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Dienstag, 10. November 2015

Biotopia, das Biologische Museum in Uppsala

Der schwedische Großhändler Carl Fredrik Liljevalch, einer der bedeutendsten Donatoren Schwedens, wollte zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein biologisches Museum in Uppsala finanzieren und wandte sich dafür an die renommierte Universität Uppsala, die das Angebot jedoch ablehnte. Glücklicherweise akzeptierte anschließend die Stadt das Geld und die zwei jungen Architekten Justus Hellsten und Hjalmar Cederström erhielten den Auftrag das Gebäude zu errichten, der Konservator der zoologischen Abteilung der Universität Uppsala, Gustaf Kolthoff, erhielt den Auftrag das Museum zu gestalten.

Als das Biologiska Museet (Biologische Museum) am 10. November 1910 eingeweiht wurde, galt es mit seinen Diaporama und seiner Aufteilung als einmalig, denn die Besucher konnten dort die verschiedenen Naturmilieus Schwedens entdecken, wobei damals der Vasaparken in Uppsala als natürliche Verlängerung galt, da er um diese Zeit nach natürlichen biologischen Aspekten angeordnet war und in drei Zonen eingeteilt war, die vom Götaland über das Svealand zum Norrland führten. Leider ist heute von dieser Einteilung nichts mehr zu finden.

Auch das Biologische Museum erlebte zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine Verwandlung, da die Ausstellungen und Diaporama modernisiert wurden und ein Anbau entstand, der architektonisch allerdings nicht unbedingt glückte. Als das Museum im Oktober 2007 dann erneut geöffnet wurde, erhielt es den heutigen, weitaus moderneren Namen Biotopia. Die Räume sind heute vor allem der biologischen Entwicklung des Upplands gewidmet. In den Kellerräumen kann man in einer permanenten Ausstellung der Entwicklung dieses Landstrichs zwei Milliarden Jahre zurückverfolgen und man wird Schweden auf eine vollkommen neue Weise entdecken. Das Biotopia gehört zu den Museen Schwedens, die man kostenlos besuchen kann.


10. November: Die Feier des Martinstags (Mårtensafton) in Schweden
10. November 1495: Dorothea von Brandenburg wird Königin in Schweden
10. November 1594: Katarina Vasa, der Übergang in ein neues Königsgeschlecht
10. November 1835: Anders Ljungstedt, ein Leben in der Fremde
10. November 1911: Christian Lundeberg wird Ministerpräsident Schwedens
10. November 1928: Beppe Wolgers, der Schriftsteller und Künstler mit dem Vollbart
10. November 1981: Der schwedische Musiker und Sänger Brolle
10. November 1991: Die schwedische Fußballlegende Gunnar Gren

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 22. Juni 2011

Umeå, die schwedische Stadt der Birken

Als Umeå, die Stadt der Birken, am 22. Juni 1622 von Gustav II. Adolf seine Stadtprivilegien erhielt, lag dieser nordschwedische Ort noch an der Küste. Durch die fortschreitende Landhebungen liegt die Stadt in Västerbotten nun jedoch rund 15 Kilometer von der Küste entfernt. In den 80er Jahren benutzte Umeå die Bezeichnung „Norrlands Huvudstad“, die Hauptstadt von Norrland, musste jedoch im Jahre 2007 diesen Titel an Sundsvall abgeben, da die weitaus südlicher liegende Stadt sich die Bezeichnung, im Gegensatz zu Umeå, schützen ließ.


Seit den 80er Jahren hat sich Umeå, wo bereits 3000 Jahre vor Christus die ersten Menschen nachgewiesen werden können, zu einem bedeutenden Kulturzentrum Schwedens entwickelt in dem das ganze Jahr über mehrere Festivals statt finden. Das bekannteste Ereignis ist die sogenannte „Umeå Kulturnatta“, die seit 2005 jeden Mai die Bevölkerung Nordschwedens anzieht. Im Jahre 2011 wurden an etwa 100 verschiedenen Stellen Umeås rund 300 Festivalpunkte angeboten, die 50.000 Besucher anzogen.

Die größte touristische Attraktion Umeås ist das Gammlia Friluftsmuseum, das etwa zwei Kilometer östlich des Zentrums liegt. Hierbei handelt es sich um ein Freiluftmuseum in dem zahlreiche historische Gebäude Västerbottens zu finden sind und, zusammen mit dem angeschlossenen Museum, einen Einblick in die geschichtliche Entwicklung dieses nördlichen Landstriches gewähren. Während der Sommerzeit wird im Freilichtmuseum auch nordisches Dünnbrot gebacken und die Besucher können traditionelles Handwerk und Kunsthandwerk aus nächster Nähe beobachten.

Dass Umeå den Beinamen „Die Stadt der Birken” erhielt, geht auf das Jahr 1888 zurück, als ein Großbrand nahezu die ganze Stadt zerstörte. Als die zerstörten Teile wieder aufgebaut wurden, schuf man die heute noch sichtbaren und für die damalige Zeit sehr breiten Esplanaden. Um zu verhindern, dass bei einem Brand die Funken von Haus zu Haus springen konnte, bepflanzte man diese Straßen mit Birken, einem Baum, der auf Grund seiner hohen Feuchtigkeit, nur schlecht brennt.


22. Juni 1936: Elfjähriger findet Menschen aus dem Mittelalter
22. Juni 1942: Die S/S Ada Gorthon sinkt vor Öland
Urlaub in Schweden: Umeå, die nordschwedische Stadt der Birken


Copyright: Herbert Kårlin