Mittwoch, 25. November 2015

Das Industriemuseum Bergvik

Heute ist der Ort Bergvik mit seinen etwas über 800 Einwohnern, trotz seiner idealen Lage an der Bergviken (Bergbucht) nahezu vergessen, obwohl der Ort im Jahre 1874 Weltgeschichte machte, denn hier entwickelte der Chemiker Carl Daniel Ekman das industriell anwendbare Sulfitverfahren zur Cellulose-Gewinnung aus Holz, und in Bergvik entstand daher auch die erste Sulfitfabrik weltweit. Diese Erfindung sollte es ermöglichen weißes Papier herzustellen, das nicht mehr vergilbt und zu den industriellen Revolutionen der modernen Zeit gehört.

Am 25. November 1974 wurde in einem Teil der ehemaligen Fabrik das Industriemuseum Bergvik eröffnet, das zum einen natürlich die Entwicklung und Bedeutung dieser Erfindung dokumentiert, zum anderen aber dem Besucher auch die gesamte industrielle Entwicklung des Ortes im Laufe des 20. Jahrhundert näherbringt, denn bald wurde in Bergvik auch Papiermasse hergestellt, entwickelte sich die chemische Industrie und es entstand ein elektrisches Kraftwerk. Durch die Verbindung von schriftlichen Dokumenten, Fotos und Geräten, die hier einst eingesetzt wurden, gehört das Museum zu einer absolut sehenswerten Einrichtung die dabei hilft einen Teil der industriellen Geschichte Schwedens zu verstehen.

In den letzten Jahren hat sich das Museum auch zu einer Galerie besonderer Art entwickelt, denn lokale Künstler versuchten die Geschichte Bergviks auch in Gemälden festzuhalten, die nun ein fester Bestandteil des Museums sind. Die Bedeutung dieser früheren Fabrik und heutigen Kultureinrichtung wird noch bisweilen unterschätzt, da um diese Zeit mehrere Chemiker Sulfatverfahren entwickelten, im Gegensatz zu Ekman jedoch unter einem wissenschaftlichen Aspekt, während der schwedische Chemiker auch an Maschinen arbeitete um die Papierherstellung zu revolutionieren. Das Museum ist während der Sommerzeit kostenlos zu besuchen.


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25. November 1786: Anders Magnus Strinnholm und die schwedische Geschichte
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25. November 1994: Ein Katastrophenkrankenhaus in Stockholm
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Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

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