Montag, 7. April 2014

Louis De Geer an der Spitze der Macht Schwedens

Louis De Geer, der am 18. Juli 1818 in Finspång geboren wurde und am 24. September 1896 in Kviinge starb, leitete unter Oscar II. eine völlig neue politische Situation in Schweden ein, da er nicht nur für einige der bedeutendsnten Reformen des 19. Jahrhunderts verantwortlich war, sondern am 7. April 1858 im Alter von nur 40 Jahren zum Justizminister ernannt wurde und am 20. März 1876 zum ersten Ministerpräsident Schwedens ernannt wurde und damit die Liberalisierung Schwedens einleitete und auch die erste nicht königliche Regierung des Landes einsetzte.

Louis De Geer machte für seine Zeit eine ausserordentliche Karriere, die er vor allem einer wichtigen Entscheidung verdankte, denn als er sich für ein Studium an der Universität Uppsala entschied, legte er seine persönlichen Neigungen für Kunst und Literatur zur Seite und wählte Jura, da er sicher war sich damit auch ernähren zu können. Auf Grund der Beziehungen seiner Familie und seiner adeligen Herkunft gelang es De Geer bereits im Alter von 25 Jahren im Staatsministerium für Justiz zu arbeiten und damit im Zentrum des politischen Geschehens zu stehen. Schon um diese Zeit zeigte sich auch seine liberale Neigung, denn neben seiner Arbeitszeit veröffentlichte Lars Johan Hierta auch einige seiner literarischen und politischen Werke in denen er sich, unter andem, für die Abschaffung der Titel bei der Anrede einsetzte und sich für die Anwendung eines allgemeinen Sie (Ni) aussprach.

In seiner Position als Justizminister Schwedens gelang Louis De Geer auch die bedeutendste Reform des schwedischen Regierungssystems, das rund 100 Jahre lang gültig bleiben sollte. 1865 gelang es ihm, zum Erstaunen des gesamten Volkes und Adels, die Standesregierung abzuschaffen, die aus den vier Ständen Adel, Priester, Bürger und Bauern zusammensetzte. An die Stelle der Stände setzte er das Zweikammernsystem, auch wenn dies vorübergehend zu einer bedeutende Krise Schwedens führte. Langfristig gelang es De Geer jedoch mit dieser Reform Schweden zum Wohlstand zu führen. Als De Geer 1880 alle politischen Ämter ablegte, zog er sich allerdings nicht vollkommen aus der Politik zurück und blieg auch ohne Position politisch und literarisch sehr aktiv.


7. April 1908: Ebba Lindqvist, Gedichte vom Meer und dem Bohuslän 
7. April 1914: Die drei Berufe des Schweden Albert Theodor Gellerstedt 
7. April 1953: Dag Hammerskjöld, eine schwedische Legende 
7. April 1990: Brand auf der M/S Scandinavian Star bei Lysekil im Bohuslän

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 6. April 2014

Christer Sjögren, von der Tanzband zum schwedischen Schlager

Christer Sjögren wurde am 6. April 1950 in Hagfors im Värmland geboren und wird bis heute oft als der König der schwedischen Tanzbands bezeichnet, auch wenn der Sänger seit 1989 mehr und mehr auf eine Solokarriere setzte und sich die Band Vikingarna, mit der Sjögren national bekannt wurde, sich im Jahre 2004 auflöste. Seine Versuche durch die Teilnahme an zwei Vorausscheidungen zum Eurovision Song Cong Contest den Durchbruch als Schlagersänger zu finden, waren begrenzt, denn 2008 kam er mit I Love Europe bei der Endausscheidung auf den neunten Platz und 2012 erreichte er mit Don’t Let Me Down, gemeinsam mit Lotta Engberg, nicht einmal die Endausscheidung.

Christer Sjögren gründete seine erste Band Jonny-Christers im Jahre 1964, als er gerade einmal 14 Jahre alt war. Die Band hielt ein Jahr lang, dann wurde Sjögren von der Lokalgruppe Jupiters angeheuert. Bei dieser Gruppe begann Sjögren auch als Sänger aufzutreten. Die Jupiters hatten auch überregional einen gewissen Erfolg und nahmen einige Schallplatten auf. Drei Jahre später suchte die Band Pelles aus Mariestad einen Sänger. Christer griff sofort zu, da er sich durch dieses Engagement ganz der Musik widmen konnte und vom Amateur zum Profi avanzierte. Die Gruppe hatte mehrere größere Erfolge und gelang auch mit mehreren Liedern in die Svensktoppen, was auch bedeutete, dass Sjögren nun national bekannt wurde. Mit diesem Erfolg wurde Christer Sjögren dann 1978 von den Vikingarna angeworben, die in den 80er und 90er Jahren die vermutlich bekannteste und erfolgreichste Tanzband Schwedens war. Der erste große Hit der Band war die schwedische Version von Djingis Khan.

Als Solosänger trat Christer Sjögren vor allem mit Covers von Elvis Presley und Frank Sinatra auf, sang jedoch auch sehr christliche Lieder, was 2007 auch zu einer Kirchentournee mit Sonja Aldén führte. Lieder wie Jag har hört om en stad ovan molnen sind sehr typisch für jene Epoche. Dass Sjögren, der im Göta Lejon in Stockholm, neben Carola Häggkvist, auch im Sound of Music spielte, als Solokünstler keinen grösseren Erfolg hat, liegt allerdings weniger an seiner Stimme oder der Ausstrahlung, sondern einem Mangel an wirklich eigenen Produktion.


6. April 1827: Frithiof Grafström und das Dilemma zum Skalden gezwungen zu sein 
6. April 1847: Hans Järta, revolutionäre Schriften und die Wandlung
6. April 1888: Dan Andersson, zwischen Arbeitergedichten und Wildmark
5. April 1954: Die schwedische Sängerin Anna-Lotta Larsson
6. April 1974: Die schwedische Gruppe Abba erobert die Welt 
6. April 1977: Sara Svensson, die religiöse Mörderin Schwedens 

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Samstag, 5. April 2014

Axel von Fersen der Ältere in der Opposition

Axel von Fersen der Ältere kam am 5. Spril 1719 in Stockholm zur Welt und entschied sich sehr früh für eine militärische Laufbahn, allerdings nicht in Schweden, sondern in Frankreich, einem Land, in dem er sehr schnell Karriere machte. Als von Fersen im Alter von 29 Jahren als französischer Generalmajor nach Schweden zurückkehrte, fehlte es ihm nicht an Bescheidenheit und er forderte von Kronprinz Adolf Fredrik den gleichen Rang im schwedischen Heer, ein Unterfangen, das der Kronprinz ablehnte da dies sehr grosse Spannungen mit anderen militärischen Führern verursacht hätte.

Womit Kronprinz Adolf Fredrik allerdings nicht gerechnet hatte, war die Tatsache, dass die Ratsherren Axel von Fersen in seinem Vorhaben unterstützten, da dort zum einen der Vater von Fersens einen bedeutenden Einfluss hatte und zum anderen wollte der Rat der Hutpartei, also der Opposition, eine grössere Rolle bieten, der Partei, der auch Axel von Fersen der Ältere angehörte. Durch eine Intrige erhielt von Fersen daher seinen Rang, was jedoch der Beginn eines internen Kampfes zwischen dem Militär und dem Kronprinzen wurde, obwohl von Fersen bei den Auseinandersetzungen zwischen den Parteien Mützen und Hüten eher als Vermittler diente und damit auch den König und den Kronprinzen stützte.

Axel von Fersen der Ältere wurde ab 1755 der Führer der Hüte und entschied damit zum Teil über die Entwicklung der schwedischen Politik jener Epoche, wobei er durch Verbindungen und Intrigen auch den Fortschritt der Hofpartei Mützen teilweise bremsen konnte. Als dann Gustav III. König Schwedens wurde, kam es zum Bruch zwischen Monarchie und Axel von Fersen, da letzterer gegen das uneingeschränkte Machtstreben des Königs war. Nach dem Staatsstreich Gustav III. im Jahre 1772 wollte der König indes seinen politischen Gegner indirekt ausschalten und ernannte von Fersen zum Reichsrat. Bereits nach wenigen Monaten erkannte von Fersen jedoch die Falle und trat zurück um verstärkt gegen das Machtstreben des Königs vorzugehen. Im Jahre 1789 war dem König klar geworden, dass er seine Macht nur ausdehenen konnte wenn er die Spitze der Opposition, darunter von Fersen, festnehmen liess. Auch wenn die Politiker bald wieder entlassen wurden, so war die Karriere von Fersens damit jedoch beendet. Am 24. April 1794, nur wenige Jahre später, starb der Oppositionsführer in Stockholm.


5. April 1697: Karl IX. ein Ersatzkönig leitet Schweden 
5. April 1786: Die Svenska Akademien, Verteidiger der schwedischen Sprache 
5. April 1842: Der Archäologe und Reichsantiquar Hans Hildebrand 
5. April 1950: Die Karriere der schwedischen Sängerin Agnetha Fältskog 
5. April 2001: Die schwedische Jazzsängerin Sonya Hedenbratt 
5. April 2007: Maria Gripe und das realistische Kinderbuch Schwedens 
5. April 2007: Maria Gripe, Kinderbücher ohne Gewalt

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 4. April 2014

Gustaf Johan Gyllenstierna wird zu Johan Axelsson

Gustaf Johan Gyllenstierna starb am 4. April 1764 unter dem Namen Johan Axelsson weit entfernt von seiner Heimat und konnte dennoch dafür dankbar sein noch am Leben zu sein und zudem als Beamter im russischen Dienst seinen Lebensunterhalt verdienen zu können,  denn er war in den Jahren 1740/41 in Schweden zwischen die politischen Stühle geraten und war im Kampf der Hüte gegen die Mützen, zwei streitenden Parteien, zu einem wichtigen Spielball der Hüte geworden.

Die Partei der Hüte hatte mit seiner Kriegspolitik seit Jahren versucht die Mützen zu schwächen. Ihre Chance kam, als sie in der Nacht zum 26. Februar 1641 Gustaf Johan Gyllenstierna die russische Botschaft verlassen sahen, was in dieser Zeit als Verrat am Lande gewertet wurde. Die Hüte bliesen diese Affäre so weit auf wie möglich, wobei hierbei das Ziel war nicht nur Gyllenstierna zu komprimitieren, sondern die Gegenpartei in der mehrere Verwandte des „Spions“ wichtige Positionen einnahmen, zu schwächen. Gyllenstierna war in diesem Rahmen das schwächste Glied der Partei, was die Mützen umso anfälliger machte.

Mit dem Versprechen milder behandelt zu werden, gelang es der von den Hüten eingesetzte Spionagekommission Gustaf Johan Gyllenstierna dazu zu bewegen zahlreiche Namen unter den Mützen zu nennen, die ebenfalls in irgendeiner Weise Beziehungen zu Russland hatten und dies dank der Tortur auch zugaben. In der Tat wurde Gyllenstierna bei diesem Prozess jedoch nicht nur zum Tode verurteilt, sondern verlor auch sämtlichen Besitz und die Ehre, wurde also zu Johan Axelsson. Die Adeligen Schwedens milderten dann das Urteil und steckten den Verräter erst ins Gefängnis um ihn jedoch später aus Schweden auszuweisen. Gyllenstierna, der am 24. Juni 1709 geboren worden war, entschied sich bei der Ausweisung im Jahre 1743 nach Livland zu gehen wo ihm die russische Zarin Elisabeth von Russland zur Entschädigung ein Gut schenkte.


4. April 1611: Schweden und Dänemark kämpfen bei Kalmar 
4. April 1869: Johan Göth und die Lokalgeschichte Smålands 
4. April 1892: Edith Södergran, die erste Modernistin der schwedischen Literatur
4. April 1904: Der schwedische Kapellmeister Arne Hülphers
4. April 1915: Lars Ahlin und das soziale Leben der schwedischen Kleinstadt 
4. April 1930: Victoria von Baden wird schwedische Königin 
4. April 1957: Peter Englund und die Geschichte Schwedens 
4. April 1966: Der schwedische Filmer Lorens Marmstedt
4. April 1973: Gösta Knutsson und Pelle Svanslös

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 3. April 2014

Der schwedische Hofdichter Carl Gustaf af Leopold

Carl Gustaf af Leopold kam am 3. April 1756 in Stockholm zur Welt, kam jedoch bereits mit wenigen Monaten nach Norrköping um dort aufzuwachsen. Nach eigenen Aussagen begann Leopold bereits im Alter  von sechs Jahren Gedichte zu verfassen. Auch wenn dies nicht offiziell bestätigt ist, so ist sicher, dass der Dichter im Alter von 14 Jahren ein Hüllungsgedicht zum Geburtstag des Kronprinzen vortrug, das anschliessend auch gedruckt wurde. Zwei Jahre später schrieb er erneut ein Gedicht zur Krönung des Königspaares, was ihm bereits sehr früh die Gunst des neuen Königs Gustav III. einbrachte.

Carl Gustaf af Leopold, der stark von der französichen Literatur beeinflusst war und gewisse Schwierigkeiten dabei hatte sich in der literarischen Welt Schwedens zu behaupten, versuchte sowohl eine neue Literatur zu schaffen als auch wissenschaftlichen Erfolg zu haben. Während er wissenschaftlich jedoch völlig scheiterte, kam der literarische Erfolg ab 1787, als der Poet auf Grund seiner Beziehungen nach Stockholm kam und Gustav III. bei seiner geplanten Oper Helmfelt unterstützen sollte. Diese Arbeit führte sowohl zum Adelsstand, zu einer dauerhaften Pension und zur Ernennung in der Svenska Akadamien, hatte jedoch den Nachteil, dass af Leopold nun vollständig von der königlichen Gunst abhängig war und seine Werke der Meinung des Monarchen entsprechen mussten.

Auch der Tod des Königs änderte nicht sehr viel am Schicksal des Hofdichters Carl Gustaf af Leopold, denn auch wenn er einer der wenigen Personen im Kreis von Gustav III. war, der sein Einkommen und seinen Dienst am Hof weiterhin behalten konnte, war er nun in seiner Dichtkunst weitaus mehr eingeschränkt, denn er musste jetzt zu allen offiziellen Ereignissen mit seinen Werken aufwarten. Während Leopold vor seiner Zeit am Hof noch persönliche libertine Züge in seinen Gedichten zeigte und unter Gustav III. einen Einblick ins Leben am Hof bot, so sind seine Werke unter der Vormundschaftsregierung von Gustav IV. Adolf vollkommen ohne Interesse und Stärke. Carl Gustaf af Leopold starb am 9. November 1829 in Stockholm.


3. April 1581: Johannes Rudbeckius und die erste Mädchenschule Schwedens
3. April 1780: Abraham Rydberg, vom Großhändler zum Wohltäter
3. April 1918: Olof Palme stirbt durch die Kugel eines unbekannten Schützen
3. April 1927: Maria Sandel, die erste Arbeiterschriftstellerin Schwedens
3. April 1945: Schwedischer Pilot über Blekinge abgeschossen

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 2. April 2014

Hannes Alfvén, ein Nobelpreisträger als Kernkraftgegner

Als Hannes Alfvén am 2. April 1995 in Djursholm bei Stockholm starb, hatte er für einen Physiker die höchst mögliche Stufe erreicht, da ihm 1970 der Nobelpreis in Physik überreicht worden war. Studiert hatte der am 30. Mai 1908 in Norrköping geborene Alfvén an der Universität Uppsala, wo er 1932 auch Dozent in Physik wurde, bevor er einige Jahre später als Professor zur Königlichen Technischen Hochschule in Stockholm wechselte. Seine überragenden Forschungen fielen dann vor allem in die Jahre ab 1963, als Alfvén als Professor und Forscher für Plasmaphysik tätig war, eine Tätigkeit, die er bis 1973 ausübte, auch wenn ab 1967 in den USA lebte.

Die theoretischen Ausführungen von Hannes Alfvén, insbesondere im Gebiet der Magnetohydrodynamik, sind bis heute von größter Interesse der Physik, wobei Alfvén allerdings noch zu jener Gruppe an Wissenschaftlern gehört, die sehr breit arbeitetet und dessen Interesse nicht am Rande seines Fachbereichs endete. Als Kosmologe und Elektrotechniker untersuchte Alfvén daher auch die magnetischen Stürme und die elektrischen Felder und versuchte dabei auch die Entstehung der Polarlichter zu erklären.

Trotz seiner Errungenschaften für die schwedische Wissenschaft war Hannes Alfvén im Jahre 1967 gezwungen seine Forschung für mehrere Jahre in die USA zu verlegen, da er die schwedische Kernkrafttechnologie stark kritisiert hatte, was wiederum zur Folge hatte, dass ihm die schwedische Wirtschaft Forschungsgelder verweigerte und die Regierung den Physiker als persona non grata betrachtete. Erst nachdem Alfvén den Nobelpreis für Physik erhalten hatte, wurde er wieder positiver in Schweden gesehen. Alvén war bis zu seinem Tode auch politisch als Kernkraftgegner aktiv, zu Beginn bei der Zentrumspartei und später bei den Grünen des Landes.


2. April 1796: Die schwedische Künstlerin Ulrika Pasch
2. April 1884: GAN, Gösta Adrian-Nilsson, und die moderne Kunst Schwedens 
2. April 1904: Karl Ragnar Gierow holt das europäische Theater nach Schweden 
2. April 1954: Der schwedische Künstler Lars Lerin
2. April 1957: LIN, die schwedische Fluggesellschaft Linjeflyg 
2. April 1974: Håkan Hellström, Musik aus Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 1. April 2014

Königin Kristina verleiht Åmål die Stadtrechte

Im Jahre 1639 entschied sich die schwedische Regierung das gesamte Land zu inspizieren um an strategisch und wirtschaftlich interessanten Stellen neue Städte zu gründen und bereits vorhandene Städte auszubauen. In diesem Zusammenhang schlug Gabriel Oxenstierna auch vor eine neue Stadt im Värmland zu gründen. Als man jedoch feststellte, dass Karlstand zu nahe an der neuen Stadt liegen würde, entschied sich Oxenstierna dafür den Markplatz Åmål im Dalsland als zukünftige Stadt vorzuschlagen.


Als Königin Kristina dann am 1. April 1643 Åmål die Stadtrechte verlieh, so geschah dies aus zwei bedeutenden Gründen. Zum einen sollte Åmål, das nahe der norwegischen Grenze lag, der Verteidigung Schwedens dienen und zum anderen war dort der Verkehrsknotenpunkt für den Handel von Eisen, da man von hier aus eine direkte Wasserverbindung nach Göteborg hatte. Da die Pläne der Stadtgründung Åmåls in ganz Schweden spätestens ab 1640 verbreitet wurde, hatten sich 1643 bereits zahlreiche Kaufläute und Arbeiter dort niedergelassen, die vom Aufschwung des Ortes profitieren wollten.

Zu Beginn schien der Standort Åmål allerdings unter keinem sehr guten Stern zu stehen, denn schon im Gründungsjahr wurde die junge Stadt von den Dänen angegriffen, die zwei Jahre später dort einen bedeutenden Sieg verbuchen konnten bei dem die Stadt in Asche gelegt wurde. Der Wille aus Åmål eine funktionsfähige Stadt zu machen, war jedoch so groß, dass man dort bereits 1649 fünf Brauereien, zwei Ziegelhersteller, einen Holzhändler und zwei Schuhmacher fand, auch wenn die nahen Städte Karlstad und Vänersborg versuchten, zu ihrem eigenen Vorteil, den Ruf Åmåls zu zerstören.


1. April 1412: Der schwedische König Albrecht von Mecklenburg
1. April 1841: Knut Michaelson, vom Industriedisponent zum Theater
1. April 1945: Totta Näslund und der Weg zu Bob Dylan 
1. April 1953: Die erste männliche Krankenschwester Schwedens
1. April 1967: Sixen Sason und die Saab-Modelle 
1. April 1997: Die Öresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg