Donnerstag, 23. Februar 2017

Helga Henschen, Schriftstellerin, Künstlerin und Illustratorin

Helga Henschel kam am 23. Februar 1917 als Tochter eines Medizinprofessors in Stockholm zur Welt und bereitete sich in der Maj Brings und der Otte Skölds Malerschule auf die Kunstakademie in Stockholm vor, die die Künstlerin von 1940 bis 1945 besuchte und wo sie, unter anderen, auch Isaac Grünewald und Arvid Fougstedt als Lehrer hatte. Bereits 1947 hatte Henschen dann die erste Separatausstellung, der im Laufe ihres Lebens mehrere bedeutende Ausstellung folgen sollten, unter anderem 1960 bei Färg und Form und 1972 in der Liljewalchs Kunsthalle.

Helga Henschen, die am 16. August 2002 im Alter von 85 Jahren in Sundbyberg starb, griff als Malerin vor allem zu Öl und Aquarell, war jedoch auch als Skulpteurin aktiv und hat in ihrer Eugenschaft als Künstlerin auch zahlreiche öffentliche Werke geschaffen, unter anderem die Ausschmückung der U-Bahn-Haltestelle Tensta und den Springbrunnen Dafne in Södertälje, die oft als die bedeutendsten Werke Henschens bezeichnet werden. Die Skulptur Gaia, die man seit 2001 im Europaparlament in Brüssel findet, geht neben diesen beiden Werken nahezu unter, trotz des starken Ausdrucks, den Henschen Gaia verleihen konnte.

Wenn man heute auf die gesamten Arbeiten von Helga Henschen zurückblickt, so stellt man jedoch sehr schnell fest, dass die Künstlerin in mehreren Bereichen sehr aktiv war, denn Henschen veröffentlichte zwölf Bücher, darunter drei Autobiographien, und illustrierte mehrere Bücher, unter anderem von Evert Taube, Gösta Knutsson und Ebbe Linde. Privat war Henschen zudem auch politisch sehr aktiv in der Friedensbewegung Schwedens, der Kulturarbeit der Sozialdemokraten und in Hilfsorganisationen, die sich um alles zwischen Tierschutz und dem Recht politischer Gefangener kümmerten. Lediglich im Privatleben hatte die Künstlerin weniger Glück, denn ihre beiden Ehen mit Schriftstellern hielten nur jeweils vier Jahre.


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Copyright: Herbert Kårlin

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