Sonntag, 12. Mai 2013

Das Unglück auf dem Ormsjö in Lappland

Am 12. Mai 1936 war die Trift in Lappland gerade abgeschlossen und das gesamte Holz schwamm Richtung Sägewerke. Dieser Tag war immer ein großes Fest bei dem Flößer mit Dynamitsprengungen gefeiert wurden und am Ufer die Angehörigen bereits auf die Männer warteten, die teilweise unter dem Einsatz ihres Lebens die Stämme auf den Weg gebracht hatten. Die Flößer mussten nur noch mit einem Boot die Eisfläche des Ormsjö (Schlangensee) erreichen um an Land zu kommen.

Was jedoch ein Fest sein sollte, entwickelte sich zu einer der größten Katastrophen auf dem Ormsjö, an dem das gleichnamige Dorf (heute in Dorotea eingemeindet) liegt aus dem die meisten der Flößer kamen. Während einige der Arbeiter mit Hilfe von Ruderbooten das Land erreichten, versuchten 23 Personen in einem bereits stark beladenen Motorboot Platz zu finden, das gerade einmal für 15 Passagiere gedacht war. Das Boot lag nur noch knapp über der Wasserfläche und als der Fahrer das Steuer etwas heftig bewegte, kenterte das Boot nahezu unmittelbar.

Da das Wasser eisig war, die Flößer noch ihre schwere Kleidung trugen und ein Teil nicht einmal schwimmen konnte, ertranken in nur wenigen Minuten 14 Personen im See, vor den Augen ihrer Frauen und Kinder, wobei einige Familien wegen den Arbeitsmöglichkeiten sogar erst kürzlich an den Ormsjön gezogen waren. Nach dem Unglück wurden sämtliche Bewohner in Västerbotten gebeten den betroffenen Familien finanziell zu helfen, damit diese überleben konnten. Im Friedhof von Dorotea findet man einen Erinnerungsstein, der noch heute an dieses große Unglück erinnert.


12. Mai 1940: Lill Lindfors, 52 Jahre im Rampenlicht 
12. Mai 1967: Der Kaknästornet in Stockholm

Copyright: Herbert Kårlin

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