Samstag, 11. Oktober 2014

Der schwedische Künstler Alf Wallander

Alf Wallander wurde am 11. Oktober 1862 als Sohn eines Architekten in Stockholm geboren und entschied sich sehr früh für die Laufbahn eines Künstlers. Nach dem Besuch der Tekniska Skolan, dem heutigen Konstfack, studierte Wallander ab 1879 Malerei an der Kunstakademie in Stockholm. 1885 beendete er seine Ausbildung und erhielt ein Stipendium für eine Studienreise nach Paris. In Paris entstanden dann auch die ersten Werke des Künstlers, wobei sein Gemälde Julottan, das schon 1886 als erstes größeres Werk von Wallander fertiggestellt war, bereits an das Museum in Minneapolis verkauft wurde.

Nur drei Jahre später wurde im Salon de Paris sein Ausstellungsgemälde von Kritikern bemerkt, was dem jungen Künstler endgültig die Tür zur Welt der Kunst öffnete. Noch in Paris wandte sich Alf Wallander dann der Pastellmalerei zu, einer Kunstrichtung, der er in den Folgejahren die Treue hielt. Eines seiner ersten Pastellgemälde, Tiggargubben, findet man heute im Kunstmuseum in Göteborg. Als Wallander 1890 nach Stockholm zurückkehrte, schloss er sich sehr schnell der Künstlergruppe an, die Ernst Josephson gegründet hatte und sich der akademischen Lehre widersetzte, also schwedische Kunst nicht mehr als Folge eines klassischen nordischen Ideals sehen wollte.

Ab Mitte der 90er Jahre, als Alf Wallander bereits zu den anerkannten Künstlern Schwedens gehörte, kam erneut eine künstlerische Wende, denn als der Künstler für eine Lotterie einige Tonkrüge für Rörstrand bemalte, entdeckte er ein Material, das ihn herausforderte und faszinierte. Gerade die Arbeit mit Porzellan sollte Wallander dann eine neue Karriere als Künstler bieten, denn seine Werke fanden Zugang zu den bedeutendsten Ausstellungen weltweit. Die Theorie des Künstlers war, dass nur dann eine Wohnung einladend ist wenn industrielle Porzellanhersteller mit Künstlern arbeiten, die die ideale Form und die Schönheit in einen Raum bringen können.


11. Oktober 1816: Der Schauspieler und Theaterdirektor Edvard Stjernström
11. Oktober 1858: Der schwedische Künstler Nils Kreuger
11. Oktober 1891: Skansen in Stockholm, Tierpark und Museumsdorf
11. Oktober 1948: Göran Rosenberg und die Freiheit der Juden
11. Oktober 1996: Radiostation in Grimeton unter Denkmalschutz

Copyright: Herbert Kårlin

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Freitag, 10. Oktober 2014

Sten Sture der Ältere geht bei Brunkeberg als Sieger hervor

Als Sten Sture der Ältere am 10. Oktober 1471 als Sieger aus der Schlacht bei Brunkeberg hervorging, kehrte in Schweden für 25 Jahre der Friede ein, in einem Land, das seit Jahrzehnten von ständigen Kriegen zerrüttet war und deswegen ohne feste Steuerung am Rande des Ruins lag. Gleichzeitig war durch diesen Sieg Sten Sture in seiner Macht als Reichsvorstand gestärkt und konnte das Reich weitgehend nach seinem Willen steuern. Seine größte Errungenschaft war, auf Initiative des Erzbischofs Jakob Ulfsson, die Einrichtung der Universität Uppsala. Sten Sture selbst sah sich nach diesem Sieg geradezu als Nachfolger des Freiheitskämpfers Engelbrekt Engelbrektsson, was ihm allerdings auch die Feindschaft der Aristokratie einbrachte.


Die Schlacht bei Brunkesberg fand im heutigen Norrmalm in Stockholm statt und wird oft als Auseinandersetzung zwischen Dänemark und Schweden gesehen, obwohl es sich auf beiden Seiten um Schweden handelte, allerdings wurde die eine Seite von Sten Sture dem Älteren angeführt, der mit Unterstützung der Dalkarlarna für ein unabhängiges Schweden eintrat, und die andere Seite führte der dänische König Kristian I., der die Kalmarer Union unter seiner Führung aufrecht halten wollte. Die Schlacht bei Brunkesberg wies den dänischen Monarchen in seine Grenzen und kann daher als erster Schritt zur Auflösung der Union betrachtet werden.

Die Schlacht als solches gilt als sehr blutig, nicht zuletzt deswegen, weil es Sten Sture sehr schnell gelang den Gegner einzukreisen und Kristian I. so verletzt wurde, dass er sehr schnell die Flucht ergreifen musste, die Verteidigung daher frühzeitig ihren Befehlshaber verlor. Bei der Flucht der Anhänger von Kristian I. gelang es den Truppen von Sten Sture dem Älteren die Brücke zum heutigen Blasieholmen zu zerstören, was dem Feind nur noch die Alternative bot zu ertrinken oder aber an Land getötet zu werden. An den Sieg Sten Stures erinnern noch heute mehrere Kunstwerke in Stockholm. Das bedeutendste Werk ist die Skulpturgruppe Sankt Göran och draken an der Storkyrkan auf der Sten Sture, symbolisiert als Sankt Göran, die Jungfrau, also Schweden, rettet.


10. Oktober 1625: Erik Dahlbergh und die schwedischen Festungen
10. Oktober 1877: Peter Wieselgren und die schwedische Abstinenzbewegung
10. Oktober 1878: Mia Leche-Löfgren und die autobiographische Literatur Schwedens
10. Oktober 1950: Die schwedische Schriftstellerin Karin Wahlberg
10. Oktober 2011: Der Illustrator und Kinderbuchautor Ulf Löfgren

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Schweden schafft offiziell die Sklaverei ab

Offiziell wurde die Sklaverei in Schweden bereits im Jahre 1813 verboten, als mehrere Länder Druck auf das Land ausübten, aber erst 1823 entschied sich dann der Reichstag den Schutz von schwedischen Sklavenschiffen zu verbieten und 1830 wurde jeder schwedische Sklavenhändler sogar, laut Gesetz, mit dem Tode bestraft. Aber all diese Maßnahmen waren nur dazu bestimmt, die Bevölkerung des Landes, die sich mehrheitlich gegen die Sklaverei aussprach, zu beruhigen, denn in der Kolonie Saint-Barthélemy setzte die schwedische Sklaverei fort und die Femöarna  galten um diese Zeit als der wichtigste Umschlagplatz des Sklavenhandels. Aber auch auf Saint-Barthélemy selbst wurden noch Sklavenfahrzeuge repariert.

Die internationale Kritik an Schweden wurde dadurch immer lauter und ab 1840 konnte die Regierung nicht mehr verhindern, dass die Bevölkerung Schwedens über diese Situation unterrichtet wurde und sich darüber empörte, dass im damals schwedischen Saint-Barthélemy für den Hausgebrauch sogar weiterhin Sklaven erworben werden konnten. Die Regierung ging in die Defensive und erklärte, dass kein Geld dafür vorhanden sei die rund 500 Sklaven dort freizukaufen. Auf diese Weise konnte das lukrative Geschäft noch bis 1847 fortsetzen und macht Schweden zu einem der letzten Länder, die die Sklaverei tatsächlich abschafften.

Erst am 9. Oktober 1847 wurde dann die Sklaverei in sämtlichen Gebieten Schwedens verboten und sämtliche schwedische Sklaven auf Saint-Barthélemy wurden gegen einen Preis von 80 Talern pro Sklave freigekauft. Aber auch wenn nun alle schwedischen Sklaven frei waren, so musste sich die Mehrheit unter ihnen anschließend in eine freiwillige Sklaverei begeben, da sie von der weißen Schicht abhängig waren und auch nach der Freilassung, zum Teil wegen ihrer Hautfarbe, als ungebildet und „minderwertig“ galten und daher auch nahezu rechtlos waren.


9. Oktober 1894: Agnes von Krusenstjerna als Kämpferin gegen den Adel
9. Oktober 1916: Der schwedische Künstler Karl Otto Hultén
9. Oktober 1970: Annika Sörenstam, ein Vorbild im schwedische Golfsport
9. Oktober 1991: Dagmar Lange wird zu Krimiautorin Maria Lang
9. Oktober 1992: Per Olof Sundman und die Sehnsucht nach dem Norden
9. Oktober 2006: Die Abendzeitung Aftonbladet gründet TV7

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Eine historische Eisenbahnlinie auf Gotland

Am 4. Februar 1972 entschied sich gewissermaßen das Schicksal von Gotlands Järnväg, die zwischen 1878 und 1960 das Bild Gotlands geprägt hatte, denn an diesem Tag wurde der Verein Föreningen Gotlandståget gegründet, der das Ziel hatte den Schienenverkehr auf der Insel wieder aufzunehmen, wenn auch in kleinerem Umfang und nur zu touristischen Zwecken, ein Unternehmen, das sehr viel Zeit, Arbeitskraft und hohe Investitionen benötigte, denn die Schienen mussten neu gelegt werden und die Restauration und der Unterhalt einer Dampflock einer Schmalspurbahn ist ebenfalls sehr aufwendig.

Die ersten Schritte des Vereins waren den früheren Bahnhof Hesselby auf dem zentralen Gotland zu übernehmen, eine Dampflock und einige Wagen zu restaurieren und Gleise für den ersten Kilometer zu legen. Der Enthusiasmus des Vereins machte es dann möglich, dass die erste Eisenbahn bereits zum 100. Jubiläum des Gotlands Järnvägs wieder rollen konnte. Am 8. Oktober 1978 wurden dann der Gotlands Hesselby Jernväg offiziell eingeweiht und ab dem folgenden Jahr konnte man während der Sommermonate kurze historische Reisen anbieten, die die Fahrgäste von der Vergangenheit der Insel träumen ließen.

In den Folgejahren konnte der Verein die Strecke ausbauen, weitere Bahnhöfe restaurieren und dank einer Subvention Europas in Höhe von 4,3 Millionen Kronen kann die Strecke zwischen Hesselby und Roma mit seiner Klosterruine bereits im Sommer 2015 geöffnet werden, eine Strecke von rund sechs Kilometern. Neben dem sommerlichen Eisenbahnverkehr, und zeitweise einem Weihnachtszug, bietet der Verein den Besuchern auch ein  Museum mit zahlreichen Dampf- und Diesellocks sowie zahlreichen historischen Waggons. Die älteste Dampflock des Vereins wurde bereits im Jahre 1878 gebaut, im Jahr, als die erste Eisenbahn auf Gotland in Betrieb genommen wurde.


8. Oktober 1878: Der schwedische Künstler Ivar Arosenius
8. Oktober 1889: Anna Lovisa Öst, bekannt als Lapp-Lisa
8. Oktober 1926: Lars Jansson und die Familie Mumintroll
8. Oktober 1953: Natanael Beskow, ein Dichter moderner Psalmen
8. Oktober 1958: Der Herzschrittmacher, eine schwedische Erfindung
8. Oktober 1958: Åke Senning setzt im Karolinska den ersten Pacemaker ein
8. Oktober 1976: Der schwedische Künstler Arne Jones

Copyright: Herbert Kårlin

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Dienstag, 7. Oktober 2014

Karl Staaff wird liberaler Ministerpräsident

Als Karl Staaff am 7. Oktober 1911 zum zweiten Mal Ministerpräsident Schwedens wurde und den konservativen Arvid Lindman ersetzte, setzte er die Weichen für eine liberaleres Schweden, das dem Volk einen Einfluss in das politische Geschehen ermöglichte, denn Staaff war erste Ministerpräsident des Landes, der sich für das allgemeine Wahlrecht einsetzte und ihm ist es auch zu verdanken, dass bereits einige Jahre vorher die Auflösung der Union zwischen Norwegen und Schweden auf friedliche Weise ablief und nicht zu kriegerischen Handlungen führte, denn Gustav V. und die rechte politische Schicht wollten Norwegen notfalls mit Gewalt weiterhin an Schweden binden.

Karl Staaff wurde am 21. Januar 1860 als Sohn eines Priesters in Stockholm geboren und studierte nach seiner Hochschulreife an der Universität Uppsala, wo er sich sehr schnell den revolutionären Kreisen anschloss und eine Modernisierung der studentischen Nationen forderte. Nach Staaff war es unsinnig, dass schwedische Prinzen dort automatisch Ehrenmitglieder wurden oder die Rechte der Frauen extrem eingeschränkt waren. Allerdings gelang es Staaff, trotz seiner steigenden Anhängerschaft, nicht Vorsitzender der Nation Stockholm zu werden, eine Position, die vom konservativen Ernst Trygger eingenommen wurde, der später auch ein bedeutender politischer Gegner Staafs wurde.

Als Karl Staaff im Jahre 1896 erstmals in den Reichstag gewählt wurde, schloss er sich der damaligen Folkpartiet (Volkspartei) an, die später zur Liberala samlingspartiet wurde, einem Zusammenschluss von drei liberalen Parteien, die etwa die gleichen Ideen verfolgten. Staaf war bereits 1905 mit der Hauptforderung zu allgemeinen Wahlen Ministerpräsident geworden, stolperte jedoch bereits nach einem Jahr am Widerstand der Rechten. Als er zum zweiten Mal an die Spitze des Staates gewählt wurde, sicherte er sich dann die Unterstützung der Sozialdemokraten, was zwar noch nicht dazu führte, dass das Wahlrecht geändert wurde, aber Staaff konnte mit seinem linken Partner im Jahre 1913 die allgemeine Pension in Schweden einführen. Karl Staaff starb am 4. Oktober 1915 an einer Lungenentzündung.


7. Oktober 1818: Gudmund Jöran Adlerbeth und die gustavianische Epoche
7. Oktober 1879: Joe Hill, der berühmteste Schwede Amerikas
7. Oktober 1882: Der Tierschutzverband Djurens Rätt nimmt seine Arbeit auf
7. Oktober 1924: Gunnar Brusewitz, Naturerlebnisse in Wort und Bild
7. Oktober 1974: Die schwedische Sängerin Charlotte Perrelli
7. Oktober 1980: Ernst Alm, der Sieger des ersten Wasalaufs im Jahre 1922
7. Oktober 1994: Die schwedische Komödie Svensson, Svensson

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Montag, 6. Oktober 2014

Per Albin Hansson, ein Antialkoholiker als Ministerpräsident

Als Per Albin Hansson am 6. Oktober 1946 in Stockholm plötzlich an einem Herzinfarkt starb, hatte er knapp 14 Jahre lang als Ministerpräsident Schwedens über die Poltik des Landes entschieden und mit seiner Idee des schwedischen Volksheimes (Folkhemmet) den Sozialdemokraten eine Ideologie geboten, die die ideologische Basis für die folgenden Ministerpräsidenten Tage Erlander und Olof Palme festlegte. Ach wenn die Sozialdemokraten Schwedens noch heute den Begriff Folkhemmet verwenden um Wähler zu gewinnen, so ging die ursprüngliche Idee des Sozialstaats den der Begriff beinhaltet, nach Olof Palme verloren.

Per Albin Hansson von Emil Näsvall im Folkets Park in Malmö

Per Albin Hansson war am 28. Oktober 1885 in ärmlichen Verhältnissen in Malmö aufgewachsen und begann nach der vierjährigen Volksschule zu arbeiten. Als Hansson 16 Jahre alt war, schloss er sich dem Verband der Antialkoholiker Verdani an. Den Gedanken der absoluten Abstinenz verfolgte Per Albin Hansson sein Leben lang, auch wenn er selbst Abende mit Grog liebte. Die Forderung die absolute Abstinenz gesetzlich zu regeln verursachte auch bedeutende Spannungen mit Hjalmar Branting und führte dazu, dass der politische Aufstieg Hanssons, der ab 1910 bei der Zeitung Social-Demokraten in Stockholm arbeitete, bis zum Tode Brantings gebremst wurde.

Der Erfolg von Per Albin Hansson als Ministerpräsident lag jedoch weniger an seiner Einstellung zum Alkohol oder seiner Idee des Folkhemmet, sondern an einer Reihe von politischen Entscheidungen, die den Sozialdemokraten über viele Jahre hinweg die Vormacht boten. Hansson zwang 1917 die revolutionäre Gruppe der Partei, die heutigen Linken, die Sozialdemokraten zu verlassen, er spielte eine wichtige Rolle bei der Einführung des allgemeinen Wahlrechts in Schweden und er sorgte als Verteidigungsminister für die Abrüstung um Gelder für soziale Maßnahmen zu befreien. Mit der sogenannten Baltenauslieferung verursachte Per Albin Hansson allerdings auch den ersten politischen Skandal Schwedens nach dem Zweiten Weltkrieg, entging jedoch durch seinen plötzlichen Tod den bedeutendsten Kritiken.


6. Oktober 1550: Karin Månsdotter, die erste bürgerliche Königin Schwedens
6. Oktober 1820: Jenny Lind erscheint auf einem schwedischen Geldschein
6. Oktober 1821: Der schwedische Naturwissenschaftler Anders Jahan Retzius
6. Oktober 1869: Bo Bergman, zwischen Realismus und Belletristik
6. Oktober 1888: Der schwedische Künstler Einar Nerman
6. Oktober 1942: Anna Wahlgren und die Bibel für Mütter
6. Oktober 1942: Anna Wahlgren und das Barnaboken
6. Oktober 1958: Die Mosebackes Monarchie wird ausgerufen

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Sonntag, 5. Oktober 2014

Die schwedische Sängerin Greta Wassberg

Greta Wassberg kam am 5. Oktober 1904 in Selånger im Västernorrland zur Welt taucht in der Musikgeschichte Schwedens relativ spät auf, denn ihre erste Schallplattenaufnahme machte sie im Alter von 28 Jahren, als ihre erste Ehe bereits dem Ende entgegenging. Allerdings war Wassbergs erste Aufnahme der heute noch bekannten Erfolgshit Kan du vissla, Johanna und sie figurierte unter dem Pseudonym Inga Waller, das sie auch in Zukunft für Aufnahmen bei Decca verwendete. Für die Plattenfirma Dixi benutzte sie zusätzlich noch den Namen Inga Widén, was in gewisser Weise zu drei parallelen musikalischen Karrieren führte, neben ihrem Beruf als Gesangspädagogin.

In den 30er Jahren entwickelte sich Greta Wassberg, die insgesamt rund 150 Schallplatten aufnahm, zu einer der berühmtesten Sängerinnen Schwedens, die ab 1938 auch immer häufiger in Deutschland auftrat und dort mehrere Erfolgshits hatte. Mehrere ihrer schwedischen Hits waren auch Übersetzungen ihres deutschen Repertoires oder Adaptionen anderer deutscher Lieder. In dieser Zeit konnte man Wassberg auch mehrmals in Filmen zur Mimik von schwedischen Schauspielerinnen hören und beim Erfolgsfilm Swing it magistern mit Alice Babs wirkte die Sängerin zudem als Chorleiterin und Gesangspädagogin.

Greta Wassberg war bereits Ende der 30er Jahre eine Pionierin der Studiotechnik, denn sie richtete in Gröna Lund das kleine Studio Din egen röst ein in dem Amateure, unter ihrer Anleitung, eine eigene Schallplatte aufnehmen konnten. In den 50er Jahren zog Wassberg, nach der gescheiterten zweiten Ehe, nach Malmö und öffnete dort die Konditorei Hörnan in der regelmäßig Orchester für die Unterhaltung der Gäste sorgten. Parallel zu dieser Tätigkeit nahm die Sängerin noch EPs mit Sagen für Kinder auf, gab jedoch ihre Karriere als Sängerin ganz auf. Greta Wassberg starb am 19. Februar 1996 im Alter von 92 Jahren in Vancouver in Kanada.


5. Oktober 1785: Lasse-Maja, der schwedische Dieb in Frauenkleidern
5. Oktober 1923: Stig Dagerman, ein zerrissenes Leben bis zum Tod
5. Oktober 1938: Albert Ranft, ein ungewöhnlicher Theaterdirektor Schwedens
5. Oktober 1953: Hjalmar Lundgren, Literatur und Lakalpatriotismus aus Norrköping
5. Oktober 1987: Der schwedische Künstler Alf Gustavsson
5. Oktober 1997: Christina Odenberg wird erster weiblicher Bischof Schwedens

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Der Botanaische Garten in Göteborg