Posts mit dem Label Kurzfilm werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kurzfilm werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 4. Januar 2018

Die Schauspielerin und Opernsängerin Rosa Grünberg

Rosa Grünberg kam am 4. Januar 1878 als Tochter eines Kaufmanns in Stockholm zur Welt und begann sehr früh eine Ausbildung in Gesang und Bühnenkunst. Als Grünberg 20 Jahre alt war, bekam sie im September 1898 ihren erstes Engagement am Svenska Teatern, wo die Sängerin und Schauspielerin vor allem durch ihre Stimme die Aufmerksamkeit auf sich zog. Dies führte auch dazu, dass sie bereits nach kürzester Zeit von Albert Ranft ins Vasateatern geschickt wurde um dort mit dem Stück Geisha ihren Durchbruch hatte.

Im Jahr 1902 wechselte Rosa Grünberg dann zur reisenden Theatergesellschaft Ranfts und übernahm dort während der folgenden zwei Jahre zahlreiche singende Rollen. 1904 wechselte die Künstlerin dann zum Östermalmteater, wo Grünberg zur Primadonna der Stockholmer Bühnen aufstieg. Als dann 1906 das Oscarsteatern eingeweiht wurde, gehörte Grünberg von Beginn an zum Ensemble, sang jedoch noch bis 1914 ausschließlich Operetten, um dann jedoch im Königlichen Theater in Tosca ihre erste Hauptrolle in einer Oper zu übernehmen.

Zwischen 1908 und 1911 übernahm Rosa Grünberg auch mehrere Rollen in Kurzfilmen und trat immer wieder mit volkstümlichen Weisen auf, was sich erst änderte als die Sängerin am Königlichen Theater war. 1911 tauchte in Stockholm auch das Gerücht auf dass Grünberg eine Affäre mit dem Kronprinzen Gustaf Adolf habe, was offiziell jedoch nie bestätigt wurde. Als Grünberg dann 1918 Professor Yngve Sjöstedt heiratete, verließ die Künstlerin die Bühne, aber arbeitete weiterhin als Gesangspädagogin. Rosa Grünberg starb am 11. April 1960 im Alter von 82 Jahren in Stockholm.


4. Januar 1793: Bengt Lidner, der Skalde, der in Ungnade fiel
4. Januar 1890: Der Schauspieler und Regisseur Weyler Hildebrand
4. Januar 1911: Die ersten Postautos kommen nach Schweden 
4. Januar 1918: Schweden erkennt Finnland als unabhängigen Staat an 
4. Januar 1919: Der nordschwedische Norrländska Socialdemokraten
4. Januar 1960: Die Freihandelszone EFTA und die Stockholmer Konvention 
4. Januar 2008: Stig Claesson, der unbekannte Schriftsteller Schwedens
4. Januar 2013: Die feministische Literaturwissenschaftlerin Birgitta Svanberg
4. Januar 2014: Die Gründung der Christlichen Wertepartei KV 

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 23. April 2015

Der religiöse Dichter Anders Frostenson

Anders Frostenson kam am 23. April 1906 als ältester Sohn eines Landwirts in Loshult in Skåne zur Welt. Sehr früh zeigte sich, dass Frostenson nicht den Spuren seines Vaters folgen wollte, denn er studierte erst Sprachen, Literaturwissenschaft und Theologie an der Universität Lund und machte dort anschließend noch eine Kandidatur in Englisch, slawischen Sprachen und Philosophie, bevor er sich dazu entschied die Laufbahn eines Priesters zu ergreifen. Im Alter von 26 Jahren wurde Frostenson dann zum Priester geweiht und er begann in der Gustav Vasa Versammlung in Stockholm zu arbeiten. Nur wenige Jahre später kam er zur Versammlung Lovö, der er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1971 treu blieb.

Noch bevor Anders Frostenson die Laufbahn eines Priesters einschlug, hatte er bereits einen Gedichtband veröffentlicht und einige Kurzfilme über schwedische Dichter produziert, unter anderem über Nils Ferlin und Sven Lidman. Es war daher nahezu logisch, dass Frostenson sich als Priester dann dem Schreiben von Psalmen zuwandte. Da er jedoch leicht zu singende poetische Psalmen schrieb, stieß er nach der Veröffentlichung einiger seiner Werke im Psalmenbuch des Jahres 1937 auf eine beißende Kritik von Seiten der konservativen Priester des Landes, die einer Erneuerung von Psalmen abweisend gegenüberstanden. Frostenson nahm sich diese Kritik sehr zur Herzen und schrieb daraufhin zehn Jahre lang keinen Psalm mehr.

Als Anders Frostenson dann erneut Psalmen schrieb, so blieb er, trotz der Kritik, bei einem vereinfachten Stil, was nun jedoch besser toleriert wurde, zumal die Gläubigen sehr positiv auf die neuen Psalmen reagierten. Das Ergebnis kann man vor allem daran erkennen, dass man im Psalmenbuch des Jahres 1986 insgesamt 146 Werke Frostensons findet, teilweise Originale, aber auch Übersetzungen und Bearbeitung alter Psalmen. Auch im Psalmenbuch des Weltrates der Kirchen stammen sechs von den acht dort repräsentierten Psalmen Schwedens von Anders Frostenson. Als der Priester am 4. Februar 2006 im Alter von 99 Jahren starb, war er der einzige Priester Schwedens bei dem der damalige Erzbischof persönlich das Begräbnis übernahm um die Leistungen des Priesters zu würdigen.


23. April 1800: Carl Israel Hallman und die schwedische Opéra Comique
23. April 1847: Erik Gustaf Geijer, der nationalistische Dichter Schwedens
23. April 1889: Die schwedische Prinzessin Eugénie
23. April 1889: Die Entstehung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Schwedens
23. April 1938: Anna Maria Roos, vom Schulbuch zum Drama und zum Kinderbuch
23. April 1941: Karin Boye und die Zerbrechlichkeit einer Schriftstellerin
23. April 1942: Das nordische Folkbåt (Volksboot) läuft vom Stapel
23. April 1947: Christer Pettersson wird wegen Olof Palme Mord festgenommen
23. April 1967: Musik, Vergnügen und Essen im Stockholmer Nalen

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Samstag, 19. Mai 2012

Der schwedische Regisseur Kristian Petri

Am 19. Mai 1956 wurde Kristian Petri in Ärtemark im Dalsland geboren, einer der bedeutendsten schwedischen Regisseure der Gegenwart. Mit 24 wurde Kristian Produzent beim schwedischen Fernsehen, bevor er dann als Kulturjournalist zur Abendzeitung Expressen wechselte und, noch während seiner Zeit beim Expressen, im Jahre 1987 seinen ersten Kurzfilm „Rocket Garden“ realisierte, gefolgt von der Dokumentation „Gentlemannakriget“ im Jahre 1989.

Bevor dann jedoch seine Arbeit als Regisseur wirklich in Schwung kam, verfasste er mehrere Bücher, darunter drei Reiseschilderungen, mit denen er Aufsehen erregte. Seine Kurzfilme „Förr i världen“ von 1991 und „Sprickan“ von 1992 wurden selbst für die „Semaine de la Critique“ in Cannes ausgewählt. 2003 erhielt er dann für „Detaljer“, nach einem Text von Lars Norén, einen Guldbagge, den skandinavischen Oscar. Von diesem Zeitpunkt an war Kristian Petri bei allen großen Filmereignissen anwesend, so auch wieder in Cannes und beim Internationalen Filmfestival in Toronto.

Kristian Petri ist auch die Person, die hinter der sehr diskutierten gezeichneten un sehr satirischen Figur „Arne Anka“ steht, die zu Beginne eine gewisse Ähnlichkeit mit Donald Duck hatte, was natürlich zu Problemen mit der Disney Corporation führte. Um einen Prozess zu verhindert, musste Arne Anka dann eine kosmetische Operation über sich ergehen lassen, bis er schliesslich in einem Stockholmer Kaufhaus einen Schnabel fand, der er sich dann vor den operierten Mund setzen ließ.


19. Mai 1793: Jean Eric Rehn und der gustavianische Stil Schwedens 
19. Mai 1951: Religionsfreiheit und Svenska Kyrkan in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin