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Dienstag, 27. März 2018

Der Energiekonzern E.ON in Schweden

Die Geschichte des Energiekonzerns E.ON geht in Schweden bis zum 27. März 1906 zurück, als sich die Energieverantwortlichen der Städte Malmö, Lund, Landskrona, Helsingborg und Halmstad trafen und entschieden die Sydsvenska Kraftaktiebolaget zu gründen, ein gemeinsames Unternehmen, das in die Wasserkraft investieren wollte um die fünf genannten Städte mit Energie versorgen zu können. Das Ergebnis der Firmengründung waren vier größere Wasserkraftanlagen, die bald so viel Energie produzierten, dass man ab 1915 auch einen Teil der gewonnenen Energie per Unterseekabel an Dänemark liefern konnte.

Ab 1920 kaufte das Unternehmen mehrere Stromversorgungsfirmen und Kraftwerke in Skåne, Blekinge und im Småland ein und entwickelte sich zu größten Stromlieferanten Südschwedens. Weder der Erste, noch der Zweite Weltkrieg oder die Depression konnten das Wachstum bremsen, so dass sich 1960 die Stromproduktion des Unternehmens verdoppelte, aber auch die Nachfrage noch deutlich mehr anstieg. Da man nicht mehr in der Lage war die Wasserkraft weiter auszubauen und Öl zu teuer für die Stromproduktion war, begann man sich nun für die Kernkraft zu interessieren, was dazu führte, dass die Firma im Jahr 1971 das erste kommerzielle Kernkraftwerk in Oskarshamn in Betrieb nahm.

Im Jahr 1977 wurde aus dem ursprünglichen Unternehmen die Firma Sydkraft AB, was vor allem in den 90er Jahren zu einer weiteren Expansion mit zahlreichen Aufkäufen führte, aber, mit der einsetzenden Privatisierungswoge auch immer mehr private Besitzer zuließ. Im Jahr 2001 konnte daher die deutsche Eon AG die Aktienmehrheit von Sydkraft erwerben, ohne jedoch den Namen des Unternehmens unmittelbar zu ändern. Erst 2005, nach weiteren Aufkäufen von Energieunternehmen, entstand dann die schwedische Niederlassung von E.ON. Im Januar 2016 wurde das Unternehmen E.ON dann in zwei Zweige getrennt, so dass E.ON nur noch für die alternative Energiequellen und Kundenlösungen zuständig ist, die zweite Firma, die den Namen Uniper trägt, jedoch für Kernkraft und Wasserkraft zuständig ist. Auf diese Weise konnte sich E.ON in Schweden ein weißes Hemd beschaffen und sich als umweltfreundliches Unternehmen profilieren.


27. März 1794: Die schwedisch-dänische Konvention von 1794
27. März 1805: Johan Murberg und der Erfolg der schwedischen Sprache
27. März 1868: Der Schriftsteller und Künstler Axel Emil Ebbe
27. März 1873: Der schwedisch-amerikanische Künstler David Edström
27. März 1904: Der erste Golfklub in Stockholm
27. März 1922: Die Öresundsvarvet in Landskrona geht in Konkurs
27. März 1940: Der schwedische Freiwilligen-Verband
27. März 1942: Laila Westersund, eine Karriere mit bereits vier Jahren
27. März 1966: Ragnar Josephson wird in Lund verewigt
27. März 1966: Ragnar Josephson, von der Poesie bis ins Dramaten
27. März 1989: Nordic Channel, der heutige Kanal 5 

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 25. November 2015

Das Industriemuseum Bergvik

Heute ist der Ort Bergvik mit seinen etwas über 800 Einwohnern, trotz seiner idealen Lage an der Bergviken (Bergbucht) nahezu vergessen, obwohl der Ort im Jahre 1874 Weltgeschichte machte, denn hier entwickelte der Chemiker Carl Daniel Ekman das industriell anwendbare Sulfitverfahren zur Cellulose-Gewinnung aus Holz, und in Bergvik entstand daher auch die erste Sulfitfabrik weltweit. Diese Erfindung sollte es ermöglichen weißes Papier herzustellen, das nicht mehr vergilbt und zu den industriellen Revolutionen der modernen Zeit gehört.

Am 25. November 1974 wurde in einem Teil der ehemaligen Fabrik das Industriemuseum Bergvik eröffnet, das zum einen natürlich die Entwicklung und Bedeutung dieser Erfindung dokumentiert, zum anderen aber dem Besucher auch die gesamte industrielle Entwicklung des Ortes im Laufe des 20. Jahrhundert näherbringt, denn bald wurde in Bergvik auch Papiermasse hergestellt, entwickelte sich die chemische Industrie und es entstand ein elektrisches Kraftwerk. Durch die Verbindung von schriftlichen Dokumenten, Fotos und Geräten, die hier einst eingesetzt wurden, gehört das Museum zu einer absolut sehenswerten Einrichtung die dabei hilft einen Teil der industriellen Geschichte Schwedens zu verstehen.

In den letzten Jahren hat sich das Museum auch zu einer Galerie besonderer Art entwickelt, denn lokale Künstler versuchten die Geschichte Bergviks auch in Gemälden festzuhalten, die nun ein fester Bestandteil des Museums sind. Die Bedeutung dieser früheren Fabrik und heutigen Kultureinrichtung wird noch bisweilen unterschätzt, da um diese Zeit mehrere Chemiker Sulfatverfahren entwickelten, im Gegensatz zu Ekman jedoch unter einem wissenschaftlichen Aspekt, während der schwedische Chemiker auch an Maschinen arbeitete um die Papierherstellung zu revolutionieren. Das Museum ist während der Sommerzeit kostenlos zu besuchen.


25. November 1620: Gustav II. Adolf geht eine politische Ehe ein
25. November 1786: Anders Magnus Strinnholm und die schwedische Geschichte
25. November 1909: Oscar Fredrik Wijkman, der „Gottvater“ von Västerås
25. November 1994: Ein Katastrophenkrankenhaus in Stockholm
25. November 2010: Die letzte Reise der HMS Visborg (A265)

Copyright: Herbert Kårlin

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