begleitete er seine Frau bei ihren zahlreichen Auftritten auch als musikalischer Begleiter und wirkte als Dirigent für die Begleitorchester.


4. April 1611: Schweden und Dänemark kämpfen bei Kalmar 
4. April 1764: Gustaf Johan Gyllenstierna wird zu Johan Axelsson
4. April 1869: Johan Göth und die Lokalgeschichte Smålands 
4. April 1892: Edith Södergran, die erste Modernistin der schwedischen Literatur 
4. April 1915: Lars Ahlin und das soziale Leben der schwedischen Kleinstadt 
4. April 1930: Victoria von Baden wird schwedische Königin 
4. April 1957: Peter Englund und die Geschichte Schwedens 
4. April 1966: Der schwedische Filmer Lorens Marmstedt 
4. April  1973: Gösta Knutsson und Pelle Svanslös

Copyright: Herbert Kårlin

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