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Donnerstag, 9. Juni 2016

Der schwedische Künstler Olle Nordberg

Olle Nordberg kam am 9. Juni 1905 als Sohn eines Direktors und unter dem Namen Olof Nordberg in Stockholm zur Welt und kam sehr früh mit der Kunst in  Berührung, da sein Großvater mütterlicherseits nicht nur ein sehr großes Kunstinteresse zeigte, sondern in seinem Haus auch sechs Künstlerateliers einrichtete, die er an verschiedene Künstler vermietete. Nordberg kam dadurch sehr intensiv mit der Welt der Kunst in Berührung und erlernte durch den Umgang mit den unterschiedlichsten Künstlern auch verschiedene Techniken und begann selbst zu malen.

Auf Grund dieser unkonventionellen Vorbereitung auf die Kunstschule, an der Künstler wie Jenny Nyström, Siri Derkert und Axel Wallenberg teil hatten, die zeitweise in den Ateliers des
Großvater arbeiteten, gelang es Olle Nordberg bereits im Alter von 15 Jahren an der Kunstakademie aufgenommen zu werden. Nach fünf Jahren an der Akademie setzte Nordberg seine künstlerischen Studien noch an Hand von Studienreisen nach Italien, Spanien, Frankreich und Norwegen fort um sich schließlich in Monsö bei Ekerö niederzulassen und sich bald darauf der Künstlergruppe DE UNGA anzuschließen. Nordbergs Atelier in Monsö wurde mittlerweile in eine Museum verwandelt.

Olle Norberg malte insbesondere Motive und Menschen der Stockholmer Schären, aber auch Landschaften aus dem nördlichsten Schweden. Seine bedeutendsten Bilder zeigen das Alltagsleben der Menschen, und er schafft in seinen Bildern eine Gemütlichkeit, die mit Humor gemischt ist. Wenn man seine Gemälde aus Monsö betrachtet, so findent man das menschliche Leben von der ersten Liebe bis zu einem ruhigen und gemütlichen Alter. Kritiker verglichen seine Malerei oft mit der Poesie. Olle Norberg starb am 28. März 1986 in Monsö und hinterließ in zahlreichen Gemälden die Erinnerung an seine Frau, denn immer wieder findet man ihre Züge in seinen Gemälden, da fast jede gemalte schöne Frau in einigen Punkten an die Ehefrau des Künstlers erinnert.


9. Juni 1744: Frans Suell, ein schwedischer Kaufmann mit neuen Ideen
9. Juni 1886: Tora Dahl, die Bewältigung einer unehelichen Geburt
9. Juni 1948: Die schwedische Politikerin Gudrun Schyman
9. Juni 1960: Eva Dahlgren, mehr als ein musikalisches Symbol Schwedens
9. Juni 1962: Die Rennstrecke Knutstorp in Skåne
9. Juni 2007: Die Götheborg legt wieder in Göteborg an

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 22. Mai 2014

Der schwedische Künstler Axel Wallenberg

Axel Wallenberg, oft nur Wallis genannt, wurde am 22. Mai 1898 als Sohn eines Dekorationsmalers in Nässjö geboren, begann eine Ausbildung als Buchhalter und arbeitete in verschiedenen Berufen bis er den Weg zur Kunst fand und sich in Abendkursen an der Tekniska skolan (Konstfack), der Althins målarskola und anderen Einrichtungen zum Künstler ausbildete. Als Wallenberg dann 1922 an der Kunstakademie in Stockholm zu studieren begann, hatte er das Glück Carl Milles als Lehrer zu haben, einen Künstler in dem er langsam einen Freund für das Leben fand.

Carl Milles vermittelte seinem Schüler Axel Wallenberg auch die ersten Aufträge als Skulpteur. Einer der ersten Aufträge war die Herstellung einer Kopie der Birgitta-Statue aus dem Jahre 1430, die man in der Klosterkirche in Vadstena finden kann. Da Wallenberg seinen Lehrer nicht enttäuschen wollte, hatte er den Wunsch ein Meisterwerk zu schaffen, das die Schönheit der Heiligen Birgitta ausdrücken sollte, aber da die Arbeit weitaus schwieriger war als der Künstler erst gedacht hatte, musste er sich fast drei Wochen lang auf diese Arbeit vorbereiten. Sein Werk in gemaltem Holz findet man heute in der Svenska Kyrkan in Helsinki (Helsingfors), die endgültige Bronzestatue in der Kirche San Lorenzo in Rom.

Während die Mehrheit der Skulpturen von Axel Wallenberg im klassischen Stil von Carl Milles geschaffen sind, begann der Künstler ab den 50er Jahren einen neuen Ausdruck in seiner Kunst zu suchen, was vor allem ab den 60er Jahren zu einem abstrakten Kunststil führt, der am deutlichsten im Werk Bågarna in Nässjö zu sehen ist. Da Axel Wallenberg sehr häufig in Milles Atelier auf Lidingö gearbeitet hatte, war es selbstverständlich, dass der Künstler nach dem Tod seines Lehrers im Jahre 1955 auch die Verwaltung des Millesgården übernahm. Wallenberg starb am 14. Januar 1996 in Danderyd bei Stockholm.


22. Mai 1640: Die Gründung der Stadt Kristianstad
22. Mai 1934: Sibylla, mehr als eine Gatukök in Schweden
22. Mai 1946: Die Probleme des schwedischen Künstlers Isaac Grünewald
22. Mai 1974: Walter Ljungquist und der psychologische Roman Schwedens
22. Mai 2011: Die Frauenkämpferin Eva Moberg 

Copyright: Herbert Kårlin