Montag, 3. März 2014

Johan Wilhelm Palmstruch, vom Soldaten zum Künstler

Johan Wilhelm Palmstruch wurde am 3. März 1770 geboren und solle nach dem Willen seines Vaters, einem Major, die militärische Karriere einschlagen. Bereits mit elf Jahren wurde Palmstruch daher Fähnrich im Regiment. Da der Junge jedoch die Marine bevorzugte, wurde er 1786 versetzt, nahm dadurch an den Seeschlachten bei Svensksund teil, kam nach Marokko und wurde auf Grund seines Mutes und seiner Leistungen schließlich Kapitän und Rittmeister. 1798 nahm Palmstruch jedoch plötzlich Abschied von der Marine.

Nachdem Johan Wilhelm Palmstruch ein Jahr lang als Lehrer gearbeitet hatte, entschied sich der ehemalige Militär der Landwirtschaft zu widmen. Durch diese Tätigkeit fand Palmstruch dann seine wahre Neigung, die ihn auch in die Geschichte Schwedens eingehen ließ, denn aus dem Kriegsherr wurde ein Liebhaber der Natur, der versuchte die Pflanzenwelt seiner Umgebung mit den kleinsten Details festzuhalten und zeichnete sämtliche Pflanzen, die man heute in seinem noch heute bekannten Werk Svensk Botanik finden kann.

Anfangs begnügte sich Johan Wilhelm Palmstruch mit dem Zeichnen und Major Carl Wilhelm Venus sorgte für die Stiche, aber bald hatte Palmstruch selbst den Kupferstich erlernt und übernahm auch diese Arbeit. Sehr bald erhielt der Künstler dann auch den Auftrag die Tiere für das Werk Svensk zoologi zu zeichnen. Aber auch wenn sich der Künstler extrem produktiv zeigte, so konnte er die beiden Werke nicht bis zu seinem Tod am 30. August 1811 beenden, denn von der botanischen Serie waren nur sieben Bände fertig gestellt und von der Zoologie neun Bände. Beide Werke wurden erst später von Gustaf Johan Billberg im Auftrag der Vetenskapsakademin beendet.


3. März 1538: Svante Sture heiratet Märta Eriksdotter Lejonhufvud
3. März 1813: Die schwedische Kolonie ohne schwedische Führung 
3. März 1906: Artur Lundkvist auf der Suche nach einer neuen Sprache
3. März 1940: Terroristisches Attentat in Schweden 
3. März 2003: Kenneth Gustafsson, bekannt unter dem Namen Kenta

Copyright: Herbert Kårlin

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