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Mittwoch, 10. Dezember 2014

Der Naturwissenschaftler Conrad Quensel

Conrad Quensel kam am 10. Dezember 1787 als Sohn eines Prosten in Ausås zur Welt und erhielt daher auch von Grund auf eine gute Bildung. Im Jahre 1783 begann Quensel ein naturwissenschaftliches Studium an der Universität Lund, das er 1787 mit einem Magister abschloss. Zwei Jahre später machte der Wissenschaftler seine erste Reise nach Lappland, wobei es ihm dort gelang einige bis dahin unbekannte Insekten zu beschreiben. Diese Errungenschaft führte auch dazu, dass er nach seiner Rückkehr zum Assistenten am Botanischen Garten in Uppsala ernannt wurde.

Der wissenschaftliche Aufstieg von Conrad Quensel setzte in den Folgejahren fort, 1797 wurde er Arzt und Direktor des heutigen Naturhistorischen Reichsmuseums. Ein Jahr später wurde der Wissenschaftler dann zum Lehrer in Chemie und in Naturwissenschaften an der Kriegsakademie in Karlsberg ernannt, was Quensel einige Jahre später auch den Titel eines Professors in Naturwissenschaft und Pharmazie einbrachte. Bereits am 22. August 1806, im Alter von nur 38 Jahren, starb Conrad Quensel dann jedoch auf Schloss Karlsberg noch bevor er wirklich wissenschaftlichen Einfluss gewinnen konnte.

Neben seinen naturwissenschaftlichen Entdeckungen in Lappland zeichnete sich Conrad Quensel vor allem durch die Zusammenstellung sehr detaillierter Kataloge zur damals noch nicht veröffentlichten Geschichte Schwedens aus, die noch heute von Geschichtswissenschaftlern benutzt werden. Die zweite bedeutende Leistung Quensels war die Verfassung der meisten Texte der vier ersten Bände des Tafelwerkes Svensk Botanik von Johan Wilhelm Palmstruch.


10. Dezember 1896: Alfred Nobel, der Erfinder des Dynamits
10. Dezember 1898: Emil Kléen, der dekadente Poet des 19. Jahrhunderts
10. Dezember 1900: Die letzte Hinrichtung in Västerås
10. Dezember 1901: Der Nobeltag (Nobeldagen) in Schweden
10. Dezember 1909: Selma Lagerlöf erhält den Nobelpreis der Literatur
10. Dezember 1981: Nelly Sachs und die Gedichte zur Flucht des jüdischen Volkes
10. Dezember 2006: Christer Fuglesang, der erste Schwede im All

Copyright: Herbert Kårlin

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Montag, 3. März 2014

Johan Wilhelm Palmstruch, vom Soldaten zum Künstler

Johan Wilhelm Palmstruch wurde am 3. März 1770 geboren und solle nach dem Willen seines Vaters, einem Major, die militärische Karriere einschlagen. Bereits mit elf Jahren wurde Palmstruch daher Fähnrich im Regiment. Da der Junge jedoch die Marine bevorzugte, wurde er 1786 versetzt, nahm dadurch an den Seeschlachten bei Svensksund teil, kam nach Marokko und wurde auf Grund seines Mutes und seiner Leistungen schließlich Kapitän und Rittmeister. 1798 nahm Palmstruch jedoch plötzlich Abschied von der Marine.

Nachdem Johan Wilhelm Palmstruch ein Jahr lang als Lehrer gearbeitet hatte, entschied sich der ehemalige Militär der Landwirtschaft zu widmen. Durch diese Tätigkeit fand Palmstruch dann seine wahre Neigung, die ihn auch in die Geschichte Schwedens eingehen ließ, denn aus dem Kriegsherr wurde ein Liebhaber der Natur, der versuchte die Pflanzenwelt seiner Umgebung mit den kleinsten Details festzuhalten und zeichnete sämtliche Pflanzen, die man heute in seinem noch heute bekannten Werk Svensk Botanik finden kann.

Anfangs begnügte sich Johan Wilhelm Palmstruch mit dem Zeichnen und Major Carl Wilhelm Venus sorgte für die Stiche, aber bald hatte Palmstruch selbst den Kupferstich erlernt und übernahm auch diese Arbeit. Sehr bald erhielt der Künstler dann auch den Auftrag die Tiere für das Werk Svensk zoologi zu zeichnen. Aber auch wenn sich der Künstler extrem produktiv zeigte, so konnte er die beiden Werke nicht bis zu seinem Tod am 30. August 1811 beenden, denn von der botanischen Serie waren nur sieben Bände fertig gestellt und von der Zoologie neun Bände. Beide Werke wurden erst später von Gustaf Johan Billberg im Auftrag der Vetenskapsakademin beendet.


3. März 1538: Svante Sture heiratet Märta Eriksdotter Lejonhufvud
3. März 1813: Die schwedische Kolonie ohne schwedische Führung 
3. März 1906: Artur Lundkvist auf der Suche nach einer neuen Sprache
3. März 1940: Terroristisches Attentat in Schweden 
3. März 2003: Kenneth Gustafsson, bekannt unter dem Namen Kenta

Copyright: Herbert Kårlin