Donnerstag, 27. Oktober 2011

Dawit Isaak, zehn Jahre Gefangenschaft eines Journalisten

Am 27. Oktober 1964 wurde der Journalist, Schriftsteller und Dramatiker Dawit Isaak in Eritrea geboren. Während des Unabhängigkeitskrieg des Landes kam er dann als Flüchtling nach Schweden, wo er zu Beginn als Raumpfleger arbeitete. 1992 erwarb Dawit Isaak dann auch die schwedische Staatsbürgerschaft. Da er jedoch hoffte wieder nach Eritrea zurückkehren zu können, behielt er gleichzeitig die dortige Staatsbürgerschaft bei.

Als Eritrea dann seine Unabhängigkeit errungen hatte, kehrte Dawit Isaak zurück nach Asmara, wo er gemeinsam mit anderen Journalisten die erste unabhängige Zeitung des Landes gründete, Setif. Bereits 1998 brachen dann erneut bedeutende Grenzstreitigkeiten mit Äthiopien auf und Dawit Isaak kehrte nach Schweden zurück. Wenig später kam auch seine Familie nach und gemeinsam wohnten sie dann in Göteborg.

Als Dawit Isaak dann 2001 erneut nach Eritrea reiste, wurde er, gemeinsam mit anderen Journalisten festgenommen und angeklagt gegen die Sicherheit des Landes gearbeitet zu haben. Seit dieser Zeit sitzt der Journalist in Eritrea im Gefängnis, wobei er nach Tortur mehrmals ins Krankenhaus eingewiesen wurden. Ab Mai 2009 entstand in Schweden eine starke von mehreren Zeitungen unterstützte Bewegung für die Befreiung von Dawit Isaak, die jedoch bisher keinerlei Erfolg zeigte, da Eritrea Dawit Isaak als Bürger des eigenen Staates betrachtet und sich daher um ausländische Aktionen und Bemühungen nicht kümmert.

27. Oktober 1844: Klas Pontus Arnoldson, Träger des Friedensnobelpreises

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

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